Diskriminierung

Ereignisse nach Themen

Nazis und Bürger protestieren gemeinsam gegen Asylnotunterkunft

25.

November
2013
Montag

In Schönefeld findet eine "Mahnwache" mit etwa 50 Teilnehmenden unter dem Motto "Bürgerwille gegen Asyl-Lobby" statt. Die Veranstaltung soll den Anschein erwecken, als handele es sich bei OrganisatorInnen und Teilnehmenden um einfache BürgerInnen von einer Anwohnerinitiative. Tatsächlich jedoch berichtet im Nachhinein die NPD Leipzig auf ihrer Webseite ausführlich von der Mahnwache als erfolgreich von ihr durchgeführte Veranstaltung. Die Anmeldung soll nach NPD Darstellung für zehn Personen erfolgt sein.

NPD-Infostand in Eilenburg

21.

November
2013
Donnerstag

Am Donnerstag führte die NPD in Eilenburg einen Infostand mit sechs TeilnehmerInnen durch. Der Stand wurde unter dem Motto "NPD spricht Klartext - Asylflut stoppen" angemeldet.

Zwei NPD-Infostände und eine Minikundgebung gegen Moscheeneubau

1.

November
2013
Freitag

Unter dem Motto "Mein Leipzig lob ich mir, ohne Minarett" führten sechs bis sieben Mitglieder der neonazistischen NPD und ihrer Jugendorganisation JN zwei Infostände durch. Am selben Tag führten vier NPD-Aktive eine "Kundgebung" durch.

Lokfans grölen antisemitische Beleidigungen

16.

Februar
2014
Sonntag

Am Sonntag Mittag trafen an der Straßenbahnhaltestelle "Am Adler" fünf mit Lok-Leipzig-Jacken bekleidete, zum Teil stark angetrunkene Männer auf zwei Männer mit Schals eines anderen Fußballvereins. Die Lok-Fans beschimpften die beiden Männer, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorbeiliefen, mit sexistischen Beleidigungen und Gewaltandrohungen. Darüber hinaus wurden die beiden Männer auch mehrfach mit "Juden" angebrüllt.

Sexistischer Verbalübergriff am Connewitzer Kreuz

2.

Februar
2014
Sonntag

Am Sonntag Abend wurde eine junge Frau am Connewitzer Kreuz aus einer Gruppe von drei Männern heraus verbal bedrängt. Eine Person näherte sich der Betroffenen und schrie sie unvermittelt mit den Worten "Ey wollen wir ficken?" an. Als die Betroffene ihre Abneigung deutlich machte, bekam sie die Aufforderung erneut zu hören.

Borna: Rassistische Kundgebung der Bürgerinitiative "Wir sind Borna" gegen Asylheim

25.

Januar
2014
Samstag

Am Samstag trafen sich etwa 100 Personen zu einer Kundgebung der sogenannten Bürgerinitiative "Wir sind Borna". Die Veranstaltung fand auf dem Königsplatz in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Borna statt und stand unter dem Motto "Unsere Heimat - unser Recht".

Überfall auf Kiosk-Betreiber in Grünau

11.

August
2013
Sonntag

Ein im Irak geborener, 59-jähriger Kioskbetreiber wurde am Sonntag Mittag in seinem Laden in Grünau durch einen jungen Mann unter anderem rassistisch beleidigt und schließlich durch einen Faustschlag und Hiebe mit einem Besenstiel an Hand, Gesicht und Beinen verletzt. Der Angreifer hatte zuvor noch sechs Bier gekauft, beim Bezahlen aber sein Kleingeld in den Kiosk geworfen, so dass der Verkäufer die Münzeln einsammeln musste. Dann begannen die Beschimpfungen und Beleidigungen.

Notunterkunft für Asylsuchende in Borna zu Silvester angegriffen

31.

Dezember
2013
Dienstag

Nach einem Bericht der LVZ Borna-Geithain vom 2. Januar 2014 gab es am 31. Dezember 2013 in Borna einen nächtlichen Angriff mit Böllern und Raketen auf die Notunterkunft für Asylsuchende am Königsplatz in Borna.

Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Familie im Waldstraßenviertel zerstört

21.

Dezember
2013
Samstag

In der Nacht zum Sonntag wurden in der Fregestraße 22 im Waldstraßenviertel drei Stolperstein aus dem Pflaster herausgerissen, teilte die Polizei mit. Gegen die unbekannten Täter ermittelte der Staatsschutz. Bis zum Juni 2014 konnten laut PD Leipzig allerdings keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Nach Informationen des Archivs Bürgerbewegung e.V. von der Leipziger Stolperstein-Arbeitsgruppe wurden die Steine vermutlich von Anhängern der Halleschen FC herausgerissen.

Neulich in Leipzig: Kneipengäste grölen U-Bahn-Lied und Nazi-Gruß

16.

November
2013
Samstag

In einer Kneipe unweit des Hauptbahnhofes wurde in der Nacht zu Sonnabend das sogenannte "U-Bahn-Lied" gegrölt. In den Schmähgesang, mit dem vor allem selbsternannte Fußball-Fans ihren Gegner_innen ankündigen, eine U-Bahn von deren Heimatort (in diesem Fall: Aue) bis nach Auschwitz, d.h. in das dortige Vernichtungslager der Nazis, zu bauen, stimmten auch drei jüngere Frauen ein, die sich vor dem Lokal aufhielten. Einmal so in Stimmung geraten, legten die Gäste der Kneipe mit mehrfachen "Sieg Heil"-Rufen nach.