Leipzig

Antisemitische Rufe nach BSG-Heimsieg

17.

Oktober
2015
Samstag

Nach der Niederlage von Stahl Riesa im Spitzenspiel der Sachsenliga gegen Chemie Leipzig begannen Fans von Riesa die antisemitische Parole "Juden Chemie" zu grölen und im Weiteren Leuchtraketen abzufeuern.

Auch ein halbes Jahr später, beim Rückspiel in Riesa, fallen Stahl-Riesa-Fans erneut durch antisemitische, gegen Chemie Leipzig gerichtete Parolen auf.

70 "Offensive für Deutschland"-Anhänger folgen Neonazi Alexander Kurth durch die Leipziger Innenstadt

19.

Oktober
2015
Montag

Am Montag marschierte zum dritten Mal das neonazistische Bündnis "Offensive für Deutschland" in Leipzig auf. Anstatt wie bei den beiden Demonstrationen zuvor, die jeweils an einem Sonnabend stattfanden, bot sich die OfD diesmal als montägliche Ersatzveranstaltung für das rassistische Legida-Bündnis an. Diese hatten ihre Anhänger_innen nämlich dazu aufgerufen, zum einjährigen Bestehen von "Pegida" in die Landeshauptstadt zu fahren.

Nach Pegida-Demo: Nazi greift Gegendemonstranten mit Messer an

19.

Oktober
2015
Montag

Montagabend nach der Pegida-Demonstration in Dresden fuhren Gruppen von Neonazis und Gegendemonstrant_innen mit dem Regionalzug und mit Bussen zurück nach Leipzig. Nach Ankunft beider Gruppen kam es am Hauptbahnhof zu einem Angriff der Neonazis auf die Antira-Aktivist_innen, bei denen einer der Neonazis ein Messer einsetzt. Erst wenige Tage zuvor war die Kölner OBM-Kandidatin Henriette Reker im Wahlkampf bei einem Messerangriff durch einen Neonazi schwer verletzt worden. Anders als im Kölner Fall ließ die Leipziger Polizei den Täter laufen.

130 "Offensive für Deutschland"-Anhänger marschieren in Grünau auf

17.

Oktober
2015
Samstag

Am Sonnabend marschierte zum zweiten Mal das Bündnis "Offensive für Deutschland" in Leipzig auf. Diesmal liefen 130 Personen, die vor allem dem neonazistischen und Hooligan-Spektrum zuzuordnen sind, durch den Stadteil Grünau. Organisator war erneut der ehemalige Legida-Chef Silvio Rösler. Insofern bewegt sich die Initiative im Fahrwasser der rechtsnationalen, rassistischen *gida-Bewegungen, die derzeit in vielen Städten der Bundesrepublik auf die Straße gehen. Inhaltlich bleibt die OfD im Vergleich zu den Schwester-Bewegungen jedoch äußerst vage.

Rechte Freefight-Veranstaltung im Haus Auensee

10.

Oktober
2015
Samstag

Im Haus Auensee im Leipziger Stadtteil Wahren wurde am Sonnabend eine Veranstaltung mit dem Titel "Imperium Fighting Championship III" durchgeführt. Kämpfer, Publikum und Sponsoren weisen zahlreiche Bezüge zur extrem rechten Szene auf.

NPD "blockiert" medienwirksam geplante Asylunterkunft in Mockau

18.

Oktober
2015
Sonntag

Am vergangenen Freitag wurde bekannt, dass im Leipziger Stadtteil Mockau eine weitere Flüchtlingsunterkunft entstehen soll. Als "Zeltstadt" für bis zu 200 Personen konzipiert, wurde die Unterkunft in nur zwei Tagen errichtet. Am Sonntag zogen die ersten Geflüchteten dort ein. Empfangen wurden Sie von ca. 30 Neonazis, die versuchten, die Ankunft von Bussen mit Geflüchteten durch eine Sitzblockade zu behindern.

Leipziger NPD-Chef nach Attacke auf Fahrradfahrer in U-Haft

2.

August
2015
Sonntag

Der Leipziger NPD-Chef und Stadtrat Enrico Böhm sitzt nach einem Übergriff auf einen Fahrradfahrer in U-Haft. Böhm soll am Sonntag den Fahrradfahrer, der mit einem Lastenfahrrad unterwegs war, erst bedrängt haben. Als der Betroffene an einer roten Ampel das Kennzeichen von Böhms Fahrzeug fotografieren wollte, stieg dieser aus und schlug auf den Fahrradfahrer ein, der sich dagegen wehrte.

Leipziger Neonazi zum Landesvorsitzenden von "Die Rechte" gewählt

1.

August
2015
Samstag

Der Leipziger Alexander Kurth, zuletzt u.a. bei der NPD und den "Jungen Nationaldemokraten" (JN) aktiv, wurde am Wochenende vom 31.7/1.8.2015 in Görlitz zum Landesvorsitzenden der neonazistischen Klein-Partei "Die Rechte" gewählt. Als Stellvertreterin fungiert die für die NPD in den Stadtrat von Bautzen gewählte Daniela Stamm, die nach ihrer Wahl zur Konkurrenzpartei gewechselt war. Beisitzer kommen nach Parteiangaben aus Chemnitz, dem Vogtland und Ostsachsen.

Verbindungen zwischen Legida und Leipziger Neonaziszene offengelegt

2.

März
2015
Montag

Was BeobachterInnen schon lange klar war, ist nun durch öffentlich gewordene Dokumente offiziell bestätigt: Der Kreis der Legida-OrganisatorInnen weist enge Überschneidungen mit der Leipziger Neonaziszene auf. Kurzmitteilungen aus dem Handy des ehemaligen NPD-Mitglieds Alexander Kurth, die Anfang März bekannt geworden sind, dokumentieren Absprachen zwischen ihm und dem Legida-Team sowie zahlreiche Interna aus dem Neonazispektrum.

Aus zwei mach eins - NPD-Kreisverbände zusammengelegt

13.

Mai
2015
Mittwoch

Spätestens seit den miserablen Wahlergebnissen des vergangenen Jahres und den darauf folgenden zahlreichen Parteiaustritten ist die sächsische NPD von massiven Zerfallserscheinungen geprägt. Mit den einfachen Mitgliedern brechen der Partei aber auch ihre Aktiven weg. Dies hatte nun Konsequenzen für hiesige Kreisverbandsstrukturen der sich selbst als "Nationaldemokraten und Nationale Sozialisten" bezeichnenden Neonazis: Bei einer Jahreshauptversammlung am 13. Mai vereinigten sich die bisherigen Kreisverbände Leipzig und Landkreis Leipzig.