Antisemitismus | chronik.LE

Antisemitismus

Ereignisse nach Themen

Neonazis bedrohen in Leipziger Straßenbahn

14.

Juni
2019
Freitag

Am Leipziger Hauptbahnhof steigen zwei alkoholisierte muskulöse Männer in die TRAM-Linie 3 Richtung Taucha. Sie unterhalten sich über Fußballfans eines anderen Vereins welche "auch nur Juden" seien. Kurz darauf stimmen sie das sogenannte "U-Bahn-Lied" an und besingen darin eine von Probstheida nach Auschwitz zu errichtende U-Bahn-Linie . Mittels dieser U-Bahn sollen gegnerische Fußballfans und unliebsame Personen aus Probstheida (Standort des Lok-Stadions) in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz geschickt und dort vernichtet werden.

Antisemitische Schmiererei im Amtsgericht

13.

Juni
2019
Donnerstag

Auf der öffentlichen Herrentoilette des Amtsgerichts Leipzig ist der Schriftzug "JDN BSG" angebracht. Das Kürzel steht dabei für "Juden BSG" und dient somit als antisemitische Abwertung und Beleidigung gegenüber Anhänger_innen des Fußballvereins BSG Chemie Leipzig. In der Vergangenheit wurden in und um Leipzig mehrfach solche Slogans durch Aufkleber und Graffiti angebracht.

Stolperstein in Geithain mit Beton überschüttet

13.

Mai
2019
Montag

Am 12. Mai werden auf Initiative von Schüler_innen aus Geithain und Bad Lausick sowie dem Erich-Zeigner-Haus drei Stolpersteine in Geithain und einer in Bad Lausick verlegt. Die Steine zeigen kleine Messingplatten mit eingravierten Lebensdaten der Personen und werden vor den letzten selbstgewählten Wohnorten von im Nationalsozialismus z.B. umgebrachten und deportierten Menschen angebracht. In Geithain wird mit diesen Steinen an das Schicksal von Georg Förster (Chemnitzer Straße 13), Walter Paul Rudolph (Bruchheimer Straße 14) und Max Arthur Franz (Rosenthal 3) erinnert.

Antisemitischer Text in Bornaer Stadtjournal veröffentlicht

30.

April
2019
Dienstag

Im Bornaer Stadtjournal veröffentlicht der freie Mitarbeiter Gert Bundesmann einen Text unter dem Titel "Straßennamen in Borna (Teil 64.3). Kantstraße - Zwischen Nationalsozialismus und Aufklärung". Jenseits der Überschrift beschäftigt sich der Text allerdings nicht wie angekündigt mit Straßennamen, sondern mit dem Judentum und Jüdinnen_Juden.

Neonazistische Schmierereien in Brandis angebracht

10.

Januar
2019
Donnerstag

Unbekannte beschmieren in Brandis in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag eine Mauer mit Hakenkreuz, Doppelsigrune und einem durchgestrichenen Davidstern. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Antisemitische Rufe nach Fußballspiel in Wurzen

30.

April
2019
Dienstag

Beim Spiel zwischen ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen und BSG Chemie Leipzig in Wurzen besuchen mehrere Neonazis das Spiel auf der Seite der Wurzener Fans. Dabei kommen und gehen sie geschlossen zum/vom Spiel und rufen u.a. die antisemitische Parole "Juden Chemie". Damit soll der gegnerische Verein BSG Chemie Leipzig als jüdisch diskreditiert werden. Solche Schmähungen gegen den Verein gab es in der Vergangenheit bereits öfter, so u.a. auf Stickern (Vgl.

Erneut neonazistische Schmierereien in Taucha angebracht

17.

April
2019
Mittwoch

Im Stadtgebiet von Taucha werden im Zeitraum von Mittwoch, den 17. April, bis Samstag, den 20. April, in mehreren Straßen großflächig rechte Schmierereien und Aufkleber angebracht. Besonders betroffen sind die Portitzerstraße, Lindnerstraße, Bahnhofstraße, Gneisenaustraße, Heinrich-Heine-Straße, Paul-Heinze-Straße, Graßdorferstraße sowie die Straßenbahnendhaltestelle "An der Bürgerruhe". Angebracht werden in roter Farbe Schriftzüge wie "NS Jetzt", "NAZI ZONE" und "100% Nazi Kiez". An anderen Stellen befinden sich SS-Runen und Hakenkreuze.

Bedrohung gegenüber chronik.LE

11.

Januar
2019
Freitag

Erneut bekommt die Dokumentationplattform chronik.LE über das Ereignis melden-Formular Bedrohungen zugeschickt. Ähnliche Nachrichten gab es bereits am 16.08.2018, am 02.01.2019 sowie am 06.01.2019.

Antisemitische und rassistische Nachricht an Johanniter-Mitarbeiterin

6.

Januar
2019
Sonntag

Über das Kontaktformular der Johanniter Leipzig wird von einem User, welcher sich den Namen "JudenWatch dddddd" gegeben hat, eine Nachricht an eine in der Flüchtlingshilfe tätige Mitarbeiterin gesendet. Dieser wird aufgrund ihres vermeintlich jüdischen Namens ein enormes Sendungsbewusstsein unterstellt. Der User hofft, dass sie Kinder habe, welche von Geflüchteten "fachgerecht weggemessert" werden können. Die Nachricht schließt mit "Kein Mensch braucht dich und eure jüdische Migrationsscheisse".

Antisemitische Beleidigung und Bedrohung gegenüber chronik.LE

2.

Januar
2019
Mittwoch

Über die Ereignis melden-Funktion wird ein Beitrag vom User "Wir schlachten euch, wir wissen wo ihr wohnt" an die Dokumentationsplattform chronik.LE gesendet. Der Schreiber fragt lediglich, ob die Betreiber der Plattform "hässliche Juden" seien, "die nur gegen Deutsche hetzen".