Antisemitischer Aufkleber in Wurzen angebracht

15.

März
2018
Donnerstag

An einem Fenster in der Karl-Liebknecht Straße in Wurzen wird ein antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "ACAJ - All Chemikers are Jews" angebracht. Aufmerksame Anwohner_innen entfernen den Sticker.
Die Aufkleber richten sich gegen die Anhänger_innen des Leipziger Fußballclubs BSG Chemie Leipzig. In den vergangenen Monaten [https://www.chronikle.org/ereignis/antisemitische-aufkleber-plagwitz wurden immer wieder Aufkleber der selben Art angebracht] angebracht.

Rassistische Thesen im Museum Runde Ecke vorgestellt

17.

März
2018
Samstag

Im Rahmen der Buchmesse findet die Vorstellung des Buchs "10 Thesen für ein weltoffenes Deutschland" im Museum in der Runden Ecke statt. Autor_innen sind die als Bürgerrechtler_innen bekannt gewordenen Gunter Weißgerber, Richard Schröder und Eva Quistorp. Das Buch und auch seine Vorstellung strotzen dabei - entgegen seines Titels - von rassistischen und pauschalisierenden Aussagen.

Neonazistische Schmierereien in Böhlen

15.

März
2018
Donnerstag

Unbekannte beschmieren einen Stromkasten im Böhlener Ortsteil Großdeuben mit einer 88. Der Zahlencode steht für den jeweils achten Buchstaben im Alphabet und somit für "Heil Hitler". Weiterhin wird ein Hakenkreuze sowie ein stilisiertes Haus mit Hakenkreuzen und einer 88 angebracht. Die Schmierereien befinden sich in unmittelbarer Nähe zu bereits im Februar angebrachten Hakenkreuzen.

»Wir für Oschatz« nutzt Erinnerungspolitik zur Hetze gegen Geflüchtete

23.

Februar
2017
Donnerstag

Die rechte Facebook-Seite »Wir für Oschatz« nutzt die Verlegung eines Stolpersteines durch den Bundestagsabgeordneten Marian Wendt (CDU) zur Diffamierung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Es wird konstatiert, dass es kein anderes Land auf der Welt gäbe, welches seine Geschichte so hasse wie die Deutschen. Stattdessen würde sich um "zugereiste" (also Geflüchtete) gekümmert. Diese werden wiederum pauschal mit Terrorismus in Verbindung gebracht.

Neues Forum für Wurzen unterstützt rassistische Thesen

14.

März
2018
Mittwoch

Die vor einem Monat gegründete rechte Bürgerinitiative "Neues Forum Wurzen" veröffentlicht auf Facebook eine "Grundsatzerklärung". Die genannten Thesen sind dabei kein Eigenwerk, sondern wurden von Richard Schröder, Eva Quistorp, Gunter Weißgerber übernommen, welche vor kurzem "10 Thesen für ein weltoffenes Deutschland" formuliert hatten.

Zentrum Automobil zieht in Betriebsrat bei Porsche ein

10.

März
2018
Samstag

Die rechte Gewerkschaft "Zentrum Automobil" wird im Leipziger Porsche-Werk mit sechs Prozent der Stimmen gewählt und erhält damit zwei der 31 Sitze des Betriebsrates. Bundesweit sind ca. 180.000 Sitze in Betriebsräten zu vergeben, wovon "Zentrum Automobil" bisher (Stand 20.04.2018) 21 Sitze an sieben Standorten (Daimler Untertürkheim, Daimler Sindelfingen, Daimler Rastatt, Opel Rüsselsheim, BMW Leipzig, Porsche Leipzig, Stihl Waiblingen) gewinnen kann. Der größten Wahlerfolg wurde dabei im Daimler Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim mit 13% der Stimmen eingefahren.

Neonazistische Plakate in Delitzsch angebracht

26.

November
2017
Sonntag

Unbekannte bringen in Delitzsch Plakate an einer Bushaltestelle an, auf denen dazu aufgerufen wird, "Nazibanden" zu bilden. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung wird im Januar 2018 eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neonazistische Schmierereien in Oschatz

16.

November
2017
Donnerstag

Unbekannte beschmieren einen Fahrstuhl in Oschatz mit einen Hakenkreuz und SS-Runen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird im Januar 2018 eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neonazi-Rufe in Groitzsch

31.

Oktober
2017
Dienstag

Eine oder mehrere Unbekannte rufen in Groitzsch "Heil Hitler" und "NSDAP". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird im Januar 2018 eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Antisemitische Schmierereien in Oschatz

30.

Oktober
2017
Montag

Unbekannte beschmieren die Außenwand der Stadtverwaltung Oschatz mit den Worten "Kauft nicht bei Juden" und einem Davidstern. Der Schriftzug bezieht sich auf den so genannten Judenboykott, ein durch die Nationalsozialisten geprägter Begriff. Am 1. April 1933 standen überall in deutschen Städten uniformierte, teils auch bewaffnete SA-, HJ- und Stahlhelm-Posten vor jüdischen Geschäften, Arztpraxen und Anwaltskanzleien und hinderten etwaige Kunden den ganzen Tag daran, diese zu betreten. Schilder und Plakate forderten: "Deutsche!