Antisemitismus | chronik.LE

Antisemitismus

Ereignisse nach Themen

Rechte grölen Parolen in Wurzener Straße

2.

September
2019
Montag

Eine Gruppe von vier Rechten läuft in der Nacht von Montag auf Dienstag Parolen grölend die Wurzener Straße entlang. Eine der gerufenen Parolen lautet dabei "Nie wieder Israel" und spricht damit dem jüdischen Staat seine Existenz ab. Weiterhin reißen die Rechten linke Plakate von Hauswänden und randalieren an einer Baustelle.

Betrunkene Fußballfans stimmen U-Bahnlied an

27.

April
2019
Samstag

Am Samstag gegen 18.30 Uhr stimmen zehn betrunkene Fußballfans in der Straßenbahnlinie 3 das sogenannte U-Bahnlied an.
Im Lied geht es um eine Bahnlinie von einem Ort bis ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Insbesondere im Fußball wird das Lied häufig gegen gegnerische Fans gesungen, denen man ebenfalls die Vernichtung wünscht. Mit dem U-Bahn-Lied wird eindeutig ein positiver Bezug auf den Nationalsozialismus vollzogen. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus.

Neonazistische Schmierereien an der Universität Leipzig

5.

Juli
2019
Freitag

Im Seminargebäude am Campus befindet sich ein gemaltes Hakenkreuz an der Tür des Männerklos. Zudem wurde aus einem Schriftzug, der sich gegen Nazis ausspricht, mit einem Gewaltaufruf gegen Juden übermalt. So ist dort nun "JDN BXN" zu lesen. Dem Schriftzug "Refugees Welcome" wird ein "Fuck" vorangestellt.

Neonazis bedrohen in Leipziger Straßenbahn

14.

Juni
2019
Freitag

Am Leipziger Hauptbahnhof steigen zwei alkoholisierte muskulöse Männer in die TRAM-Linie 3 Richtung Taucha. Sie unterhalten sich über Fußballfans eines anderen Vereins welche "auch nur Juden" seien. Kurz darauf stimmen sie das sogenannte "U-Bahn-Lied" an und besingen darin eine von Probstheida nach Auschwitz zu errichtende U-Bahn-Linie . Mittels dieser U-Bahn sollen gegnerische Fußballfans und unliebsame Personen aus Probstheida (Standort des Lok-Stadions) in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz geschickt und dort vernichtet werden.

Antisemitische Schmiererei im Amtsgericht

13.

Juni
2019
Donnerstag

Auf der öffentlichen Herrentoilette des Amtsgerichts Leipzig ist der Schriftzug "JDN BSG" angebracht. Das Kürzel steht dabei für "Juden BSG" und dient somit als antisemitische Abwertung und Beleidigung gegenüber Anhänger_innen des Fußballvereins BSG Chemie Leipzig. In der Vergangenheit wurden in und um Leipzig mehrfach solche Slogans durch Aufkleber und Graffiti angebracht.

Stolperstein in Geithain mit Beton überschüttet

13.

Mai
2019
Montag

Am 12. Mai werden auf Initiative von Schüler_innen aus Geithain und Bad Lausick sowie dem Erich-Zeigner-Haus drei Stolpersteine in Geithain und einer in Bad Lausick verlegt. Die Steine zeigen kleine Messingplatten mit eingravierten Lebensdaten der Personen und werden vor den letzten selbstgewählten Wohnorten von im Nationalsozialismus z.B. umgebrachten und deportierten Menschen angebracht. In Geithain wird mit diesen Steinen an das Schicksal von Georg Förster (Chemnitzer Straße 13), Walter Paul Rudolph (Bruchheimer Straße 14) und Max Arthur Franz (Rosenthal 3) erinnert.

Antisemitischer "Leserbrief" an Kreuzer

19.

März
2019
Dienstag

Der Kreuzer berichtet auf seiner Online-Präsenz unter dem Titel "Kleine Details. Antisemitismus-Skandal im ostdeutschen Fußball: Spuren zu Fanszene Lok und Connewitz-Angreifern" über eine antisemitische Fotomontage welche vom Torwart von Askania Bernburg kurz nach einem Spiel gegen BSG Chemie Leipzig geteilt wurde.
Als Kommentar unter diesem Artikel wird die Kreuzer-Redaktion als SED-Stasi-Redaktion diffamiert, die dem Judentum huldige würde.

Antisemitischer Text in Bornaer Stadtjournal veröffentlicht

30.

April
2019
Dienstag

Im Bornaer Stadtjournal veröffentlicht der freie Mitarbeiter Gert Bundesmann einen Text unter dem Titel "Straßennamen in Borna (Teil 64.3). Kantstraße - Zwischen Nationalsozialismus und Aufklärung". Jenseits der Überschrift beschäftigt sich der Text allerdings nicht wie angekündigt mit Straßennamen, sondern mit dem Judentum und Jüdinnen_Juden.

Neonazistische Schmierereien in Brandis angebracht

10.

Januar
2019
Donnerstag

Unbekannte beschmieren in Brandis in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag eine Mauer mit Hakenkreuz, Doppelsigrune und einem durchgestrichenen Davidstern. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Antisemitische Rufe nach Fußballspiel in Wurzen

30.

April
2019
Dienstag

Beim Spiel zwischen ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen und BSG Chemie Leipzig in Wurzen besuchen mehrere Neonazis das Spiel auf der Seite der Wurzener Fans. Dabei kommen und gehen sie geschlossen zum/vom Spiel und rufen u.a. die antisemitische Parole "Juden Chemie". Damit soll der gegnerische Verein BSG Chemie Leipzig als jüdisch diskreditiert werden. Solche Schmähungen gegen den Verein gab es in der Vergangenheit bereits öfter, so u.a. auf Stickern (Vgl.