Erneuter Angriff auf Wohnung von Geflüchteten in Wurzen

14.

Dezember
2017
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag gegen 2 Uhr wird die Wohnung eines Geflüchteten aus Eritrea in der Wurzener Schillerstraße angegriffen. Die Täter werfen drei Pflastersteine durch ein Fenster in die Wohnung und verletzen dadurch einen Freund des Bewohners. Dieser war zu Gast und schlief in dem Zimmer. Er wird von einem der Steine getroffen und am Bein verletzt. Die mutmaßlichen Neonazis kleben zudem Aufkleber mit der Aufschrift „Juden Chemie“ an das demolierte Fenster.

Morgendlicher Hitlergruß mit Bierflasche

16.

November
2017
Donnerstag

Am Donnerstagvormittag hebt ein Mann in der Josephstraße in Lindenau unvermittelt die Hand zum Hitlergruß. Zuvor hat sich der Mann, der bereits um 9 Uhr eine Bierflasche in der Hand hält, interessiert Hausfassaden und Klingelschilder angeschaut. Den Hitlergruß zeigt er im unteren Teil der Josephstraße zwischen Schadow- und Lütznerstraße.

Identitären-Plakate in der Innenstadt

24.

November
2017
Freitag

Die so genannte "Identitäre Bewegung" verklebt am Dittrichring Plakate mit der Aufschrift "Ermordet Verhöhnt Vergessen". Mit dieser Kampagne wollen die "Identitären" auf vermeintlich vergessene Opfer von "Ausländerkriminalität" aufmerksam machen. Sie fordern ein "angemessenes Gedenken für die Opfer der fatalen Multikulti-Ideologie", den "Rücktritt aller politisch Verantwortlichen im Zusammenhang mit der illegalen Grenzöffnung 2015" sowie die "Remigration aller kriminell gewordenen Einwanderer".

Nächtlicher Hitlergruß in der Wurzener Innenstadt

9.

Dezember
2017
Samstag

Zwei Personen sind am Sonnabend kurz vor Mitternacht mit einem Auto in der Wurzener Innenstadt unterwegs. In der Schweizergartenstraße fahren sie an einem Pärchen vorbei. Der offenbar betrunkene Mann streckt während dessen zweimal den Arm zum Hitlergruß.

Zwei Jahre nach dem Naziüberfall auf Connewitz

Podiumsdiskussion 10. Januar 2018

Während am Abend des 11. Januar 2016 in der Leipziger Innenstadt LEGIDA seinen Jahrestag feiert, sammeln sich zeitgleich in Connewitz etwa 250 Neonazis zu einem kurzen aber heftigen Überfall auf den Stadtteil. Bewaffnet mit Messern, Totschlägern und Pyrotechnik zerstören sie zahlreiche Schaufenster und Geschäfte in der Wolfgang-Heinze-Straße. Kurz darauf nimmt die Polizei 215 der mutmaßlichen Täter fest. Mögliche Beweismittel werden kaum gesichert. Es war der größte Neonaziangriff in Leipzig seit den 1990er Jahren und offensichtlich wurde er langfristig vorbereitet.

Mann beleidigt Fahrgäste rassistisch

30.

September
2017
Samstag

Gegen 20:30 Uhr beleidigt ein 27-Jähriger auf dem Weg von Saalfeld nach Leipzig andere Fahrgäste rassistisch und bedroht diese mit einem Messer. Die Betroffenen rufen den Zugbegleiter herbei, der daraufhin durch den 27-Jährigen mit Schlägen angegriffen und leicht verletzt wird.

In Knauthain lässt der Zugbegleiter den Zug stoppen und alarmiert die Bundespolizei. Bis zum Eintreffen der Beamt_innen warf der 27-jährige Tatverdächtige Steine gegen den haltenden Zug und beschädigte diesen dabei.

Wurzen: SPD-Plakate beschädigt

21.

September
2017
Donnerstag

Gegen 23:30 Uhr beobachten Polizist_innen, wie drei Jugendliche auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz versuchen, ein SPD-Wahlplakat mit dem Schriftzug „Volksverräter“ zu überkleben. Als die drei Jugendlichen die Polizist_innen bemerken, fliehen sie und entkommen. Dabei lassen sie jedoch ihre Fahrräder zurück, die die Beamt_innen sicherstellen.

Neukieritzsch: Hakenkreuz-Schmierereien an Pfarrgebäude

5.

Oktober
2017
Donnerstag

Unbekannte beschmieren die Wand des ehemaligen Pfarrgebäudes in der Neukieritzscher Victoriastraße mit zwei Hakenkreuzen (1 x 1 m) in roter Farbe, zudem bringen sie den Schriftzug „Hitler“ an. An drei weiteren Objekten in Lobstädt (ein Ortsteil von Neukieritzsch) sprühen sie rassistische Parolen an Stromverteilerkästen.

Wurzen: Rassistische Anfeindung gegen Spieler des Roten Stern Leipzig

2.

Dezember
2017
Samstag

Während des Spiels zwischen dem ATSV Frischauf Wurzen und dem Roten Stern Leipzig (RSL) kommt es zu rassistischen Rufen gegen einen Spieler des RSL. Als dieser während der 56. Minute den Ball spielt, kommt es durch Wurzen-Fans zu sogenannten Affenrufen. Diese richten sich gegen den RSL-Spieler, aufgrund seiner vermeintlich nicht-deutschen Herkunft.

Neulich in Leipzig: Nazi-Devotionalien auf Flohmarkt verkauft

3.

Dezember
2017
Sonntag

Auf dem regelmäßig in Leipzig stattfindenden Agra-Flohmarkt verkauft ein 46-jähriger Mann an seinem Stand Kerzen, auf denen Hakenkreuze zu erkennen sind. Des Weiteren hat er mehrere Bilder von Adolf Hitler im Angebot. Ein Flohmarktbesucher meldet diese Nazi-Devotionalien der Polizei. Als diese eintrifft, hatte der Verkäufer die Nazi-Symbole größtenteils abgeklebt. Die Polizei ermittelt nun wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.