Abwertung von Hartz-IV-Empfänger_innen

Ereignisse nach Themen

Neulich in Leipzig: Diffamierung von Hartz-IV-Bezieher_innen am Amtsgericht

3.

Juli
2018
Dienstag

Während des Gerichtsprozesses von Bewohner_innen eines Hauses in der Thierbacher Straße (Leipzig-Connewitz) gegen den Hauseigentümer äußert sich dessen Anwalt gegenüber Besucher_innen der Verhandlung in herabwürdigender Weise. So tituliert er Anwesende als "Kasper" und fragt in den Sitzungssaal, dabei aber zur Publikumsreihe gewandt, die er als Hartz-IV-Bezieher_innen bezeichnet, "was sie denn um diese Uhrzeit hier schon wollen“ können.

Verstoß gegen Pressekodex: LVZ verknüpft Erwerbslosigkeit mit einer Sexualstraftat

9.

Dezember
2014
Dienstag

Laut der Richtlinie 12.1 des Pressekodex des Presserates, der eine diskriminierungsfreie Berichterstattung bei Straftaten einfordert, darf "niemand (...) wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden." Gemäß der Vorgabe darf "in der Berichterstattung über Straftaten [nur dann] die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten (...) erwä

Neulich in Leipzig: "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" klauen ständig Fahrräder

15.

Oktober
2009
Donnerstag

Bei einer Wohnungsbesichtigung verwies der Makler auf den großzügigen Hausflur. Er mahnte die Interessent_innen, die Fahrräder dort abzustellen, da diese draußen oft geklaut würden. Die Erklärung dafür lieferte der Makler ungefragt gleich mit: Im Viertel würden viele "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" wohnen.