Neonazismus | chronik.LE

Neonazismus

Ereignisse nach Themen

Neonazistischer Angriff in Böhlitz

15.

Juni
2020
Montag

In der Nacht zu Dienstag überfallen Neonazis mehrere Personen, die am Steinbruch "Spielberg" in Böhlitz (Ortsteil von Thallwitz bei Wurzen) zelten. Die Truppe aus 13 Personen kommt zunächst gegen 21.30 Uhr an den Steinbruch. Sie hören Lieder der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band Landser und singen lauthals mit. Dabei werden auch Parolen wie "Zecken jagen" oder "Scheiß Zecken" gerufen. Gegen 22.30 Uhr verlassen sie den Ort. Die anderen Personen rufen ihnen "Nazis raus" hinterher.

Neonazis am Weißeplatz feinden Personen an

6.

Juni
2020
Samstag

Auf dem Stötteritzer Weißeplatz feinden Neonazis mehrere Personen an. Einer der Männer trägt ein T-Shirt, auf dem "White Power 100% racial" steht. Vorbeilaufende Personen werden mit dem Ausdruck "scheiß Zecken" aggressiv bepöbelt. Die Gruppe grölt lautstark herum und ist mehrere Straßen weit zu hören.

Neonazistische Propaganda in Taucha

5.

Juni
2020
Freitag

An der Endhaltestelle "An der Bürgerruhe" in Taucha werden auf Sitzbänken Sticker neonazistischer Parteien, u.a. von der faschistischen Kleinstpartei "III. Weg" und von "Junge Revolution" verklebt. Auf der Sitzfläche befindet sich ein mit der Hand gezeichnetes Hakenkreuz.
Außerdem finden sich daneben noch einige Sticker des Fußballvereins Lokomotive Leipzig.

Neonazis beobachten Kundgebung in Wurzen

29.

Mai
2020
Freitag

Auf dem Wurzener Marktplatz findet am Freitagabend eine Kundgebung gegen sogenannte Hygiene-Demos statt. Organisiert wird die Kundgebung von der Linksjugend Westsachsen. Im Redebeitrag spricht sich MDL Kerstin Köditz gegen Proteste gegen Corona-Maßnahmen aus, die auf der Grundlage antisemitischer Verschwörungstheorien beruhen. Am 8. Mai sowie am 15.

Hakenkreuz-Schmiererei in Oschatz

2.

Juni
2020
Dienstag

In Oschatz wird in blauer Farbe ein 30 x 30 cm großes Hakenkreuz an eine Hausfassade in der Clara-Zetkin-Straße geschmiert. Die Polizei ermittelt wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Neonazis attackieren Wohnhaus

30.

Mai
2020
Samstag

Über einen längeren Zeitraum zieht eine Gruppe von etwa fünf Neonazis durch die Straßen von Stötteritz. Dabei skandieren sie lauthals Parolen wie "Bambule, Randale, Rechtsradikale!". Als aus einem Haus heraus widersprochen wird, greifen sie dieses an. Den Bewohnern drohen sie damit, sie zu "zerficken" und sie zu töten.
Zwei von ihnen treten die Türe ein und randalieren im Treppenhaus. Dabei zerstören die Neonazis die Briefkästen des Hauses und machen Anstalten zu den Wohnungen vorzudringen. Im Treppenhaus machen sie kehrt und verlassen das Haus.

Rechte Gesänge und "Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

22.

Mai
2020
Freitag

Eine Gruppe ca. 18-jähriger Frauen und Männer ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 02:00 Uhr auf der Holsteinstraße in Reudnitz unterwegs. Dabei singen sie ein Lied der neonazistischen Band Landser. Zwei der Männer rufen anschließend zwei Mal "Sieg Heil".

Landser wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.

Männergruppe greift in Großzschocher Wagenplatzbewohner_innen und Passant_innen an

21.

Mai
2020
Donnerstag

Am Abend des sogenannten „Männertags“ greifen in Großzschocher, in der Nähe des Cospudener Sees, vier Personen die Bewohner_innen eines Wagenplatzes sowie Passant_nnen körperlich und verbal an und bedrohen diese mehrfach. Der Verlauf wird nachfolgend dokumentiert und zeigt dabei die menschenverachtende Dimension und politische Motivation des Angriffes. Hierbei kommt es zur expliziten Schilderung von Gewalterfahrungen.

"Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

21.

Mai
2020
Donnerstag

Auf der Dresdner Straße in Reudnitz ruft gegen 16.30 Uhr eine Personengruppe "Sieg Heil“. Dafür nutzen sie ein Megaphon. Sieben Personen können in der Köhlerstraße von der Bereitsschaftspolizei gestellt werden. Gegen sie wird Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet.

Neonazistische Schmierereien in Gerichshain angebracht

17.

Mai
2020
Sonntag

An zwei Wartehäuschen der S-Bahnstation Gerichshain werden zahlreiche neonazistische Schmierereien angebracht. Darunter befinden sich Hakenkreuze, SS-Runen sowie die Zahlencodes 88 (für "Heil Hitler") und 14. Letzterer steht dabei für die sogenannten 14 words des US-amerikanischen Neonazis David Eden Lane („We must secure the existence of our people and a future for White children.“, bzw „Wir müssen die Existenz unseres Volkes und die Zukunft für die weißen Kinder sichern.“).