Leipzig

Rassistische Blackface Werbung für den "Ba-Hu-Fasching"

11.

November
2010
Donnerstag

Der "BaHu-Elferrat" der HTWK Leipzig warb mit einem "Blackface"-Plakat für seine Faschingsveranstaltung am 11.11. Beim sogenannten "Blackfacing" handelt es sich um eine rassistische Praxis, bei der sich weiße Menschen als Schwarze Menschen "kostümieren" und sich entsprechend rassistischer Klischees verhalten.

Fördert Sparkasse Abwertung von Obdachlosen?

8.

November
2010
Montag

Seit dem 8. November bleibt die Connewitzer Filiale der Sparkasse Leipzig jede Nacht zwischen 21 und 6 Uhr wegen "auftretender Verunreinigungen" geschlossen. Was unter "Verunreinigung" zu verstehen ist, wird auf einem entsprechenden Schaufenster-Aushang nicht erläutert.

Nazi-Party in der Odermannstraße

13.

November
2010
Samstag

Anlässlich des zweijährigen Bestehens des Nazi-Zentrums in der Odermannstr. 8 fand am Abend eine "Feier" statt, zu der etwa 100 Neonazis anwesend waren.

Auf der Veranstaltung spielten die Liedermacher Jungblut, Jan Peter (Projekt Vril, ehemalig Sleipnir) sowie Philipp.

Rassistische Beleidigungen beim Trauerumzug für Kamal K.

1.

November
2010
Montag

Am Montag haben mehr als 300 Menschen an an einem Gedenkmarsch für den vor rund einer Woche von Neonazis getöteten Kamal K. teilgenommen. Entlang der Strecke vom Augustusplatz durch den Müllerpark zum Nordfriedhof kam es dabei am Rande zu mehreren rassistischen Zwischenfällen.

Junger Leipziger stirbt nach Messerattacke

24.

Oktober
2010
Sonntag

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober ist ein 19-Jähriger im Müllerpark vor dem Leipziger Hauptbahnhof von zwei Personen angegriffen und niedergestochen worden. Das Opfer, Kamal K., erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Zwei Tatverdächtige konnten von der Polizei unweit des Tatortes im Besitz der mutmaßlichen Tatwaffe aufgegriffen werden und sind wegen Verdacht des Totschlags in Untersuchungshaft überstellt worden.

Leipzig: Todesmärsche-Gedenkort Kamenzer Straße erneut zerstört

9.

Oktober
2010
Samstag

Der Gedenkort für die Opfer der Todesmärsche im April 1945 in Leipzig-Schönefeld wurde nach einer ersten Schändung am 23. August erneut zerstört. Die Wegezeichen in der Kamenzer Straße 10 wurden entfernt und durch Schilder ersetzt, die nach Buchenwald und Stalingrad weisen, jeweils mit Kilometerangabe. Die Initiatorin des Gedenkortes, die Gruppe "Gedenkmarsch Leipzig", vermutet einen Zusammenhang mit den für den 16. Oktober in Leipzig geplanten Neonazi-Aufmärschen.

Antisemitische Beschimpfungen nach Veranstaltung zur "Free-Gaza-Flotte"

12.

Juli
2010
Montag

Am Montagabend veranstaltete die Linke.SDS-Hochschulgruppe Leipzig zusammen mit dem Institut für Philosophie und mehreren Vereinen im Hörsaalgebäude der Universität eine Podiumsdiskussion zum Thema Gaza und dem Angriff auf die sogenannte "Freedom Flotilla" am 31. Mai 2010. Dabei sollte die Linke-Bundestagsabgeordnete Inge Höger, die selbst an Bord eines der "Free Gaza"-Schiffe mitgereist war, über den "Angriff auf die Flottille, die Blockade des Gaza-Streifens und Perspektiven ihrer Aufhebung" sprechen.

Neonazis hetzen gegen Stadtratsmitglied der Linkspartei

3.

Oktober
2010
Sonntag

In Lindenau tauchten Anfang Oktober mehrere Plakate auf, die sich in hetzerischem Ton gegen die Linkspartei und deren Abgeordnete richten. Urheber waren offensichtlich Neonazis: Unter dem Symbol der "Nationalen Sozialisten" rief das bisher unbekannte "Heimat Treue Leipzig" zu Protesten gegen die Linkspartei auf.

Leipziger Neonazis agitieren auf Sozialprotestkundgebung für Aufmarsch am 16.10.

3.

Oktober
2010
Sonntag

Am 3.10. fand in der Leipziger Innenstadt die Kundgebung "Steh auf, sag nein - gegen Sozialkürzungen" mit etwa 75 Teilnehmer_innen statt. Die Veranstalter_innen boten ein offenes Mikrofon für alle, die sich gegen die geplanten finanziellen Einschnitte der Bundes- bzw. Landesregierung aussprechen wollten. Zuvor grenzten Sie sich explizit gegen menschenverachtende Aussagen und entsprechende Reden ab.

Sie kamen nicht durch! Neonaziaufmärsche in Leipzig gescheitert

16.

Oktober
2010
Samstag

Bei einer Kundgebung an der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofes haben sich etwa 250 Neonazis versammelt. Ursprünglich sollte am selben Tag ein Aufmarsch unter dem Motto "Recht auf Zukunft" stattfinden. Dieser Aufmarsch galt in der rechten Szene als Wiederholung des mit dem gleichen Motto versehenen Aufmarsch-Versuchs des "Freien Netzes" am 17. Oktober 2009.