Rassismus | chronik.LE

Rassismus

Ereignisse nach Themen

Rassistisch motiviertes Anhusten in Connewitz

2.

Mai
2020
Samstag

Am Samstagabend laufen zwei Männer in Connewitz an der Ecke Stockartstraße/ Bornaische Straße in Leipzig Connewitz extrem nah an einer Person vorbei, wobei sie diese gezielt anhusten. Die betroffene Person hatte einen Schal als Kopftuch auf. Einige Meter weiter husten beide Männer erneut demonstrativ und machen Brechreiz-Geräusche in Richtung des Eingangs eines Imbiss. Danach lachen sie ausgelassen.

Rassistisches Graffito in Lindenau angebracht

25.

April
2020
Samstag

An einer Hausecke in Altlindenau ist seit einiger Zeit der Spruch "Kill the Cop" angebracht. Eine Person bemerkt, dass es um einen rassistischen Inhalt erweitert wurde. Nun steht dort "Kill the Cop / Moslem".

Misogyne Beleidigung gegen eine Journalistin

13.

April
2020
Montag

Ein Mann beschimpft eine taz-Journalistin per E-Mail und beleidigt sie misogyn, nach dem sie sich auf Twitter über einen Femizid in Leipzig geäußert hat. In der Mail nennt er die betreffende Journalistin "eine linksgrüne zugekiffte, zugedröhnte, verlogene TAZ-Pseudoemanze", die auf Twitter "jammern" würde. Er wirft ihr vor, die Herkunft des Täters zu verschweigen. Die E-Mail endet mit den Worten "Nieder mit dem verbrecherischen, mörderischen Merkel-Regime! + Merkel muß weg!".

#keinemehr: Femizid in Connewitz

8.

April
2020
Mittwoch

Gegen Mittag wird eine Frau durch ihren Ex-Freund im Parkplatzbereich an der Neuen Linie angegriffen und schwer verletzt. Die Frau ist mit ihrem drei Monate altem Kind spazieren, als der Mann sie attackiert und ihr schwerste Kopfverletzungen zufügt; das Kind bleibt unverletzt. Passant*innen alarmieren den Rettungsdienst sowie die Polizei, woraufhin die Frau in ein Krankenhaus eingeliefert wird.

Rassistische Anfeindungen in Plagwitz

6.

April
2020
Montag

Zwei Personen gehen an der Haltestelle Antonien-/Gießerstraße vorbei, als sie von zwei Jugendlichen mit "es ist Corona-Zeit" angepöbelt werden. Als die beiden Personen weitergehen wollen, folgen ihnen die Jugendlichen und beleidigen sie mehrfach rassistisch, z.B. als "Schlitzauge". Auch die Ankündigung die Polizei zu rufen, hält die beiden Täter_innen nicht von weiteren Beleidigungen ab. Eine Täterin ruft "Sieg Heil" und betont, dass sie "stolze Deutsche" sei. Sie führt weiter aus, dass sie Fieber hätte und spuckt auf eine der beiden Personen.

Rechte Schmierereien in Gerichshain

5.

April
2020
Sonntag

Die Bahnunterführung zwischen Zweenfurth und Gerichshain ist mit verschiedenen neonazistischen und rechten Schmierereien beschmiert. So sind mehrere Hakenkreuze und SS-Runen angebracht. Weiterhin finden sich Slogans wie "Sieg Heil", "Deutschland Erwache", "Scheiß Judenrepublik" und "Mohame Achmed alles raus" (Schreibweise im Original). Unter einem großen Hakenkreuz ist weiterhin "Die AfD war hier" vermerkt. Offenbar fühlen sich diese Neonazis in Ihren politischen Positionen parlamentarisch durch die AfD vertreten.

Rassistische Anfeindungen im Supermarkt

30.

März
2020
Montag

Zwei BIPOC gehen in einem Supermarkt auf der Merseburger Straße einkaufen. Eine vor ihnen stehende Person packt die Einkäufe auf das Kassenband und schreit die beiden an, dass sie (aufgrund von Corona) zwei Meter Abstand halten sollen. Sie geht auf die beiden zu und schubst den Mann nach hinten. Der Angegriffene ist sichtlich erschrocken und weist darauf hin, dass er nicht angefasst werden will. Die Frau ergänzt ihr übergriffiges Verhalten mit dem Kommentar "Sowas lernt ihr zu Hause bei euch nicht".

Gedenkplakat in Lindenau geschmäht

30.

März
2020
Montag

Im Februar 2020 hatte ein Täter in Hanau (Hessen) neun Personen in und vor zwei Shisha-Bars sowie seine Mutter erschossen. Am Lindenauer Markt sind Plakate mit Bildern der Todesopfer des rassistischen Anschlags angebracht, die an die Tat erinnern. Auf diese Plakate schmiert eine Person mit schwarzem Edding das Wort "Kanackenverbrecher".

Mann schießt mit Reizgas auf afghanische Jugendliche

26.

März
2020
Donnerstag

In einem Einkaufscenter in Grünau feuert ein Mann mehrmals eine Schreckschusspistole ab, nachdem er eine Auseinandersetzung mit drei afghanischen Jugendlichen begonnen hatte.
Die drei Jugendlichen sitzen auf einer Bank, als ein 42-jähriger Mann sie anspricht und auffordert, voneinander Abstand zu halten. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei welcher der Mann mehrere Gaspatronen aus seiner Schreckschusspistole abfeuert. Einer der Jugendlichen hat daraufhin Atemprobleme und gereizte Augen. Das Securitypersonal des Einkaufszentrum beendet die Auseinandersetzung.

NPD-Bürgerwehr inszeniert Schutzzone in Oschatz

14.

Januar
2020
Dienstag

Mindestens vier Neonazis inszenieren in Oschatz eine "Schutzzonen"-Aktion der NPD. Selbst beschreibt die Partei die Kampagne wie folgt: "Im Rahmen der sogenannten Schutzzonenkampagne sollen Räume geschaffen werden, die – zeitlich begrenzt oder langfristig – Schutz vor Gewalt, Bedrohung und Verfolgung bieten." Der Bundesrepublik werfen sie vor, dass sie ihre Bürger_innen angeblich nicht mehr effektiv schützen könne. Diese Lücke solle nun von der NPD gefüllt werden, welche sich damit als Beschützerin inszeniert.