Geschichtsrevisionismus | chronik.LE

Geschichtsrevisionismus

Ereignisse nach Themen

Holocaustleugnung bei Google+

5.

August
2018
Sonntag

Ein Mann postet auf einem Google+-Profil einen Kommentar, welcher unter anderem einen Link zum Blog "Ende der Lügen" beinhaltet. Auf dem Blog wird in verschiedenen Beiträgen der Holocaust geleugnet und für die neonazistische Kleinstpartei "Die Rechte" Werbung gemacht. Mehrfach bezieht sich der Autor des Blogs positiv auf Hitler und den Nationalsozialismus, dazu werden (historische) Bilder mit Hakenkreuzen veröffentlicht.
Für die Verlinkung auf diese Seite wird der Kommentator wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verurteilt.

Antisemitische und rassistische Nachricht an Johanniter-Mitarbeiterin

6.

Januar
2019
Sonntag

Über das Kontaktformular der Johanniter Leipzig wird von einem User, welcher sich den Namen "JudenWatch dddddd" gegeben hat, eine Nachricht an eine in der Flüchtlingshilfe tätige Mitarbeiterin gesendet. Dieser wird aufgrund ihres vermeintlich jüdischen Namens ein enormes Sendungsbewusstsein unterstellt. Der User hofft, dass sie Kinder habe, welche von Geflüchteten "fachgerecht weggemessert" werden können. Die Nachricht schließt mit "Kein Mensch braucht dich und eure jüdische Migrationsscheisse".

Holocaustleugnung auf Facebook

3.

Januar
2018
Mittwoch

Ein Erwachsener aus Regis-Breitingen teilt auf seinem öffentlich einsehbaren Facebook-Profil einen Artikel, welcher die Vergasung von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus als die "größte Lüge der Menschheitsgeschichte" darstellt. Dafür wird er im November 2018 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen verurteilt.

Holocaustleugnung in Beilrode

27.

Januar
2018
Samstag

Ein Erwachsener aus Beilrode leugnet auf Facebook den Holocaust. Dafür wird er im Mai 2018 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen verurteilt.

Antisemitische Schmierereien in Connewitz

25.

Mai
2018
Freitag

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beschmieren Unbekannte ein Plakat der Vortragsreihe "70 Jahre Israel" unter der Brücke der B2 an der Teichstraße mit antisemitische Ausdrücken. Zu lesen sind "Scheiß Juden" sowie "Holocaust Lüge". Aufmerksame Passant_innen entfernen die Schmierereien.

Geschichtsrevisionismus per mail

18.

April
2018
Mittwoch

Unbekannte schicken dem zivilgesellschaftlichen Verein "Erich-Zeigner-Haus" mit Sitz in Leipzig-Plagwitz eine verleumderische Mail. In dieser wird - bezugnehmend auf die erinnerungspolitische Arbeit des Vereins - die Shoah als "billige jüdische Lügengeschichte" geleugnet. Ein Mitarbeiter vom Erich-Zeigner-Haus wird als "Minusmensch" bezeichnet. Der Verein erstattet Anzeige gegen den Absender der Mail.

Neonazistischer "Zeitzeugenvortrag" und Liederabend in Regis-Breitingen

5.

Mai
2018
Samstag

Am Samstag findet in Regis-Breitingen (Landkreis Leipzg) ein sogenannter "Zeitzeugenvortrag" mit dem Bielefelder Klaus Grotjahn (Jahrgang 1928) statt. Grotjahn gehörte der 11. SS-Freiwilligen Panzergrenadierdivision „Nordland“ an. Seine biografischen Erlebnisse gibt es seit Ende 2014 auch in Taschenbuchform sowie als Hörbuch-Version. Grotjahn ist mit seinen Schilderungen auch bei der NPD und bei der neonazistischen Kleinstpartei "Der Dritte Weg" zu Gast.

Querfront-Werbung in Kreuzer-Beilage

28.

Februar
2018
Mittwoch

Das Leipziger Monatsmagazin Kreuzer gibt jedes Jahr zur Buchmesse eine Beilage mit dem Titel "logbuch" heraus. In dieser werden einige Bücher vorgestellt, welche zur Buchmesse erscheinen. Neben redaktionellen Artikeln beinhaltet das logbuch ebenfalls Werbeanzeigen, die vorrangig von Verlagen genutzt werden. Eine Anzeige bewirbt das zur Buchmesse erscheinende Buch "Die Rechts/Links-Verwirrung" von Fritz Erik-Hoevels, welches vom Ahriman-Verlag veröffentlicht wird.

Mahnmal für Opfer des Nationalsozialismus in Taucha beschmiert

26.

Februar
2018
Montag

Unbekannte beschmieren in Taucha das 1963 aufgestellte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Sie schmierten mit roter Farbe ein Kreuz sowie die Frage "Und was ist mit unseren Opfern" auf die Stele. Mit der Frage wird auf die vermeintlich unbeachteten deutschen Opfer des zweiten Weltkrieges Bezug genommen. Dass eben jener Krieg als Angriffskrieg von Deutschland ausging und letztlich nur militärisch gewonnen werden konnte, wird in einer solchen Darstellung unterschlagen. Die Verdrehung der Opfer- und Täterrolle ist ein gerne verwendetes Motiv in neonazistischer Propaganda.

Holocaust-Leugnung am Tag der Befreiung von Auschwitz

27.

Januar
2018
Samstag

Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 veröffentlicht das Conne Island ein Statement in welchem Antisemitismus als virulente Gefahr der Vergangenheit und Gegenwart beschrieben wird. Ein Facebook-User postet leugnet unter dieser Erklärung die Shoa mit den Worten "Die 6 Millionen Lüge".