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Ereignisse nach Themen

Aufkleber der Identitären Bewegung im Leipziger Osten angebracht

15.

Februar
2018
Donnerstag

Auf der Brücke zwischen den Leipziger Stadtteilen Neustadt-Neuschönefeld/Volkmarsdorf und Schönefeld werden mehrere Sticker der "Identitären Bewegung" angebracht. Auf diesen ist u.a. "Multikulti ist eine Lüge" zu lesen.

Verharmlosung des Nationalsozialismus auf Jodel

7.

Februar
2018
Mittwoch

Eine Person veröffentlicht auf der App Jodel in Leipzig den Kommentar "Während der Prüfungsphase ist mein Wohnzimmer immer ein einziges Lernlager - oder wie ich es auch liebevoll nenne: Konzentrationslager". Der Kommentar wird mehr als 200 mal positiv bewertet. Ein anderer User freut sich über den Kommentar, besonders "weil [er] so viele triggern wird".
Die App Jodel wird hauptsächlich von Studierenden genutzt. Sie ermöglicht es ihren Usern anonymisierte Beiträge zu veröffentlichen, die in einem Radius von 10 Kilometern für andere Nutzer sichtbar sind.

Hitlergrüße und "Sieg Heil"-Rufe

4.

Februar
2018
Sonntag

Eine Gruppe von zehn jungen Männern skandiert beim Warten auf den Bus in Leipzig-Reudnitz Fußballgesänge (u.a. "Chemie Leipzig, Hurensöhne") und "Sieg Heil". Angestachelt durch die Fußballgesänge stimmen auch umstehende Personen ein.

Rechtes Transparent in Rötha aufgehangen

24.

September
2017
Sonntag

In der Nacht zur Bundestagswahl wird in Rötha ein Transparent aufgehangen. Auf diesem ist "Tauscht die Politiker aus bevor sie das Volk austauschen" zu lesen. Die Metapher des "großen Austauschs" ist ein neurechtes Argument, welches von einem gezielten Austausch einer angestammten deutschen Bevölkerung durch Migrant_innen ausgeht, der von politischen und wirtschaftlichen Eliten gesteuert wird. Ein Bild des Transparents taucht auf der rassistischen Facebook-Seite Bürgerinitiative "Rötha wehrt sich" auf.

Hakenkreuze und antisemitische Propaganda in Eilenburg

8.

Juni
2017
Donnerstag

Zwei Frauen lassen in Eilenburg einen Papierflieger mit Hakenkreuzen und antisemitischen Äußerungen umherfliegen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird im Dezember 2017 eingestellt.

"Horst-Wessel-Lied" angestimmt

2.

Juli
2017
Sonntag

Ein Erwachsener singt in Leipzig eine Zeile des "Horst-Wessel-Liedes" und zeigt den Hitlergruß. Das Lied entstand als Kampflied der SA und avancierte später zur Parteihymne der NSDAP. Nach der Machtübernahme fungierte das Lied de facto als zweite Nationalhymne.
Der Erwachsene wird dafür im Dezember 2017 wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen verurteilt.

Hitlergruß in Deutzen

23.

September
2016
Freitag

Ein Erwachsener zeigt im Neukieritzscher Ortsteil Deutzen den Hitlergruß und ruft dabei "Sieg Heil". Dafür wird er im Dezember 2017 wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 15 Tagessätzen verurteilt.

Neonazis veröffentlichen Blick auf Muldental

25.

Januar
2018
Donnerstag

Die neonazistische Seite "Lebenszeichen Muldental" veröffentlicht anlässlich der jüngsten Ereignisse in Wurzen einen eigenen Jahresrückblick - allerdings auf das Jahr 2016. Dieser ist mit "Kulturelle Bereicherung im Muldental 2016" überschrieben und soll Straftaten von "Gästen, Kulturbereicherern und Linkskriminellen" sammeln.

Rechte Propaganda vor Sozialamt

19.

August
2017
Samstag

Unbekannte beschmieren den Fußweg vor dem Eingangsbereich des Sozialamtes in Leipzig in arabischer Sprache mit dem Schriftzug "Kehrt in eure Heimat zurück". Dazu werden Aufkleber der neurechten Initiative "einprozent" mit dem Schriftzug "Kehrt in eure Heimat zurück. Euer Land braucht euch" angebracht. Das neurechte Projekt "Ein-Prozent" ist eine Art zivilgesellschaftliche Organisation der Neuen Rechten, dessen Ziel die Vernetzung und Unterstützung rechter Projekte und Aktionen ist.

Neonazistische Gedenkveranstaltung in Delitzsch

10.

September
2017
Sonntag

Die neonazistische Kleinstpartei "Der III. Weg" führt in Delitzsch eine Gedenkveranstaltung im Rahmen eines "Heimatvertriebenen-Aktionstages" durch. Unter dem Motto "Verzicht ist Verrat" will die Partei dabei auf das Schicksal der deutschen Vertriebenen aufmerksam machen. Der Aufruf endet mit der Forderung "Wir fordern die friedliche Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen." Damit wird der Anschluss der ehemaligen deutschen Ostgebiete gefordert, was durch den Zwei-plus-Vier Vertrag von 1990 ausgeschlossen ist.