Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist Realität in Sachsen

Publikation vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.

Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchtete erleben bei der Wohnungssuche und -vergabe in Sachsen rassistische Diskriminierung. Das geht aus dem Abschlussbericht eines Testings hervor, welches das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. (ADB) im November 2016 durchgeführt hat. Hintergrund und Ergebnisse des Testings sowie die Publikation „Rassistische Diskriminierung auf dem sächsischen Wohnungsmarkt – Situationsbeschreibung & Handlungsempfehlungen“ präsentierte das ADB heute der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz.

Roter Stern zu den Vorfällen in Schildau

Pressemitteilung Roter Stern vom 16.10.2017

Stellungnahme des Roten Stern Leipzig ’99 e.V. (RSL) zu den Ereignissen des gestrigen Spieltages rund um das Ligaspiel TSV 1862 Schildau vs Roter Stern Leipzig:

Sächsische Zustände?

In Schildau sollten RSL-Fans und Spieler erst „Nazis raus aus den Stadien“-T-Shirts ausziehen, um nicht zu provozieren – dann kam es zu mehreren Neonazi-Aktionen im Stadion, schließlich griffen Neonazis die abreisenden Sterne an und beschädigten mehrere Fahrzeuge.

Ignorieren, Protestieren, Verbieten - Was hilft gegen demokratiefeindliche Strukturen?

Fachtag Wurzen 27.10.

Veranstaltung vom Toleranten Sachsen
PEGIDA, Neonazis, Reichsbürger – demokratiefeindliche Akteure treten in Sachsen immer wieder in Erscheinung. Ob mit Kundgebungen im öffentlichen Raum, durch gewalttätige Attacken, Hetze im Netz wie auf der Straße oder durch die Nichtanerkennung der Bundesrepublik.

Antisemitische Graffiti auf der Eisenbahnstraße

12.

Oktober
2017
Donnerstag

Auf Eisenbahnstraße werden an einem in Renovierung befindlichen Ladengeschäft mehrere antisemitische Graffiti gesprüht. Über mehrere Schaufenster stehen die Worte „Jude“, „Rolex“, „Schindlers Liste“ und ein angedeuteter Davidstern. Gerade die Anbringung an ein Ladengeschäft erinnern an die Attacken und Boykott-Aufforderungen der Nationalsozialisten. Am 1.

Legida demonstriert vor der Bundestagswahl für die AfD

21.

September
2017
Donnerstag

Am Donnerstag Abend führt das rassistische Legida-Bündnis eine Demonstration durch das Leipziger Zentrum durch. Die 250 bis 300 TeilnehmerInnen des Aufmarschs hatten sich für ihre Route das Leipziger Rathaus, die Polizeizentrale und das Redaktionsgebäude der Leipziger Volkszeitung (LVZ) als zentrale Protestorte für ihre Botschaften auserwählt. Auf der Strecke werden sie jedoch von bis zu 3000 Gegendemonstrant_innen behindert, die den Ablauf der Demonstration zum Teil erheblich verzögern. Dabei geht die Polizei auch mit Gewalt gegen Blockadeversuche vor.

AfD-Aufkleber an Bioladen in Lindenau

21.

September
2017
Donnerstag

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag werden an einem Bioladen in Leipzig-Lindenau zwei AfD-Aufkleber angebracht. Auf diesen ist "Linksterrorismus stoppen - AfD wählen" zu lesen. Ob die Aufkleber nach der am selben Tag stattfindenden Legida-Demonstration angebracht wurden lässt sich nur vermuten.

Erneut zahlreiche rechte Sticker und Plakate in Liebertwolkwitz

25.

September
2017
Montag

Im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz wurde um das Wochenende herum in großem Ausmaß neonazistische Propaganda verklebt. In der Bornaer Straße sowie an der Straße "Zum Wasserturm" klebten am Montag etwa 15 DIN-A5-große Sticker der JN mit der Parole "Nationaler Sozialismus jetzt". In Meusdorf wurden gleichartige Aufkleber auf dem Schwarzenbergweg verklebt. Bereits am Vorabend sind im Bereich Günzstraße sowie Papiermühlstraße jeweils etwa 40 Sticker von verschiedenen neonazistischen Organisationen, Kampagnen und Versandhandeln bemerkt worden.

Parteitag "Der III. Weg" in Leipzig

17.

Juni
2017
Samstag

Die neonazistische Partei "Der III. Weg" veranstaltet in Leipzig einen "Gebietsparteitag". An diesem nehmen laut Auskunft der sächsischen Staatsregierung ca. 40 Personen teil.

Neonazistische Schmierereien vor Berufsschule in Heiterblick

11.

Oktober
2017
Mittwoch

Unbekannte sprühen zwischen dem Nachmittag des 11.10. und Morgen des 12.10. mit weißer Farbe mehrere SS-Runen sowie den Schriftzug "Heil Hitler" an die Wand einer Berufsschule. Letzterer wird mit grüner Farbe ebenfalls auf dem Gehweg vor einem nahe gelegenen Jugendclub gesprüht.

Hakenkreuze und rassistische Graffitis

10.

Oktober
2017
Dienstag

Unbekannte Täter bringen an der Hauswand eines Einkaufsmarktes in Borna ein Hakenkreuz sowie den Spruch: „i hate N*****“ an. Derselbe Spruch wird auch in der Fabrikstraße und an der Bahnüberführung Deutzner Straße gesprüht. Einen Tag später wird derselbe Spruch an einen Einkaufsmarkt gesprüht.

* Das N-Wort schreiben wir an dieser Stelle nicht aus, um die rassistische Botschaft nicht unnötig zu wiederholen.