Antisemitismus

Ereignisse nach Themen

Angriff auf linken Jugendlichen bei Geburtstagsfeier in Trebsen

24.

Juli
2021
Samstag

Bei einer Geburtstagsfeier in der Kleingartenanlage "Erholung" in Trebsen wird ein 16-Jähriger von zehn Jugendlichen, die der rechten Szene angehören, zusammengeschlagen. Er zieht sich dabei unter anderem Schwellungen im Gesicht und geprellte Rippen zu. Vor den Schlägen beschimpfen ihn die Angreifer, die ebenfalls bei der Feier zu Gast sind, als „Drecks-Juden“ und zwingen ihn, sein T-Shirt mit dem Slogan "Rassismus tötet" auszuziehen. Dieses wird zerrissen und verbrannt.

Drohmail an chronik.LE

1.

Juli
2021
Donnerstag

Erneut bekommt die Dokumentationsplattform chronik.LE eine Drohmail. Der_die Absender_in bezieht sich auf einen wenige Tage zurückliegenden Vorfall im Palmengarten und beleidigt die mutmaßlichen Täter, die sexualisierte Übergriffe begangen hatten, rassistisch. Weiterhin wird ausgeführt, dass man von den "Scheißjuden" von chronik.LE nicht mehr erwarten könne. Irgendwann werde sich das Blatt wenden und alle Personen der Dokumentationsplattform ermordet.

Antisemitische Aufkleber im Leipziger Westen angebracht

5.

Juli
2021
Montag

Rings um die Kreuzung Antonien-/Gießerstraße werden zahlreiche Sticker mit dem Spruch "All we have to do is stand up together and their little game is over" (deutsch: Alles was wir tun müssen ist zusammen aufzustehen und ihr kleines Spiel ist vorbei). Was mit Spiel gemeint ist, wird mit Blick auf das Bild deutlich: Auf diesem sitzen sechs alte Männer um einen Monopoly-Tisch und spielen offenbar um größere Geldbeträge. Das Spielbrett steht dabei nicht auf einem Tisch, sondern wird von nackten Menschen in gebückter Haltung auf dem Rücken getragen.

Antisemitische Aufkleber in Stötteritz geklebt

9.

Juli
2021
Freitag

Am Weißeplatz in Stötteritz werden antizionistischen Aufkleber der Jungen Nationalisten (JN), Jugendorganisation der NPD, verklebt. Darauf steht: "Israel mordet und die Welt schaut zu". Versehen sind die Aufkleber mit einem großen Davidstern und roten Flecken die Blut darstellen sollen.

Die einseitige Schuldzuweisung und Gleichsetzung militärischer Gegenwehr gegen Terroristen des Staats Israel mit Mord dient zur Dämonisierung Israels und ist meist antisemitisch begründet.

Nächtliche randalierende Neonazis

24.

Juni
2021
Donnerstag

Zwischen 04:30 und 05.30 Uhr randalieren Neonazis an der Verlängerung vom Lene-Voigt-Park (Eingang Mierendorfstraße). Sie hören laut aggressive Musik, grölen herum und rufen neonazistische Parolen wie "Auschwitz" und vermutlich "Deutschland den Deutschen". Weiterhin werfen sie Gegenstände - vermutlich Flaschen und Verkersschilder - umher.

Antisemitischer Lok-Sticker verklebt

19.

Juni
2021
Samstag

In Probstheida wird ein Sticker aus dem Fan-Umfeld des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig verklebt, auf dem die Fans des Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig als Juden diffamiert werden. Der Begriff "Jude" wird in diesem Zusammenhang bewusst als Abwertung verwendet.

Antisemitischer Slogan in Kellertür geritzt

16.

Juni
2021
Mittwoch

In einem Wohnhaus in der Raimundstraße befindet sich seit längerer Zeit ein eingeritzter Davidstern mit dem Schriftzug "TOT" auf einer Kellertür. Die zuständige Hausverwaltung reagiert nicht auf die wiederholte Bitte, den Schriftzug zu entfernen.

Plakate mit Israel-Fahnen in Connewitz übersprüht

1.

Juni
2021
Dienstag

In Connewitz werden an vielen Stellen im Stadtteil Plakate mit der Flagge Israels sowie dem Slogan "Solidarität mit Israel" verklebt. Einigen scheint dies offensichtlich nicht zu passen, da ein Großteil der Plakate übersprüht oder abgerissen wird. Der Davidstern wird zum Teil durch ein Anarchie-A ersetzt. Bei einigen Plakaten wird der Davidstern durchgestrichen. Weiterhin finden sich vereinzelt Sticker mit den Slogan "Fuck you Israel".

Nächtliche rassistische und neonazistische Parolen in Lindenau

30.

Mai
2021
Sonntag

In der Nacht von Samstag zu Sonntag zwischen 01:00 und 02:00 Uhr zerstören zwei Männer auf dem Spielplatz in der Queckstraße zuerst mehrere Glasflaschen. Danach rufen sie mehrfach "Sieg Heil", beziehen sich lautstark positiv auf Adolf Hitler und Hermann Göring und äußern sich antisemitisch und rassistisch.

Antisemtische Täter-Opfer-Umkehr von Maskenverweigerern

29.

Mai
2021
Samstag

Zwei Frauen warten an einer Ampel am Felsenkeller als sich ein Mann ohne Maske nähert. Eine der beiden bittet ihn Abstand zu halten. Daraufhin schreit der Ansgesprochene herum und wir agressiv. Nach dem Überqueren der Kreuzung setzt die eine Frau eine Maske auf. Der Mann nähert sich erneut und schreit sie an. Er führt aus, dass jetzt eine Zweiklassengesellschaft herrsche und er jetzt der neue Jude sei. Dies wiederholt er einige male. Die beiden Frauen entfernen sich daraufhin.