Geschichtsrevisionismus | chronik.LE

Geschichtsrevisionismus

Ereignisse nach Themen

Corona-leugnende LINKEN-Politikerin tritt aus Partei aus

15.

September
2020
Dienstag

Die LINKEN-Politikerin Roswitha Brunslaff, frühere Gemeinderätin in Belgershain und Kreisrätin im Landkreis Leipzig, ist nach eigenen Angaben aus der Partei ausgetreten. Ihren Schritt begründet sie in einem ausführlichen LVZ-Interview (Paywall) mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und dem fehlenden Protest ihrer Partei gegen diese.

AfD Landkreis Leipzig teilt geschichtsrevisionistisches Video

5.

August
2020
Mittwoch

Die AfD Landkreis Leipzig teilt auf Facebook ein Youtube-Video mit dem Titel "Was ist 1918 wirklich geschehen? Wissen ist eine Holschuld! Teil 26". Die Besucher_innen der Seite werden aufgefordert, sich mithilfe des Videos eine eigene Meinung zu bilden, welche natürlich von den "zwangsfinanzierten Medien" nicht ermöglicht wird.

Rechte Sticker in der Calvisiusstraße angebracht

28.

Februar
2020
Freitag

In der Calvisiusstraße im Leipziger Westen werden mehrere Sticker mit der Aufschrift "Wake up. You are not free. Research: 'Europa The Last Battle'" angebracht. Wenige Stunden nachdem diese entfernt wurden, waren bereits neue Sticker am gleichen Ort verklebt. Der Film "Europa The Last Battle" (2017) auf den der Sticker hinweist ist ein geschichtsrevisionistischer Film, welcher u.a. die Schuld Deutschlands am zweiten Weltkrieg in Frage stellt.

Antisemitischer Facebook-Post

26.

September
2019
Donnerstag

Eine Person veröffentlicht einen Facebook-Post, in dem die israelische Palästina-Politik als "schlimmer als Hitler" bezeichnet wird. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung wird eingestellt.

Laut der Arbeitsdefinition der "Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" (EUMC) lässt sich der Vergleich der aktuellen israelischen Politik mit der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus als Kennzeichen des Antisemitismus einordnen.

Geschichtsrevisionistische Sticker in Schönefeld geklebt

12.

Januar
2020
Sonntag

Im Mariannenpark werden an einem Pfahl und auf einer Sitzbank Sticker verklebt, auf denen eine Pyramide mit einem Auge an der Spitze dargestellt werden. Dieses Motiv taucht häufig im Kontext mit Verschwörungstheorien auf. Zudem ist auf den Aufklebern ein Verweis auf einen Film zu sehen. Auf der Webseite, die für einen Dokumentarfilm wirbt, befinden sich vor allem geschichtsrevisionistische Inhalte, die auf einen "letzten Kampf um Europa" verweisen.

Antisemitische Drohmail an LINKEN-Politiker

1.

November
2019
Freitag

Nachdem die Journalistin Sarah Ulrich in der taz einen Artikel über Kämpfe um Mietenpolitik und Gentrifizierung in Leipzig-Connewitz veröffentlicht hat bekommt der LINKEN-Abgeordnete Sören Pellmann sowie eine weitere Person eine antisemitische Drohmail. In dieser wird der vermeintlich jüdische Vornamen der Journalistin zum Anlass genommen um über "holocaustschwindler, mauermörder [und] judenfotzen" (Schreibweise im Original) zu hetzen. Gemeint ist damit scheinbar die Partei DIE.LINKE welche als "SED" bezeichnet wird.

Wiederholte geschichtsrevisionistische und antisemitische Gesänge in Kneipe in Leipzig-Gohlis

3.

Oktober
2019
Donnerstag

Am Donnerstag wird in einer Kneipe auf der Georg-Schumann-Straße in Leipzig Gohlis das "U-Bahn-Lied gesungen". Das Barpersonal greift nicht ein.

Linken-Politiker erhält Mail mit antisemitischer Beleidigung

18.

Oktober
2019
Freitag

Der Linken-Politiker und Stadtrat Michael Neuhaus erhält eine Drohmail, in der er antisemitisch beleidigt wird. In der Mail wird er unter anderem als "Judensau" bezeichnet. Weiterhin leugnet der Absender den Holocaust, den er als "Gaskammermärchen" bezeichnet.

Shoaleugnung in Leipziger Bar

12.

Juli
2019
Freitag

Zwei Männer betreten eine Leipziger Bar und setzen sich an den Tresen, um mit den dort bereits sitzenden Personen ein Gespräch darüber anzufangen, wie sehr ihnen Deutschland gefallen würde. Als die Umstehenden erwidern, dass es in der deutschen Geschichte auch „Dinge, die nicht toll waren“, gäbe, bezeichnet einer der Männer dies als Lüge und behauptet mehrfach, von seiner Großmutter zu wissen, dass die Rote Armee die Konzentrationslager gebaut hätte, um die Deutschen fälschlicherweise beschuldigen zu können.

Antisemitische Schmierereien in Eilenburg

24.

November
2018
Samstag

In der Nacht von Freitag auf Samstag wird in Eilenburg eine Hauswand mit der Parole "45 das war Mord! Judenhass" besprüht. Der oder die Täter_innen nehmen damit sowohl Bezug auf eine historische Täter-Opfer-Umkehr, welche den Krieg der Alliierten gegen das nationalsozialistische Deutschland als "Mord" bezeichnet, als auch auf die antisemitische Verschwörungstheorie, dass Juden für eben diese vermeintlichen Verbrechen verantwortlich wären. Die Zahl 45 bezieht sich auf das letzte Jahr des Zweiten Weltkriegs 1945, in dem Deutschland die bedingungslose Kapitulation akzeptieren musste.