chronik.LE | Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in und um Leipzig

Neonazis pöbeln in Südvorstadt

11.

Oktober
2019
Freitag

Zwei ca. 25-jährige Männer schreien gegen 3.00 Uhr auf der Karl-Liebknecht-Straße auf der Höhe Hohe Straße zwei Personen mit "Heil Hitler" an. Sie äußern, dass sie betrunken seien und fragen provozierend, was die anderen beiden eigentlich wollen. Die beiden Angesprochenen laufen weiter, um einem Konflikt zu entgehen.

Autistisches Kind rassistisch angegangen

9.

Oktober
2019
Mittwoch

Ein Person steigt mit einem autistischen Kind in Leipzig-Plagwitz aus der Straßenbahn aus. Als das Kind nach der Plastiktüte einer anderen Person greift, wird die Begleitung des Kindes von der Person mit den Worten "Schaff den hier weg, sehen ja gerade was in Halle passiert" sowie "Scheiß Islamisten" angegangen und beleidigt.

Neonazistische Schmierereien und Aufkleber in Taucha angebracht

10.

Oktober
2019
Donnerstag

Im Stadtgebiet von Taucha werden erneut neonazistische Schmierereien und Sticker angebracht. So werden mit gelber Farbe Hakenkreuze, "NS" (für Nazionalsozialismus") sowie der neonazistische Zahlencode 88 (für "Heil Hitler") in der Portitzer Straße geschmiert. Weiterhin werden verschiedene Sticker der neonazistischen Parteien "Der III. Weg", "Die Rechte" sowie der Jugendorganisation der NPD, den "Jungen Nationalisten" an Bauzäunen, auf Verkehrsschildern und anderen Objekten angebracht.

Zerstörung am Dorf der Jugend in Grimma

22.

September
2019
Sonntag

In der Nacht von Samstag zu Sonntag werden im soziokulturellen Zentrum "Dorf der Jugend" auf dem Gelände der Alten Spitzenfabrik in Grimma verschiedene Gegenstände mutwillig zerstört. Darunter befinden sich selbstgebaute Möbel, verschiedene Ausstattungselemente und ein Sonnenschirm. Weiterhin werden Fensterscheiben eingeschlagen.

Diskriminierung bei Fahrkartenkontrollen der LVB

LVB

Um die Tarif- und Beförderungsbedingungen des MDV durchzusetzen, kontrollieren die Leipziger Servicebetriebe (LSB) im Auftrag der LVB regelmäßig Tickets ihrer Kund_innen. Ungültige Fahrausweise (§8) ziehen dabei ein erhöhtes Beförderungsentgelt (§9) nach sich. Viele der Kontrollen verlaufen dabei ohne besondere Vorkommnisse. In einer nicht unerheblichen Anzahl von Kontrollen kommt es allerdings zu diskriminierendem und gewalttätigem Verhalten seitens der Kontrolleur_innen. Diese Vorfälle waren auch jüngst Anlass zweier Stadtratsanfragen (Vgl. Anfrage vom 26.06.2019 sowie Anfrage vom 04.09.2019).

Hakenkreuz und antisemitische Schmiererei auf Toilette in Leipzig

23.

Februar
2019
Samstag

Unbekannte beschmieren die Tür einer öffentlichen Toilette in Leipzig mit Hakenkreuzen und den Worten "Tod den Juden, Kameltreibern". Um welche öffentliche Toilette es sich handelt, ist nicht ersichtlich.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete beschmiert

6.

Juni
2019
Donnerstag

Unbekannte beschmieren eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Leipzig mit den Worten "Ausländer raus". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

SPD-Plakt in Wurzen beschmiert

3.

Mai
2019
Freitag

Unbekannte beschmieren in Wurzen ein SPD-Plakt mit der Aufschrift "Volksverräter". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wird eingestellt da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Antisemitische Vernichtungsdrohung in Leipzig

21.

Juni
2019
Freitag

Vier Personen rufen in Leipzig öffentlich "Wir schlachten Juden". Wo genau sich der Vorfall ereignet, ist aus den Informationen des Justizministeriums nicht ersichtlich.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neonazistische Symbole in Bad Lausick angebracht

1.

Juni
2019
Samstag

Unbekannte bringen in einem Personentunnel in Bad Lausick Hakenkreuze und Sigrunen an. Die Sigrune entstammt der völkischen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde im Nationalsozialismus in ihrer doppelten Form von der SS verwendet.
Weiterhin ritzen sie Hakenkreuze in eine Holzverkleidung.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.