Diskriminierung | chronik.LE

Diskriminierung

Ereignisse nach Themen

Neonazistische Parolen und Angriff auf Fockeberg

25.

September
2020
Freitag

Auf dem Fockeberg hält sich eine große Gruppe Jugendlicher auf. Aus der Gruppe werden verschiedenste rassistische, sexistische und antisemitische Äußerungen gerufen. Als eine kleinere Gruppe sie daraufhin anspricht und dies problematisiert reagieren viele der Jugendlichen mit Drohungen und Pöbeleien.
Daraufhin entschließt sich die kleinere Gruppe zu gehen. Dabei werden sie von ca 15 Personen mit Flaschen und weiteren Gegenständen beworfen.

Rechte Parolen in Volkmarsdorf

25.

September
2020
Freitag

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag ruft eine Person gegen 2 Uhr auf der Benningsenstraße mindestens 5-6 mal lautstark die neonazistische Parole "Deutschland den Deutschen - Ausländer raus". Daraufhin wird die Person von einem_r Anwohner_in freundlich aufgefordert "die Fresse zu halten". Etwas später ruft die Person aus größerer Entfernung nochmals die Parole.

Radiomoderator verumglipmft Geflüchtete

16.

September
2020
Mittwoch

Der Moderator von Radio Leipzig, André Hardt, verunglimpft in einer Radiosendung Geflüchtete auf Moria. Er vergleicht diese mit einem Fremden, der bei einer hilfsbereiten Familie im Gästezimmer wohnen könne und dann aber auch das Schlaf- und Wohnzimmer fordere. Als die Gastfamilie ihm dies nicht zugesteht, zündet er - der Erzählung folgend - das Zimmer einfach an. Die Analogie, die der Moderator zieht, geht davon aus, dass Geflüchtete das Camp in Moria selbst angezündet hätten und überträgt das auf alle Geflüchteten vor Ort.

Rechte Parolen in Colditz

21.

Mai
2020
Donnerstag

Unbekannte rufen in Colditz die Parolen "Sieg Heil" und "Ausländer raus". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Steinwürfe auf linke Kneipe in Plagwitz

15.

September
2020
Dienstag

Bei der linken Bar Doktor Bersi auf der Zschocherschen Straße in Plagwitz wird in der Nacht zu Dienstag das Schaufenster mit mehreren Steinen eingeworfen. Anlass ist vermutlich ein Schild hinter dem Schaufenster, das sich für die Solidarität mit Geflüchteten ausspricht. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf
4.000 bis 5.000€.

Hakenkreuztattoo vor Jüdin zur Schau gestellt

6.

August
2020
Donnerstag

Eine jüdische Leipzigerin steigt mit ihrer Tochter am Lindenauer Markt in die Straßenbahn. Als sie sich setzen bemerken sie sich gegenüber einen tätowierten Mann, welcher sein in ein Eisernes Kreuz eingefasstes Hakenkreuz offen zur Schau stellt. Die Frau erstattet daraufhin Anzeige.

Sexueller Übergriff an der Neuen Linie

30.

August
2020
Sonntag

In Connewitz auf dem Waldweg Neue Linie greift ein Mann eine 39-jährige Frau sexuell an. Er packt sie und schiebt sie in ein Gebüsch. Dabei fällt sie zu Boden. Die Frau wehrt sich gegen den Übergriff und schreit laut. Darauf werden Passant_innen aufmerksam, die der Frau zur Hilfe kommen. Der Mann flüchtet, während er von zwei Personen verfolgt wird. Auf seiner Flucht belästigt er eine weitere Frau und bedrängt sie. Polizeibeamte_innen stellen den Mann schließlich im Keller eines Hauses, zu dem er sich unter Vorwand Zutritt verschafft hatte.

Rassistische Anfeindungen in Lindenau

27.

August
2020
Donnerstag

Ein Mann, der auf dem Fahrrad eine Straßenkreuzung in Lindenau passiert, beleidigt eine Frau, die Kopftuch trägt, rassistisch. Ein Person interveniert und stellt den Mann zur Rede. Dieser beleidigt dann auch die Person als "Zecke" und ruft "Lieber tot als rot!". Die Person spricht mit der vorher beleidigten Frau und erkundigt sich nach ihrem Befinden und dem ihrer zwei Kinder. Andere anwesende Personen reagieren nicht auf die verbalen Angriffe des Mannes.

"Juden BSG"-Graffiti in Mockau

8.

August
2020
Samstag

An der Friedrichshafener Straße im Leipziger Stadtteil Mockau ist ein "Juden BSG"-Graffiti zu sehen. BSG steht dabei für den Leipziger Fußballverein BSG Chemie Leipzig. Das Wort "Jude" wird in Teilen der Leipziger Fanszene als Schimpfwort gebraucht. Gegnerische Spieler_innen und Fans sollen sich, gemäß verbreiteter antijüdischer Vorurteile, als Schädlinge, minderwertig und nicht lebenswert abgewertet fühlen. Damit werden also nicht nur vermeintliche Gegner_innen beleidigt, sondern antijüdische Vorurteile wiederholt und Jüd_innen somit massiv abgewertet.

Rassismus und neonazistische Parolen im Zug

23.

August
2020
Sonntag

Zwei stark alkoholisierte Personen (49 männlich, 30 weiblich) skandieren im Zug von Dresden nach Leipzig rechte Parolen und zeigen den Hitlergruß. Weiterhin fordern sie eine "asiatisch aussehende Reisende" zum Aussteigen auf. Die Bundespolizei empfängt die beiden am Hauptbahnhof Leipzig und leitet Ermittlungen gegen sie ein.