Geschichtsrevisionismus

Ereignisse nach Themen

Querfront-Werbung in Kreuzer-Beilage

28.

Februar
2018
Mittwoch

Das Leipziger Monatsmagazin Kreuzer gibt jedes Jahr zur Buchmesse eine Beilage mit dem Titel "logbuch" heraus. In dieser werden einige Bücher vorgestellt, welche zur Buchmesse erscheinen. Neben redaktionellen Artikeln beinhaltet das logbuch ebenfalls Werbeanzeigen, die vorrangig von Verlagen genutzt werden. Eine Anzeige bewirbt das zur Buchmesse erscheinende Buch "Die Rechts/Links-Verwirrung" von Fritz Erik-Hoevels, welches vom Ahriman-Verlag veröffentlicht wird.

Mahnmal für Opfer des Nationalsozialismus in Taucha beschmiert

26.

Februar
2018
Montag

Unbekannte beschmieren in Taucha das 1963 aufgestellte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Sie schmierten mit roter Farbe ein Kreuz sowie die Frage "Und was ist mit unseren Opfern" auf die Stele. Mit der Frage wird auf die vermeintlich unbeachteten deutschen Opfer des zweiten Weltkrieges Bezug genommen. Dass eben jener Krieg als Angriffskrieg von Deutschland ausging und letztlich nur militärisch gewonnen werden konnte, wird in einer solchen Darstellung unterschlagen. Die Verdrehung der Opfer- und Täterrolle ist ein gerne verwendetes Motiv in neonazistischer Propaganda.

Holocaust-Leugnung am Tag der Befreiung von Auschwitz

27.

Januar
2018
Samstag

Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 veröffentlicht das Conne Island ein Statement in welchem Antisemitismus als virulente Gefahr der Vergangenheit und Gegenwart beschrieben wird. Ein Facebook-User postet leugnet unter dieser Erklärung die Shoa mit den Worten "Die 6 Millionen Lüge".

Neonazistische Gedenkveranstaltung in Delitzsch

10.

September
2017
Sonntag

Die neonazistische Kleinstpartei "Der III. Weg" führt in Delitzsch eine Gedenkveranstaltung im Rahmen eines "Heimatvertriebenen-Aktionstages" durch. Unter dem Motto "Verzicht ist Verrat" will die Partei dabei auf das Schicksal der deutschen Vertriebenen aufmerksam machen. Der Aufruf endet mit der Forderung "Wir fordern die friedliche Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen." Damit wird der Anschluss der ehemaligen deutschen Ostgebiete gefordert, was durch den Zwei-plus-Vier Vertrag von 1990 ausgeschlossen ist.

Holocaust-Leugnung am Tag der Reichspogromnacht

9.

November
2016
Mittwoch

Am Tag der Reichspogromnacht stellt ein Facebook-Nutzer antisemitische und den Holocaust leugnende Äußerungen ein. Dafür wird er im Mai 2017 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen verurteilt. In der Reichspogromnacht bzw. den Novemberpogromen von 1938 wurden etwa 400 Menschen von den Nationalsozialisten ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1400 Synagogen und andere jüdische Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.

Holocaust auf Facebook verharmlost

29.

Oktober
2015
Donnerstag

Ein Erwachsener verharmlost den Holocaust auf Facebook mit den Worten ,,ich weiß nicht, ob es wirklich passiert ist, aber jedenfalls nicht in dem Ausmaß". Dafür wird er im April 2017 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen verurteilt.

Holocaustleugnung auf Facebook

22.

Oktober
2015
Donnerstag

Ein Erwachsener leugnet auf Facebook den Holocaust. Dafür wird er im März 2017 wegen Volksverhetzung zu einer Einzelgeldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen verurteilt. Zusammen mit einer anderen Straftat wird er zu einer Gesamtstrafe in Höhe von 220 Tagessätzen verurteilt.

Leugnung des Holocaust auf Facebook

22.

März
2016
Dienstag

Ein Erwachsener veröffentlicht auf Facebook einen Kommentar, in welchem er den Holocaust leugnet. Dafür wird er im Februar 2017 zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verurteilt.

Holocaust vs. Flüchtlingspolitik

14.

September
2016
Mittwoch

Eine Person bezeichnet die aktuelle Flüchtlingspolitik auf Facebook als ,,modernen
Ablasshandel wegen holocaustbedingtem Schuldkomplex". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung wird im Januar 2017 eingestellt.

Hetze in sozialen Netzwerken führt zu hoher Geldstrafe

18.

Mai
2016
Mittwoch

Ein Erwachsener teilt mehrfach auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken neonazistische Symboliken und Links zu rechten Internetseiten. Darunter sind Bilder mit Hakenkreuzen sowie Hitlerbilder. Weiterhin leugnet er mehrfach den Holocaust und verlinkt auf Webseiten, die dies ebenfalls tun.