Zentrum-West

Gedenkort für Opfer des rechtsterroristischen Anschlags in Halle beschädigt

1.

Februar
2021
Montag

Am Holocaust-Mahnmal in der Leipziger Gottschedstraße befindet sich eine kleine Gedenkinstallation in Erinnerung an die Opfer des rechterroristischen Anschlag in Halle vom 09. Oktober 2019. Diese wird umgestoßen und offenbar mutwillig zerstört. Passant_innen stellen die Bilder wieder an ihren Urspungsort zurück.

Rassistische Beleidigungen in Straßenbahn

19.

Juli
2020
Sonntag

In einer Straßenbahn beleidigt ein Unbekannter aggressiv zwei Jugendliche PoC. Dabei wird er von zwei Frauen zurückgehalten, körperlich auf die Jugendlichen loszugehen.

Hakenkreuz am Synagogen-Denkmal in Gottschedstraße

21.

Dezember
2020
Montag

Unter einer Bronzetafel am Synagogen-Denkmal wird mit grünem Stift ein Hakenkreuz sowie der Satz "World Street Center ist noch da" geschmiert. Vermutlich bezieht sich die anbringende Person dabei auf das World Trade Center, welches bei einem islamistischen Anschlag am 11. September 2001 zerstört wurde. Der Anschlag ist Teil vieler Verschwörungserzählungen, so wird teilweise behauptet, die USA hätten den Anschlag inszeniert ("false flag") um kriegerisch in Afghanistan vorgehen zu können.

Hakenkreuz an TRAM-Haltestelle angebracht

6.

Juli
2020
Montag

An einem Wartehäuschen der LVB am Waldplatz wird ein Hakenkreuz angebracht. Die LVB sichert zu, dieses zeitnah zu entfernen.

Synagogen-Denkmal mit Hakenkreuz beschmiert

8.

Mai
2020
Freitag

An die Wand des Synagogen-Denkmals in der Gottschedstraße wird mit schwarzer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert, das mindestens bis Montag dort zu sehen ist. Laut Mitteilung der Leipziger Polizei liegt der Tatzeitraum in der Nacht von Freitag zu Sonnabend von 16:20 Uhr bis 01:45 Uhr. Am Samstagmorgen entdeckt ein Mitarbeiter des Objektschutzes das Graffiti in einer Größe von etwa 52 cm x 35 Zentimetern. Der Sachschaden beträgt etwa 200 Euro, die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Tateinheit mit gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Gewalttägige Fahrkartenkontrolle bei der LVB

3.

März
2020
Dienstag

An der Haltestelle Waldplatz ereignet sich vormittags eine brutale "Fahrkartenkontrolle".
Drei Kontrolleur_innen der LVB setzen einer migrantisch gelesenen Person nach und reißen diese zu Boden. Der größte und schwerste der Kontrolleure drückt dem nun am Boden liegenden während dieser Feststellung sein Knie in den Rücken und auf den Hals. Der Betroffene äußert, dass er vermutlich auf Grund einer rassistischen Einstellung des Kontrolleurs derart gewaltvoll behandelt wird und bezeichnet diesen als "Rassisten". Der Kontrolleur entgegnet "ja, das ist normal, das ist okay".

Jugendliche hören Neonazi-Musik in Straßenbahn und zeigen Hitlergruß

15.

November
2019
Freitag

Ein Gruppe von zehn Jugendlichen (16-25) fährt gegen 20.30 Uhr mit der Straßenbahnlinie 4 Richtung Gohlis und hört dabei Nazimusik. Mindestens eine Person zeigt dabei auch den Hitlergruß. Die Polizei stellt die Gruppe in der Parkanlage hinter dem Sportplatz Mühlwiesen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingeleitet.

III.Weg-Plakat im Clara-Zetkin-Park

3.

September
2019
Dienstag

Auf einer Bank im Clara-Zetkin-Park wird ein DIN-A4 Text-Plakat angebracht. Es ist mit "(Wasser)Vögel füttern? Leider keine gute Idee!" überschrieben und klärt vermeidlich neutral über die negativen Folgen des Fütterns von Wildvögeln auf. Dabei wird ökologisch und im Sinne des Tierwohls argumentiert. Welchen Hintergrund das Plakat hat wird allerdings erst bei der Schlussparole "Umweltschutz heißt Heimatschutz. Echtes 'grün' geht nur national!" deutlich. Verwiesen wird auch auf die Website der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".

Gewalttätige Kontrolle bei LVB

8.

April
2019
Montag

Als ein Fahrgast bei einer Fahrkartenkontrolle der LVB gegen 15.30 Uhr aufgrund seiner Kopfhörer erst nicht reagiert und dann aufsteht, versperrt ihm ein Kontrolleur den Weg und hält ihn fest. Kurz darauf bringt der andere Kontrolleur den Fahrgast mit unangekündigter Gewalt zu Fall und drückt seine Kehle mit einem Knie auf den Boden und fügt ihm damit erhebliche Schmerzen zu. Mit seinem deutlich schwereren Körper sitzt er auf dem Fahrgast. Das andere Knie fixiert sein Handgelenk. Diese Position verändert er während der lange andauernden Maßnahme nicht.