Gedenken | chronik.LE

Gedenken

Ereignisse nach Themen

Wenn Neonazis gedenken

29.

Mai
2020
Freitag

Neonazis führen auf dem Südfriedhof in Probstheida ein Gedenken durch. Dabei machen sie an verschiedenen Denkmälern Stopp und hinterlassen kleine schwarz-weiß-rote Fahnen. Wichtig erscheinen den Neonazis dabei lediglich Gedenkorte, welche die Deutschen als Opfer darstellen. So machen sie u.a. an einer Gedenkstein für die "Bombenopfer[n] der Stadt Leipzig 1943-1945" halt. Warum Leipzig im zweiten Weltkrieg bombardiert wurde, interessiert die Neonazis nicht.

Gedenkplakat in Lindenau geschmäht

30.

März
2020
Montag

Im Februar 2020 hatte ein Täter in Hanau (Hessen) neun Personen in und vor zwei Shisha-Bars sowie seine Mutter erschossen. Am Lindenauer Markt sind Plakate mit Bildern der Todesopfer des rassistischen Anschlags angebracht, die an die Tat erinnern. Auf diese Plakate schmiert eine Person mit schwarzem Edding das Wort "Kanackenverbrecher".

Gedenken an Reichspogromnacht gestört

9.

November
2019
Samstag

Am Lindenauer Markt Ecke Demmeringstraße veranstalten Bürger_innen ein Gedenken, anlässlich dem Jahrestags der Reichspogromnacht 1938, an die Familie Oelsner, die von Nationalsozialisten deportiert und ermodert wurde.
Dafür reinigen sie die Stolpersteine, die an die Biographie der Familie erinnern soll, und legen Blumen und Kerzen nieder.
Schon während der Veranstaltung schneiden Passanten bewusst die dort versammelte Gruppe. Dabei werden Kerzen und Blumen absichtlich umgetreten.
In der Nacht werden die Blumen entwendet und Kerzen umgetreten.

Neulich in Leipzig: Erneut Gedenkplakat von Bernd Grigol überklebt

23.

Mai
2019
Donnerstag

In der Nacht zu Freitag zerstören Unbekannte erneut das Plakat, das angebracht wurde, um Bernd Grigol zu gedenken, der 1996 durch Neonazis ermordet wurde. Die Unbekannten entfernen das Gedenkplakat nur wenige Stunden, nachdem es angebracht wurde.

Gedenkplakat von Bernd Grigol überklebt

15.

Mai
2019
Mittwoch

In der Nacht zu Freitag beschädigen Unbekannte ein Plakat, das auf einer Glaswand vor der Karl-Liebknecht-Straße 7 angebracht wurde und an den homosexuellenfeindlichen Mord an Bernd Grigol erinnern sollte. Das Gedenkplakat hatte folgende Aufschrift:

In Gedenken an Bernd Grigol
Am 8. Mai 1996 wurde Bernd Grigol in der Nähe seines Wohnhauses in Wahren aufgrund seiner Homosexulaität von drei Neonazis schwer misshandelt und schließlich erstochen.

Gedenktafel in Torgau zerstört

1.

Mai
2019
Mittwoch

Während des Nationalsozialismus befanden sich in Torgau zwei von acht Wehrmachtsgefängnissen, in welchen Verurteilte der Militärjustiz eingesperrt wurden. Nach der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches wurde dort kurzzeitig ein sowjetisches Speziallager eingerichtet. In der DDR folgte der "Geschlossene Jugendwerkhof Torgau" als Jugendgefängnis u.a. für widerständige Jugendliche.

Stolpersteine in Wurzen geschändet

9.

November
2017
Donnerstag

Der Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 dient jährlich als Gedenktag für die nationalsozialistischen Gräueltaten. In Wurzen und anderen Städten werden zu diesem Tag die Stolpersteine gereinigt, welche an den letzten frei gewählten Wohnorten von Juden und Jüdinnen vor ihrer Deportation erinnern. Noch während das Gedenken in der Wurzener Wencelaigasse stattfindet, werden die kurz zuvor aufgestellten Kerzen an den Stolpersteinen für die Familie Seligmann in der Domgasse gestohlen.

Gedenktafel an Kamal K. gestohlen

8.

April
2017
Samstag

Im Carl-Wilhelm-Müller-Park vor dem Leipziger Hauptbahnhof entwenden Unbekannte eine Gedenktafel, welche an den rassistischen Mord an Kamal K. erinnert und bereits im Juni vergangenen Jahres einmal zerstört wurde.

Gedenktafel für Kamal K. zerstört

7.

Juni
2016
Dienstag

Die Tafel zum Gedenken an den rassistischen Mord an Kamal K. wurde von Unbekannten zerstört.

NPD und JN halten Mahnwache in "Gedenken an die Toten von Dresden"

13.

Februar
2015
Freitag

Laut eigenen Fotos nahmen am 13. Februar 17 Personen an einer "Gedenkveranstaltung" teil. Der Anlass für die von JN Sachsen und NPD Leipzig organisierte Mahnwache war das "Gedenken" an die Toten von Dresden. Jährlich erinnern vor allem in Dresden Nazis an die Opfer der Luftangriffe der Alliierten, die maßgeblich zur Befreiung Deutschlands beitrugen, in Dresden. Vermutlich auf der Rückreise von einer Veranstaltung in Döbeln wurde die Gelegenheit ergriffen, vor dem Leipziger Rathaus zu posieren.