Neulich

Ereignisse nach Themen

Neulich in Leipzig: Ordnung ist des Deutschen Lust

15.

Juni
2016
Mittwoch

Der Deutsche liebt Ordnung. Ordnung ist Teil "deutscher Tugenden" und damit Deutscher Ideologie. Ordnung gilt überall, gern im Kleingarten, im Hausflur und "vor der eigenen Tür". Die "Goldene Hausnummer" war eine Einrichtung zur Ordnungsdisziplinierung in der DDR, doch auch die DDR war ein deutscher Staat.

(Auch) zum Deutschen Ordnungssinn gibt es soetwas wie ein Gegenteil, ein Feindbild, also undeutsche unordnung. Das auf völkischer Ideologie aufbauende Ressentiment richtet sich gegen "Zigeuner"*.

Neulich in Leipzig: Sexistische Beleidigung gegen Schiedsrichterin

14.

November
2010
Sonntag

Während des Spiels in der Bezirksklasse zwischen dem Roten Stern Leipzig und dem SV Rot-Weiß Mehderitzsch beleidigte ein Spieler des Gastvereins die Schiedsrichterin auf sexistische Weise. Da er mit einer ihrer Entscheidungen unzufrieden schien, pöbelte er sie an: „Du pfeifst wie eine Fotze!“.

Neulich in der LVZ: Das Problem. Die Ausländer. Gut möglich.

31.

Mai
2016
Dienstag

In der Muldental-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung berichtet Redakteur Nikos Natsidis über die Arbeit des "Suchtarbeitskreises" (SAK) im Landkreis Leipzig. Das ehrenamtliche Gremium kämpft seit nunmehr 25 Jahren gegen die "Drogenwelle", die damals über die neuen Bundesländer hereinzuschwappen begann. "Die Befürchtung, dass nach dem Mauerfall die problematischen Seiten der westlichen Freiheit im Osten zu spüren sein würden, war schließlich nicht von der Hand zu weisen", schreibt Natsidis.

"U-Bahn-Lied" im Alfred-Kunze-Sportpark

1.

Februar
2015
Sonntag

Während des Gedenkspiels an den verstorbenen Marco Eckstein, einst Torwart des FC Sachsen Leipzig, zwischen Chemie Leipzig und einer Auswahl ehemaliger FC-Sachsen-Teamkollegen Ecksteins, kam es zum Absingen des antisemitischen, so genannten "U-Bahn-Liedes", was jedoch durch anwesende Fans sofort angesprochen und das weitere Singen unterbunden wurde.

Schon vor dem Spiel probierten rechts-orientierte und neonazistische Fans des früheren FC Sachsen Leipzig in den Alfred-Kunze-Sportpark zu kommen, aufgrund der Hausordnung wurde ihnen dies jedoch verwehrt.

Neulich in Leipzig: RB verbietet antirassistische Transparente

22.

Dezember
2014
Montag

Den Rahmen des letzten Spiels des Jahres 2014 wollte der RB-Fanclub "Red Aces" nutzen, um öffentlichkeitswirksam gegen den geplanten ersten Aufmarsch von Legida am 12.01. zu protestieren. Hierfür wurde im Vorfeld das Aufhängen entsprechender Transparente, die sich gegen Legida und gegen Rassismus richten sollten, bei RB Leipzig beantragt.

Neulich in der LVZ: Ein deutsches Dorf in der "Opferposition" der alliierten Angriffe 1944

5.

Januar
2015
Montag

An diesem Tag erscheint ein etwas anderer Artikel in der Lokalausgabe Delitzsch-Eilenburg der LVZ. Was diesen Artikel zu einem etwas anderen macht, kann relativ schnell eindeutig werden, wenn man Wert auf reflektierte und bewusste Berichterstattung legt. Der Artikel "Über 70 Bomben fielen auf Wiedemar" von Martin Franke gleicht einer autobiografischen Momentaufnahme der alliierten Bombenangriffe am 21.11.1944 auf das Gebiet, in welchem der Autor anscheinend aufgewachsen ist.

Neulich in Leipzig: Kneipengäste grölen U-Bahn-Lied und Nazi-Gruß

16.

November
2013
Samstag

In einer Kneipe unweit des Hauptbahnhofes wurde in der Nacht zu Sonnabend das sogenannte "U-Bahn-Lied" gegrölt. In den Schmähgesang, mit dem vor allem selbsternannte Fußball-Fans ihren Gegner_innen ankündigen, eine U-Bahn von deren Heimatort (in diesem Fall: Aue) bis nach Auschwitz, d.h. in das dortige Vernichtungslager der Nazis, zu bauen, stimmten auch drei jüngere Frauen ein, die sich vor dem Lokal aufhielten. Einmal so in Stimmung geraten, legten die Gäste der Kneipe mit mehrfachen "Sieg Heil"-Rufen nach.

Keine Barrierefreiheit in der neuen "Fußgänger_innen"unterführung am Hauptbahnhof

5.

August
2013
Montag

Nach der Schließung des Tunnels, der den Hauptbahnhof mit dem Kleinen Willy-Brandt-Platz verband, kam es zur Eröffnung des ersten Teils des City-Tunnels, der diese Aufgabe nunmehr übernimmt. Mit der Unterführung ist es Fußgänger_innen möglich, unterirdisch den Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt zu betreten oder diese hierüber zu verlassen. Durch die Unterführung sind nun sogar anliegende Straßenbahnhaltestellen erreichbar. Doch haben die Planer_innen ausschließlich an Fußgänger_innen gedacht, barrierefreie Mobilität wurde hier bisher verunmöglicht.

Rassistische Diskriminierung durch Jobvermittlungsagentur

17.

März
2013
Sonntag

Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt sind rau. Seit der Einführung von "Hartz IV" geht die staatliche Arbeitsvermittlung mit zahlreichen Sanktions- und Zwangsmitteln einher, die arg am Gedanken einer menschenwürdigen staatlichen Arbeitslosenfürsorge zweifeln lassen. In diesem Feld tummeln sich darüber hinaus auch immer mehr private Arbeitsvermittlungen - nicht unbedingt mit einem menschenwürdigeren Ansatz wie das folgende Beispiel nahelegt.

Homophobe und sexistische Beleidigungen gegen Polizist_innen

4.

Februar
2012
Samstag

Bei einer Begegnung mit Polizist_innen soll eine junge Frau diese sexistisch und homophob beschimpft haben. Die Situation endete in wüsten Beschimpfungen und nachhaltigen Rangeleien mit den Beamt_innen.

Es seien Aussagen wie „Fotze“, „Du schwule Schwuchtel. Ey Alter, ihr könnt mir gar nichts.“, „Schwanzlutscher“ und „scheißblondes Bullenschwein“ gefallen. Nach weiteren Auseinandersetzungen folgten Beschimpfungen wie „Hurensohn, ich schlag dir die Fresse ein“.