Diskriminierung von Erwerbslosen

Ereignisse nach Themen

Verstoß gegen Pressekodex: LVZ verknüpft Erwerbslosigkeit mit einer Sexualstraftat

9.

Dezember
2014
Dienstag

Laut der Richtlinie 12.1 des Pressekodex des Presserates, der eine diskriminierungsfreie Berichterstattung bei Straftaten einfordert, darf "niemand (...) wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden." Gemäß der Vorgabe darf "in der Berichterstattung über Straftaten [nur dann] die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten (...) erwä

Zeugenvernehmung am Landgericht: "Sie haben als Arbeitsloser doch sonst nichts zu tun"

27.

März
2012
Dienstag

Bei der Vernehmung eines wichtigen Zeugen im Prozess wegen der brutalen Tötung des Wohnungslosen André K. in Oschatz äußerte sich der Richter am 27. März herabwürdigend über Arbeitslose. "Sie müssen sich doch erinnern können, Sie haben als Arbeitsloser doch sonst nichts zu tun", hielt Richter Norbert Göbel dem Zeugen vor und versuchte ihn auf diese Weise unglaubwürdig zu machen.

Den Sinn von Arbeit hinterfragen - Guillaume Paoli über Glückliche Arbeitslose und unglückliche Arbeitnehmer_innen

Weitere Dossiers

Der heutige „Hausphilosoph“ des städtischen Centraltheaters, Guillaume Paoli, wurde in den 90er Jahren als ein Vertreter der „Glücklichen Arbeitslosen“ bekannt. Was lag also näher als sich mit ihm über die Situation von Hartz-IV-Empfänger_innen und deren Diskriminierungserfahrungen zu unterhalten? Paoli selbst hielt davon jedoch zunächst eher wenig. Immerhin sei er mittlerweile nicht mehr arbeitslos, könne also auch nicht für andere Arbeitslose sprechen. Schließlich ließ er sich aber trotzdem auf ein Gespräch in seiner „Philosophischen Praxis“ ein, das sich unter anderem um die paradoxe Professionalisierung der „Glücklichen Arbeitslosen“ und um die generelle Diskriminierung durch die Arbeitswelt drehte.

Herr Paoli, wie kam es 1996 eigentlich zur Gründung der Glücklichen Arbeitslosen?

Neulich in Leipzig: "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" klauen ständig Fahrräder

15.

Oktober
2009
Donnerstag

Bei einer Wohnungsbesichtigung verwies der Makler auf den großzügigen Hausflur. Er mahnte die Interessent_innen, die Fahrräder dort abzustellen, da diese draußen oft geklaut würden. Die Erklärung dafür lieferte der Makler ungefragt gleich mit: Im Viertel würden viele "Ausländer und Hartz-IV-Empfänger" wohnen.