Neonazismus | chronik.LE

Neonazismus

Ereignisse nach Themen

»Junge Nationalisten« verbreiten in Wurzen rassistische Propaganda

5.

Juni
2020
Freitag

Die Jugendorganisation der NPD, die "Junge Nationalisten" (JN), sperren in Wurzen symbolisch eine Bushaltestelle ab. Der Kreideumriss einer Person sowie der Slogan "Tatort Multikulti" sollen einen Tatort darstellen. Am Absperrband ist ein Zettel mit der Aufschrift "Grenzen retten leben" angebracht. Mit der Installation soll einseitig auf Kriminalität von Geflüchteten hingewiesen werden. "Fremde Täter" würden immer wieder "bestialisch Menschen ermorden". Belege für die rassistische Argumentation liefert die JN nicht.

Trauermarsch in Wurzen

1.

Juni
2020
Montag

Nach dem Tod eines Jugendlichen aus Wurzen organisiert dessen Umfeld einen Trauermarsch durch die Stadt. An diesem beteiligen sich ca. 100 Personen, darunter viele Neonazis. Die Demonstration tritt dabei aggressiv auf posiert für ein gemeinsames Foto um sich in Szene zu setzen.

Neonazis am Weißeplatz feinden Personen an

6.

Juni
2020
Samstag

Auf dem Stötteritzer Weißeplatz feinden Neonazis mehrere Personen an. Einer der Männer trägt ein T-Shirt, auf dem "White Power 100% racial" steht. Vorbeilaufende Personen werden mit dem Ausdruck "scheiß Zecken" aggressiv bepöbelt. Die Gruppe grölt lautstark herum und ist mehrere Straßen weit zu hören.

Neonazistische Propaganda in Taucha

5.

Juni
2020
Freitag

An der Endhaltestelle "An der Bürgerruhe" in Taucha werden auf Sitzbänken Sticker neonazistischer Parteien, u.a. von der faschistischen Kleinstpartei "III. Weg" und von "Junge Revolution" verklebt. Auf der Sitzfläche befindet sich ein mit der Hand gezeichnetes Hakenkreuz.
Außerdem finden sich daneben noch einige Sticker des Fußballvereins Lokomotive Leipzig.

Neonazis beobachten Kundgebung in Wurzen

29.

Mai
2020
Freitag

Auf dem Wurzener Marktplatz findet am Freitagabend eine Kundgebung gegen sogenannte Hygiene-Demos statt. Organisiert wird die Kundgebung von der Linksjugend Westsachsen. Im Redebeitrag spricht sich MDL Kerstin Köditz gegen Proteste gegen Corona-Maßnahmen aus, die auf der Grundlage antisemitischer Verschwörungstheorien beruhen. Am 8. Mai sowie am 15.

Hakenkreuz-Schmiererei in Oschatz

2.

Juni
2020
Dienstag

In Oschatz wird in blauer Farbe ein 30 x 30 cm großes Hakenkreuz an eine Hausfassade in der Clara-Zetkin-Straße geschmiert. Die Polizei ermittelt wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Neonazis attackieren Wohnhaus

30.

Mai
2020
Samstag

Über einen längeren Zeitraum zieht eine Gruppe von etwa fünf Neonazis durch die Straßen von Stötteritz. Dabei skandieren sie lauthals Parolen wie "Bambule, Randale, Rechtsradikale!". Als aus einem Haus heraus widersprochen wird, greifen sie dieses an. Den Bewohnern drohen sie damit, sie zu "zerficken" und sie zu töten.
Zwei von ihnen treten die Türe ein und randalieren im Treppenhaus. Dabei zerstören die Neonazis die Briefkästen des Hauses und machen Anstalten zu den Wohnungen vorzudringen. Im Treppenhaus machen sie kehrt und verlassen das Haus.

Rechte Gesänge und "Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

22.

Mai
2020
Freitag

Eine Gruppe ca. 18-jähriger Frauen und Männer ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 02:00 Uhr auf der Holsteinstraße in Reudnitz unterwegs. Dabei singen sie ein Lied der neonazistischen Band Landser. Zwei der Männer rufen anschließend zwei Mal "Sieg Heil".

Landser wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.

Männergruppe greift in Großzschocher Wagenplatzbewohner_innen und Passant_innen an

21.

Mai
2020
Donnerstag

Am Abend des sogenannten „Männertags“ greifen in Großzschocher, in der Nähe des Cospudener Sees, vier Personen die Bewohner_innen eines Wagenplatzes sowie Passant_nnen körperlich und verbal an und bedrohen diese mehrfach. Der Verlauf wird nachfolgend dokumentiert und zeigt dabei die menschenverachtende Dimension und politische Motivation des Angriffes. Hierbei kommt es zur expliziten Schilderung von Gewalterfahrungen.

"Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

21.

Mai
2020
Donnerstag

Auf der Dresdner Straße in Reudnitz ruft gegen 16.30 Uhr eine Personengruppe "Sieg Heil“. Dafür nutzen sie ein Megaphon. Sieben Personen können in der Köhlerstraße von der Bereitsschaftspolizei gestellt werden. Gegen sie wird Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet.