Geschichtsrevisionismus

Ereignisse nach Themen

Maskenverweigerer als neue Juden?

29.

Mai
2021
Samstag

Zwei Frauen warten an einer Ampel am Felsenkeller als sich ein Mann ohne Maske nähert. Eine der beiden bittet ihn Abstand zu halten. Daraufhin schreit der Ansgesprochene herum und wir agressiv. Nach dem Überqueren der Kreuzung setzt die eine Frau eine Maske auf. Der Mann nähert sich erneut und schreit sie an. Er führt aus, dass jetzt eine Zweiklassengesellschaft herrsche und er jetzt der neue Jude sei. Dies wiederholt er einige male. Die beiden Frauen entfernen sich daraufhin.

Verschwörungsideologische und neonazistische Schmierereien am Hauptbahnhof

14.

Mai
2021
Freitag

An der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof-Westseite werden an einem Werbeträger zahlreiche wirre verschwörungsideologische, antisemitische, geschichtsrevisionistische und neonazistische Botschaften hinterlassen. So wird Corona mit der SS und dem NS-Vernichtungslager Auschwitz gleichgesetzt und eine Impfspritze mit einem Hakenkreuz dargestellt. Weiterhin wird "Juden Raus" proklamiert.
Ähnliche Schmierereien tauchen immer wieder im Leipziger Stadtbild, vor allem im Westen, auf und werden offensichtlich von der selben Person angebracht.

Rechte Verhöhnung der sowjetischen Kriegstoten

8.

Mai
2021
Samstag

In Schkeuditz werden am 08. Mai, dem Jahrestag des Endes vom Zweiten Weltkrieg, Kreuze mit neonazistischen und geschichtsrevisionistischen Inhalten entdeckt. Auf einem steht "8. Mai 1945 - Tag des Untergangs", auf einem weiteren "Klagt an – Mord – Vergewaltigung". Durch die Gleichsetzung von Verbrechen, begangen von Soldaten der Roten Armee, soll die Schuld und die Verbrechen der Wehrmacht und der SS als auch der deutschen Zivilbevölkerung während des Nationalsozialismus relativiert werden.

Markranstädter Blog veröffentlicht Satire voller Hetze

11.

Februar
2021
Donnerstag

Auf dem Internetblog "Markranstädter Nachtschichten" wird ein offenbar satirisch gemeintes Interview veröffentlicht. Das fiktive Gespräch zwischen dem Reporter und einem Zeitreisendem aus der DDR der 1970er Jahre, der zufällig in Markranstädt gelandet ist, thematisiert heutige Politik. Der Artikel strotzt vor geschichtsrevisionistischen und rassistischen Ansichten.

AfD Landkreis Leipzig verharmlost Holocaust

16.

Januar
2021
Samstag

Der Kreisverband der AfD im Landkreis Leipzig teilt auf seiner Facebook-Seite ein Sharepic, in welchem behauptet wird, dass die Regierung "Andersdenkende in Lagern konzentrieren" wolle. Die sich unweigerlich aufdrängende Assoziation mit den Konzentrationslager im Nationalsozialismus ist offenbar bewusst gewählt. Inhaltlich bezieht sich die AfD Landkreis Leipzig auf die Einrichtung von Haftanstalten für Personen, welche mehrfach gegen Quarantäne-Maßnahmen verstoßen. Im Sprachgebrauch der AfD sind die "Andersdenkende und Menschen anderer Meinung".

AfD Landkreis Leipzig stellt geschichtsrevisionistischen Post auf Facebook

20.

November
2020
Freitag

Nachdem im Bundestag ein neues Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus verabschiedet wurde teilt die AfD auf Facebook ein Bild, in welchem sie Katharina Landgraf (CDU), Daniela Kolbe (SPD) und Monika Lazar (Grüne) namentlich für ihre Zustimmung benennt. Das Gesetz wird geschichtsvergessen als "Ermächtigungsgesetz zur Unterdrückung der Bürger des Landes" bezeichnet. Das historische Ermächtigungsgesetz, welches am 24. März 1933 verabschiedet wurde, war ein wesentlicher Baustein in der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur.

Delitzscher AfD-Abgeordneter verbreitet Rassismus

7.

November
2020
Samstag

Der Delitzscher Bürgermeister Manfred Wilde teilt in einer Delitzscher Facebook-Gruppe einen Link mit einer Übersicht über verlegte Stolpersteine in Delitzsch auf der offiziellen Stadtseite. Stolpersteine werden am letzten frei gewählte Wohnort von Menschen angebracht, die im Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Neonazi-Gedenken am Südfriedhof

4.

Dezember
2020
Freitag

Neonazis veranstalten auf dem Leipziger Südfriedhof ein "Heldengedenken". Anlass ist die Bombardierung der Stadt Leipzig im Dezember 1943. Der Vorsitzender der "Jungen Nationalisten" Paul Rzehaczek ist allerdings nicht besonders geschichtsfest und datiert den Angriff zuerst auf 1944 und muss sich dann auf 1943 korrigieren. Beim neonazistischen Gedenken werden Kerzen aufgestellt und ein Kranz niedergelegt.

Infektionsschutzmaßnahmen mit NS-Gesetzgebung verglichen

16.

November
2020
Montag

Das "Spektrum Aufrechter Demokraten" postet auf seiner Facebook-Seite zwei Bilder. Eines zeigt Adolf Hitler sowie den Schriftzug "1933: Verordnung zum Schutz von Volk und Staat", das zweite Angela Merkel sowie den Schriftzug "2020: Bevölkerungsschutzgesetz". Damit wird die Außerkraftsetzung von Grundrechten durch die sogenannte Reichstagsbrandverordnung mit den aktuellen Infektionsschutzgesetzen und Maßnahmen gleichgesetzt und damit der historische Nationalsozialismus verharmlost.

Neonazistischer Zeitzeugenvortrag in Hainichen

4.

Oktober
2020
Sonntag

In Hainichen veranstalten Neonazis einen sogenannten "Zeitzeugenvortrag". Bei diesem Veranstaltungsformat tragen zumeist ehemalige Angehörige der Wehrmacht oder (Waffen-)SS Kriegserlebnisse vor, die sie mit geschichtsrevisionistischen Darstellungen vermengen. In der Neonaziszene finden diese Veranstaltungen verstärkt Zuspruch. Die Vermieter_innen von Räumlichkeiten werden dabei häufig über den Charakter der Veranstaltung getäuscht. So auch in Hainichen: Der örtliche Karnevalsverein wurde zunächst von einer Frau Kunze für eine private Einmietung angefragt.