Asyl | chronik.LE

Asyl

Ereignisse nach Themen

Proteste verhindern NPD-Wahlkampfkundgebung in der Leipziger Innenstadt

17.

September
2013
Dienstag

Durch starke Proteste mit rund 500 Leuten wurde am Dienstag Nachmittag eine Wahlkampfveranstaltung der NPD im Rahmen ihrer "Deutschland-Tour" erfolgreich gestört. Infolge der "Platzbesetzung" musste die NPD ihren ursprünglich Kundgebungsort, den Augustusplatz, aufgeben. Vom Leipziger Ordnungsamt wurde gegen 18 Uhr der Ostplatz als Alternative angeboten und von der NPD als solche angenommen. Mit etwa zehn Teilnehmenden gab die NPD aber auch hier angesichts der zahlreichen und lautstarken Gegendemonstrant_innen ein eher klägliches Bild ab.

Rassistische Bürgermobilisierung in Rackwitz

14.

September
2013
Samstag

Mitte August wurde bekannt, dass in der nordsächsischen Kleinstadt Rackwitz die Einrichtung eines Heims für AsylbewerberInnen geplant wird. In diesem Zuge formierte sich in Rackwitz massiver rassistischer Widerstand gegen das geplante Heim. Eine neu gegründete „Bürgerinitiative Rackwitz“ rief mit einem Flugblatt dazu auf, die öffentliche Gemeinderatssitzung am 29. August zu besuchen und "die Frage zu klären warum der Bürgermeister Manfred Freigang die Einwohner der Gemeinde nicht darüber informiert hat, dass in Rackwitz ein Asylbewerberheim eröffnet werden soll".

Nazi-Flugblatt in Schönefeld

31.

Oktober
2012
Mittwoch

Am Mittwoch wurde in Schönefeld ein Flyer der Gruppe "Heimattreues Leipzig" verteilt. Inhaltlich richtet sich der Flyer in rassistischer Manier gegen ein geplantes Heim für Asylsuchende.

Auf gute Nachbarschaft - Zur dezentralen Unterbringung von AsylbewerberInnen

Rassismus

In Leipzig stoßen Pläne zur dezentralen Unterbringung von AsylbewerberInnen auf heftige Proteste – aber auch auf viel Zustimmung

Von Sarah Lempp. (Zuerst veröffentlicht in der Zeitschrift Analyse und Kritik, Ausgabe Nr. 574 | 17. August 2012)

»Wir sind das Volk!«, skandiert die Menschenmenge vor dem »Kulturhaus Völkerfreundschaft« in Leipzig-Grünau und rüttelt an den Türen, um Einlass in den überfüllten Saal zu fordern. Dort stellt Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) an jenem Abend des 11. Juni 2012 das städtische Konzept vor, demzufolge in Grünau ein weiteres Asylbewerberheim eröffnet werden soll. Rund 500 AnwohnerInnen sind gekommen, die Stimmung ist aufgeheizt. Auch 20 Jahre nach den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen scheint sich wenig geändert zu haben an den Ressentiments, die sich in der Mitte der Gesellschaft gegenüber Asylsuchenden finden.

LVZ klagt über "Asylantenflut" in Nordsachsen und Leipzig - Neonazis schließen sich an

14.

Juli
2010
Mittwoch

Mitte Juli berichtete die Leipziger Volkszeitung (LVZ) in ihren Lokalausgaben mehrfach in abwertender Weise über Asylbewerber_innen im Leipziger Umland. Ausgangspunkt der Berichterstattung ist eine durch den Beigeordneten des Landkreis Leipzig Klaus-Jürgen Linke in die Öffentlichkeit getragene Statistik, derzufolge der Landkreis im Vergleich zum Rest Sachsens durch überproportional viele Asylbewerber_innen ungerechtfertigte finanzielle Lasten zu tragen hätte.