Beleidigung | chronik.LE

Beleidigung

Ereignisse nach Themen

Rassistischer Angriff und institutioneller Rassismus

19.

Oktober
2020
Montag

Eine Frau aus Afghanistan ist mit ihrer Mutter und Tochter in der Einkaufspromenade am Hauptbahnhof unterwegs und wird von einem unbekannten Paar rassistisch beleidigt. Das Paar versucht kurze Zeit später, die Frau zu schlagen, weswegen die Betroffene die Polizei verständigt. Nach ihrem Eintreffen unterhalten sich die Beamt_innen nur mit dem aggressiven Paar und erteilen der Betroffenen einen Platzverweis. Als die Betroffene am nächsten Tag auf das zuständige Polizeirevier geht, wird sie von der Bundespolizei abgewiesen.

Neonazistische Pöbeleien in Borsdorf

4.

Dezember
2020
Freitag

Anlässlich einer vermuteten Neonazidemonstration in Wurzen organisieren Antifaschist_innen eine gemeinsame Anreise zu einer Kundgebung in Wurzen mit dem Zug. Am Borsdorfer Bahnhof werden die Anreisenden von einer Gruppe Neonazis mit den Worten "Ihr gehört nach Auschwitz!" bepöbelt und bedroht.

Rassistische Beleidigung im Leipziger Osten

1.

Dezember
2020
Dienstag

Eine Person of Color überquert an der Ecke Hermann-Liebmann-Straße/Eisenbahnstraße die Kreuzung. Ein Radfahrer muss deswegen leicht abbremsen. Als er an der Person vorbeifährt, pöbelt er sie deshalb mit den Worten "Verzieht euch alle von hier, ihr Dreckschweine" an.

Neonazi pöbelt und bedroht am Bernhardiplatz

30.

November
2020
Montag

Im Parkstück des Bernhardiplatzes wird eine Person beleidigt und bedroht. Während sie vormittags über den Paltz läuft, wird sie von weitem von einem vermummten Neonazi angepöbelt. Dieser diffamiert sie unter anderem als Zecke und droht mit sexualisierter Gewalt. Als die Person ihm entgegnet, was er mit seinem Auftreten und Gebaren bezwecke, nähert er sich bedrohlich. Die angegriffene Person kann sich nur durch schnelles Davonrennen aus der Situation bringen.

Rassistische Anfeindungen in Grimma

16.

November
2020
Montag

Drei Geflüchtete unterhalten sich auf dem Bahnhofsvorplatz in Grimma in ihrer Muttersprache als ein ca. 40-jähriger Mann in Armeekleidung kommt und anfängt sie zu beleidigen. Dabei fallen Parolen wie "Wir sind hier in Deutschland", "Deutschland ist für die Deutschen" und "In Deutschland wird Deutsch gesprochen". Als die angesprochenen auf Deutsch antworten reagiert er aggressiv. Die Begegnung reiht sich in alltägliche rassistische Erfahrungen der Betroffenen ein.

Rassistische Anfeindung in Torgau

7.

April
2020
Dienstag

Ein Erwachsener äußert sich in Torgau rassistisch gegenüber einer anderen Person. Dafür wird er wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen verurteilt.

Rassistische Bedrohung in Markranstädt

30.

April
2020
Donnerstag

Ein Erwachsener beschimpft eine Person in Markranstädt rassistisch. Für den Fall verbaler Gegenwehr droht er mit körperlicher Gewalt. Dafür wird er wegen Tatmehrheit mit Nötigung zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen verurteilt.

Neonazistische Pöbelei in Geithain

26.

September
2020
Samstag

Ein Ehepaar wird in Geithain auf dem Nachhauseweg von drei Männern bepöbelt. Diese nutzen unter anderem "Heil Hitler" und "Sieg Heil" als einschüchternde Ausrufe. Danach entfernen sie sich in eine nahe gelegene Gaststätte. Die hinzugerufene Polizei stellt dort vier junge Männer fest.

Bürgermeisterwahlkampf in Brandis

26.

September
2020
Samstag

In Brandis macht der örtliche Bürgermeister (SPD) Arno Jesse vor eine örtlichen Supermarkt Wahlkampf für die anstehende Bürgermeisterwahl. Ein ehemaliger NPD-Kader taucht auf und verteilt Flyer des AfD-Kandidaten. Außerdem bepöbelt und beleidigt er Personen.

Rassistische Anfeindungen in Lindenau

27.

August
2020
Donnerstag

Ein Mann, der auf dem Fahrrad eine Straßenkreuzung in Lindenau passiert, beleidigt eine Frau, die Kopftuch trägt, rassistisch. Ein Person interveniert und stellt den Mann zur Rede. Dieser beleidigt dann auch die Person als "Zecke" und ruft "Lieber tot als rot!". Die Person spricht mit der vorher beleidigten Frau und erkundigt sich nach ihrem Befinden und dem ihrer zwei Kinder. Andere anwesende Personen reagieren nicht auf die verbalen Angriffe des Mannes.