Neulich in Leipzig | chronik.LE

Neulich in Leipzig

Ereignisse nach Themen

Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Juli 2011

31.

Juli
2011
Sonntag

In fünf Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Juli die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet. Bei den Schilderungen der Fälle nennt die Polizei nicht-deutsche Herkunft und rechtlichen Aufenthaltsstatus von Tatverdächtigen. Diese stehen jedoch mit den Taten in keinerlei erkennbarem Zusammenhang.

Neulich bei der Polizei: Verstoß gegen den Pressekodex

20.

Juni
2011
Montag

Die Polizeidirektion Leipzig informiert in ihrer Pressemitteilung vom 20. Juni von einem Vorfall am 18. Juni. Es wird über den Diebstahl einer Handtasche berichtet, den eine Zeugin bei der Polizei meldete. Daraufhin wurde ein Mann festgenommen, auf den Beschreibung der Zeuginnen zutrafen. Der Tatverdächtige sei, so wird es in der Pressemitteilung der Polizei ausgeführt, ein "Tunesier, der sich hier mit Duldung aufhält".

Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Juni 2011

30.

Juni
2011
Donnerstag

In zwei Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Juni Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet. Bei den Schilderungen der Fälle nennt die Polizei nicht-deutsche Herkunft und rechtlichen Aufenthaltsstatus von Tatverdächtigen. Diese stehen jedoch mit den Taten in keinerlei erkennbarem Zusammenhang.

Neulich in Leipzig: Die Polizei, Drogen und "offensichtliche Ausländer"

9.

Juni
2011
Donnerstag

Die zur Zeit in Leipzig scharf geführte Drogen- und Kriminitalitätsdebatte schlägt sich auch in der Presseberichterstattung der Polizei nieder. So wird seit einigen Wochen vermehrt auf vermeintliche Zusammenhänge von Drogenkonsum und festgestellten Straftaten verwiesen. Dabei erwähnt die Polizeidirektion Leipzig in ihrer Berichterstattung auch oft die nicht-deutsche Herkunft von Verdächtigen.

Neulich bei der Polizei: Schuhgeschäft leer geräumt

23.

Mai
2011
Montag

In der Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig vom 23. Mai wird unter der Überschrift "Ob das eine Frau war?" auf einen Einbruch in ein Schuhgeschäft in der Innenstadt verwiesen, bei dem "Schuhe (...) offenbar völlig uninteressant (waren)", was zumindest aus der Perspektive der Leipziger Polizei, "die Frage nach dem Geschlecht des Einbrechers nahe legt".

Neulich bei der Polizei: "Libyer und Algerier" stehlen Laptop

9.

Mai
2011
Montag

Die Polizeidirektion Leipzig informiert in ihrer Pressemitteilung vom 9. Mai von einem Vorfall am Tag zuvor. Es wird über den den Diebstahl eines Laptops berichtet, den ein Zeuge beobachtet hat und daraufhin die Polizei alarmierte. Als die Polizei eintraf, mussten sich beiden Beschuldigten einer "Identitätskontrolle" unterziehen, bei der festgestellt wurde, dass "sich um einen 36-jährigen Libyer und einen 36-jährigen Asylbewerber aus Algerien handelte."

Neulich bei der Polizei: Ausländische Herkunft führt zu Schrottdiebstahl

13.

April
2011
Mittwoch

In einer Pressemitteilung der Polizei Westsachsen wird am Mittwoch über einen Fall von Schrottdiebstahl berichtet. Erfreut wird vermeldet, dass die Täter rasch gefasst werden konnten. Obwohl die Angabe keinerlei Zusammenhang zum Tatgeschehen aufweist, kann es sich die Polizei auch dieses mal nicht verkneifen, auf die nicht-deutsche Herkunft der Täter hinzuweisen.

Neulich in der LVZ: Völkerkunde im Sportteil

23.

Februar
2011
Mittwoch

In der Mittwochsausgabe der Leipziger Volkszeitung (LVZ) kommentiert Guido Schäfer das bevorstehende Spiel des Fußball-Drittligisten "RB Leipzig" gegen die Berliner Mannschaft "Türkiyemspor". Dabei lässt der Sportredakteur ausgesprochenes völkerkundliches Expertenwissen über "Türken" erkennen. Unter anderem heißt es, der Trainer von RB Leipzig „kennt und schätzt die Mentalität der Südländer: 'Für türkische Mannschaften sind Stolz und Ehre ganz wichtig'“. Des weiteren werden die Berliner als "heißblütige türkische Fußballer" bezeichnet.

"Hoher Durchmischungsgrad": Rassismus auf dem Leipziger Gesundheitsamt

20.

Januar
2011
Donnerstag

Es muss ja nicht unbedingt etwas schlechtes sein, wenn Mitarbeiter_innen von Behörden ein etwas intensiveres Interesse für die Bürger_innen zeigen, die mit einem Anliegen zu ihnen kommen. Trotzdem wunderte sich eine junge Leipzigerin, als sie neulich auf dem Gesundheitsamt bei der Schuluntersuchung ihrer Tochter danach gefragt wurde, ob sie noch Kontakt zum Vater habe und was er arbeite. Die Eltern leben getrennt, die Mutter hatte aber seinen Namen und seine Telefonnummer angegeben.

Rückzugsräume für Obdachlose werden weiter eingeschränkt

22.

Januar
2011
Samstag

Nachdem bereits die Connewitzer Filiale der Sparkasse Leipzig am 8. November 2010 jede Nacht zwischen 21 und 6 Uhr wegen "auftretender Verunreinigungen" geschlossen bleibt, zieht nunmehr die Filiale an der Karl-Liebknecht-Straße nach.