Mordaufruf | chronik.LE

Mordaufruf

Ereignisse nach Themen

Antisemitische Drohmail an LINKEN-Politiker

1.

November
2019
Freitag

Nachdem die Journalistin Sarah Ulrich in der taz einen Artikel über Kämpfe um Mietenpolitik und Gentrifizierung in Leipzig-Connewitz veröffentlicht hat bekommt der LINKEN-Abgeordnete Sören Pellmann sowie eine weitere Person eine antisemitische Drohmail. In dieser wird der vermeintlich jüdische Vornamen der Journalistin zum Anlass genommen um über "holocaustschwindler, mauermörder [und] judenfotzen" (Schreibweise im Original) zu hetzen. Gemeint ist damit scheinbar die Partei DIE.LINKE welche als "SED" bezeichnet wird.

Aufforderung zum Mord an Drogendealern

2.

November
2019
Samstag

An einer Hauswand in der Altenburger Straße wird dazu aufgefordert Drogendealer umzubringen. Neben der Tatsache, dass es sich bei Mordaufrufen immer um eine reaktionäre und menschenverachtende Gesinnung handelt, kommt hier eine gesellschaftlich geteilte Ablehnung und teilweise sogar Hass auf Drogendealer dazu. Diesen wird unterstellt für soziale Probleme verantwortlich zu sein, wobei sie lediglich Ausdruck, nicht aber Ursache, dieser sind.

Rassistische Morddrohung in Wiederitzsch

20.

August
2019
Dienstag

An einer Glasscheibe der Haltestelle Georg-Herwegh-Straße wird der Mordaufruf "Tötet Islamparasiten! Kopftücher verbrennen!" angebracht. Der Mordaufruf wird von der Reduzierung der Menschen auf ihre Kleidung (Kopftücher) bzw. der Unterstellung einer parasitären Lebensform untermalt.

Morddrohungen gegen Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping (SPD)

21.

August
2019
Mittwoch

Kurz vor einer Lesung aus ihrem Buch "Integriert doch erstmal uns. Eine Streitschrift für den Osten" in Brandis erhält die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping (SPD) per Mail eine Morddrohung. Konkret wird ihr "ein Messer quer durch den Hals" angedroht.
Köpping hatte kurz zuvor verkündet, gemeinsam mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Die Lesung findet unter Polizeischutz statt.

Aufruf zum Mord an Haltestelle

23.

Juli
2019
Dienstag

An der Haltestelle Naunhofer Straße in Stötteritz wird der Schriftzug "Zecken töten" gesprüht. Daneben ist ein ca. 50 x 50 cm großes Hakenkreuz angebracht. In rechten Kreisen werden politische Gegner_innen oft abwertend als Zecken bezeichnet.

Bedrohung von Linken-Politiker in Kommentarspalte

10.

Juli
2019
Mittwoch

Der Landtagsabgeordnete Marco Böhme der Partei Die Linke erhält Morddrohungen in der Kommentarspalte seiner Webseite. Anlass ist seine Anwesenheit auf einer Demonstration gegen die Abschiebung eines Syrers in Neustadt-Neuschönefeld. Die Bedrohungen richten sich konkret gegen ihn, aber auch gegen Linke allgemein.

Mordphantasien in der MDR-Kommentarspalte

1.

März
2019
Freitag

Auf der Website des MDR veröffentlicht eine Person einen Kommentar, in welchem es darum geht, dass zwei bis drei "linke Scheißer" umgebracht werden. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten wird im Mai 2019 eingestellt.

Rassistische Gewaltphantasien auf Facebook

20.

März
2018
Dienstag

Ein Erwachsener kommentiert bei Facebook einen Artikel über Kriminalität von Geflüchteten mit den Worten "Knall das viezeug endlich..." (Schreibweise im Original). Die drei Punkte lassen lediglich das Wort "ab" zu, was einem Mordaufruf gleichkommt.
Für den Post wird der Mann im Februar 2019 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen verurteilt.

Morddrohungen durch Rechte gegen Bernd Merbitz

17.

Juni
2016
Freitag

In einem Interview mit dem Magazin "Focus" berichtet der Leipziger Polizeipräsident, Bernd Merbitz, von wiederholten Anfeindungen gegen ihn und seine Familie. So äußert Merbitz, "jede Menge" Drohbriefe zu erhalten, in denen er als "Volksverräter" oder "Ratte". bezeichnet werde. Auch offene Todesdrohungen werden ausgesprochen.

In einem Schreiben wird Merbitz ein „Nürnberg 2.0“-Prozess angekündigt, in dem er "als Volksverräter zum Tode verurteilt werde". In einem weiteren Mordaufruf heiße es: "Gebt mir ein Gewehr, bringt mich 100 Meter an ihn ran, und die Sache ist erledigt!"

Schkeuditz: Neonazis und Bürger_innen in Lichterkette vereint

3.

März
2007
Samstag

Anlässlich des sogenannten „Falls Mitja“ im März 2007 führten Delitzscher und Schkeuditzer Neonazis eine Kampagne unter dem Motto „Schützt unsere Kinder! Sie sind unsere Zukunft“ durch.