chronik.LE | Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in und um Leipzig

Neonazistische Propaganda bei Online-Anzeigen

10.

Januar
2020
Freitag

Eine Person stellt mehrere Online-Anzeigen bei der Polizei und verwendet dabei beleidigende und antisemitische Inhalte sowie die Parolen "Sieg Heil" und "Heil Hitler". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wird eingestellt.

Verschwörungsideologische Kreideslogans in der Innenstadt

15.

Mai
2020
Freitag

Rings um den Richard-Wagner-Hain in der Innenstadt werden verschiedene verschwörungsideologische Kreideslogans auf dem Boden angebracht. Diese drehen sich inhaltlich um Corona und die damit einhergehenden Beschränkungen. Der im Einzelhandel und öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragende Mundschutz wird als "Maulkorb" bezeichnet. Immer wieder wird positiv auf die Verschwörungserzählung QAnon und den dazugehörigen Slogan "Where we go one, we go all“ (WWGO1WGA) bezogen. In einem Slogan wird der Nationalsozialismus mit den Corona-Beschränkungen verglichen.

Rechte Schmierereien zu Corona am Völkerschlachtdenkmal

13.

Mai
2020
Mittwoch

Am Fuß des Völkerschlachtdenkmals wird mit Kreide eine längere Nachricht an Passant_innen verfasst. In dieser sprechen die Schreibenden von einer "Bundesrepublik in Abwicklung Deutschland" und teilen damit die Argumentation von Reichsbürger_innen, wonach die Bundesrepublik kein souveräner Staat mit eigener Entscheidungsgewalt sei. Allen "Sklaven ohne Maulkorb" wird geraten sich diesen im "Stasi-Gestapo-Büro" abzuholen.

Neonazistische Schmierereien und Graffiti in Stötteritz

13.

Mai
2020
Mittwoch

An mehreren Stellen in Stötteritz (u.a. Breslauer Straße, Güntzstraße, Holzhäuser Straße, Schönbachstraße, Lichtenbergweg) werden verschiedene neonazistische Sticker und Graffiti angebracht. Darunter findet sich der Zahlencode 88 (für "Heil Hitler"), Sticker der neonazistischen Kaderpartei "Der III. Weg" sowie des Medienprojekts "Junge Revolution". Letztere rufen die Jugend dazu auf sich zu bilden und inszenieren mit der verwendeten Bildsprache eine klar faschistische Ästhetik.

Rechte Schmierereien auf dem Klangberg angebracht

5.

Mai
2020
Dienstag

Am Gedenkort an die Paulinerkirche auf dem Klangberg (Park an der Etzoldschen Sandgrube) wird der Schriftzug "FCK AFA" (Für "Fuck Antifa") angebracht. Der Gedenkort erinnert an die 1968 gesprengte Universitätskirche, deren Trümmer hier verräumt wurden.

Zahlreiche neonazistische Sticker in Brandis verklebt

15.

Mai
2020
Freitag

In Brandis, besonders rings um die Oberschule und das Gymnasium, werden zahlreiche neonazistische Sticker verklebt. Darunter befinden sich mehrere Motive der neonazistischen Bekleidungsmarke Ansgar Aryan, der neonazistischen Kaderpartei "Der III. Weg" sowie verschiedene Motive von "Patrioten Propaganda". Ein Sticker der letzteren Website will eine "Neue Weltordnung" bekämpfen. Dabei handelt es sich um eine antisemitische Verschwörungsideologie, welche unterstellt, dass im verborgenen handelnde Eliten und Geheimgesellschaften eine autoritäre und supranationale Regierung errichten wollen.

Hakenkreuz an Haltestelle Moritzhof angebracht

11.

Mai
2020
Montag

An einem Oberleitungsmast an der Haltestelle Moritzhof in Leipzig-Lößnig ist ein Hakenkreuz angebracht. Es ist mit pinker Farbe sowie spiegelverkehrt aufgetragen.

Rassistisches und sexistisches Graffiti in der Hildegardstraße

10.

Mai
2020
Sonntag

An einer Hauswand in der Hildgardstraße im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf wird das Graffiti "Mein Fotze ist halal denn ich blute jeden Monat aus" angebracht. Damit wird auf eine im Islam verbreitete Schlachtmethode Bezug genommen. Den Schreibenden geht es dabei mutmaßlich um eine Abwertung dieser Methode sowie weiterhin um eine Abwertung des Islam.

"Nazikiez"-Graffiti in Mockrehna

10.

Mai
2020
Sonntag

Am verlassenen Bahngebäude in Mockrehna werden die Schriftzüge "Nazikiez" und "Sektion Mockrehna" mit blauer Farbe angebracht. Es ist nicht bekannt wie lange sich die Graffiti schon an dieser Stelle befinden.

Linke-Büro in Wurzen mit Hakenkreuz beschmiert

9.

Mai
2020
Samstag

Das Büro der Partei Die Linke in der Wurzener Friedrich-Engels-Straße wird in der Nacht zum 9. Mai mit einem etwa ein Meter großen Hakenkreuz und einer "88" (Zahlencode für "Heil Hitler") beschmiert. Nach Einschätzung des Kreisvorsitzenden der Partei, des Wurzeners Jens Kretzschmar, dient die Botschaft auf der heruntergelassenen Jalousie offensichtlich „dem Zweck, Angst zu verbreiten“. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole sowie wegen Sachbeschädigung.