Leipzig

Neulich in der LVZ: Brutaler "Ausländer" mit "schwarzen Haaren" und ein "polnischer Ladendieb"

7.

Januar
2010
Donnerstag

Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) kann es einfach nicht lassen: Wenn die Polizei in ihrer täglichen Presseinformation die (mutmaßliche) Nationalität eines Tatverdächtigen erwähnt, übernimmt die Lokalredaktion das in der Regel penibel. Auch dann, wenn dies nichts zum Verständnis des Vorfalls beiträgt und nicht hilfreich für die Fahndung nach Tatverdächtigen ist.

Massive Bedrohung durch Vermummte in Großzschocher

25.

Januar
2010
Montag

Mehrere vermummte Männer lauerten einem Jugendlichen in Großzschocher vor seinem Wohnhaus auf. Offensichtlich wollten sie den Jugendlichen zusammenschlagen.

Migrant verletzt sich auf der Flucht vor rassistischen Angreifern

27.

Januar
2010
Mittwoch

Am Mittwochabend haben zwei junge Männer einen aus Algerien stammenden Migranten in der Nähe der Innenstadt zunächst rassistisch beleidigt und anschließend in bedrohlicher Absicht verfolgt. Auf der Flucht vor ihnen zog sich der Mann nach Angaben der Opferberatung Leipzig der RAA Sachsen eine schwere Verletzung zu.

Hochrangiges Nazitreffen in Leipziger NPD-Büro plant "Braune Schutztruppe"

24.

Januar
2010
Sonntag

Am Sonntag trafen sich rund 20 hochrangige Nazis aus ganz Sachsen im NPD-Büro in der Odermannstraße. Auf dem Programm stand die Vorbereitung des alljährlichen geschichtsrevisionistischen Aufmarsches am 13. Februar 2010 in Dresden. Dieser war in den vergangenen Jahren der europaweit größte Neonazisaufmarsch. Für 2010 wird mit 8000 Teilnehmern aus ganz Europa gerechnet.

Professor Kern beauftragt Anwalt mit Verbindungen zur Neonazi-Szene

11.

Januar
2010
Montag

Laut Leipziger Internetzeitung beauftragte Prof. Bernd-Rüdiger Kern, der Jura an der Universität Leipzig lehrt, den Chemnitzer Rechtsanwalt Martin Kohlmann mit der Vertretung seiner Interessen in einem Rechtsstreit mit Dr. Volker Külow (Die Linke). Kern erhofft sich anwaltliche Unterstützung gegen Külows Vorwürfe der "Menschenverachtung" und "Deutschtümelei". Brisant ist die Anwaltsauswahl, da Kohlmann seit Jahren gute Kontakte in die sächsiche Neonaziszene unterhält.

Neulich in Leipzig: "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" klauen ständig Fahrräder

15.

Oktober
2009
Donnerstag

Bei einer Wohnungsbesichtigung verwies der Makler auf den großzügigen Hausflur. Er mahnte die Interessent_innen, die Fahrräder dort abzustellen, da diese draußen oft geklaut würden. Die Erklärung dafür lieferte der Makler ungefragt gleich mit: Im Viertel würden viele "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" wohnen.

Neulich in Leipzig: Sexistische Beleidigung

16.

Juli
2009
Donnerstag

Während einer Veranstaltung in einem Jugendzentrum bezeichnete ein männlicher Besucher eine Besucherin gegenüber einer dritten Person als "geilen Fickschlitten". Die Besucherin erfuhr kurz darauf von dieser Diskriminierung. Mit der verbalen Reduzierung ihrer Person auf ein Sexual-Objekt ging für die Betroffene die Androhung sexualisierter Gewalt einher.

Ausschreitungen von Nazis in Großzschocher

31.

Dezember
2009
Donnerstag

Bereits am frühen Silvester-Abend zogen größere Neonazigruppen durch die Straßen von Großzschocher. Dies berichten Augenzeug_innen. Kurz vor dem Jahreswechsel schlugen Täter die Scheiben der Sparkasse im Kreuzungsbereich der Huttenstraße/Dieskaustraße aus einer größeren Personengruppe heraus ein. Nach Eintreffen der Polizeikräfte konnte einer der Verdächtigen noch in der Sparkasse gestellt werden. Bereits zum Jahreswechsel 2008/2009 war es an der gleichen Kreuzung zu Ausschreitungen von Neonazis gekommen. Laut einer Polizei-Pressemitteilung vom 01.

Katholische Kirche mit Hakenkreuzen und antikirchlichen Sprüchen beschmiert

24.

Dezember
2009
Donnerstag

Die katholische Kirche in der Emil-Fuchs-Straße im Rosental wurde in der Nacht zu Weihnachten mit Hakenkreuzen und antikirchlichen Sprüchen wie "Fuck Church" beschmiert. Die Schmierereien am Pfarrhaus und am Turm der Propsteikirche St. Trinitatis wurden in den Morgenstunden des 24. Dezember entdeckt. Propst Lothar Vierhock äußerte sich gegenüber der LVZ sehr erschüttert und bezeichnete den Vorfall als "unerklärliche Einzeltat". Pfarrer Gregor Giele bezeichnet es als bitter, dass dies in einem Viertel geschehen sei, in dem sich auch das jüdische Begegnungszentrum befindet.

Neonazis zeigen Hitlergruß und bedrohen schwarzen Rollstullfahrer

17.

August
2009
Montag

An einer Haltestelle der Leipziger Verkehrsbetriebe bedrohten zwei junge Männer einen schwarzen Rollstuhlfahrer. Nach Aussage des anwesenden Busfahrers hätte einer der beiden Täter "einen Hitlergruß gemacht", worauf der Rollstuhlfahrer reagiert hätte. Dann hätten sie Bierflaschen auf die wartenden Fahrgäste geworfen und dabei eine Frau am Fuß verletzt. Als sich der Busfahrer einschaltete, schlugen ihm die Täter ins Gesicht. Ein weiterer Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe hielt die Täter bis zum Eintreffen der Polizei auf.