Rassismus

Ereignisse nach Themen

Rassistische Hetze in Wurzener Supermarkt

23.

Juli
2016
Samstag

In einem Wurzener Supermarkt machte eine Kundin gegenüber einer Kassiererin abwertende Äußerungen zu drei Frauen mit Kopftuch, welche gerade den Supermarkt betreten hatten. Sie führte aus, dass es "immer mehr" und "immer schlimmer" werden würde. Weiterhin forderte sie eine Bombe einzusetzen, denn "da triffste immer die richtigen". Die Kassiererin stimmte dem mit einem Kopfnicken zu. Andere Menschen in der Kassenschlange äußerten sich dazu nicht.

Wurzener hetzt auf Facebook gegen Asylsuchende

29.

Januar
2016
Freitag

In einem Online-Kommentar bezeichnete Anfang diesen Jahres ein 43-jähriger Wurzener Asylsuchende als "Viehzeug" und "Viecher", welche "schön kostenlos Taxi fahren können" und "unsere Frauen vergewaltigen" würden.
Für diese Äußerungen verurteilte ihn das Amtsgericht Grimma im Juli zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen, dies entspricht einer zu zahlenden Strafe von 1950€. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Oschatz: Rassistische Hetze im Zug

23.

Juli
2016
Samstag

Drei Männer steigen in Oschatz in den Zug Richtung Dresden ein und lesen gemeinsam in der Lokalzeitung. Sie entnehmen die Information, dass in Oschatz bald eine Unterkunft für Asylsuchende errichtet werden soll. Dies wird lautstark negativ kommentiert. Geäußert wird in abwertendem Duktus, dass es damit um die Ruhe und den Frieden in Oschatz nun vorbei sei. Dann steigern sie sich in die Forderung nach Abriss des Gebäudes. Eine Person kündigt an, notfalls selbst Hand anzulegen und mit Hilfe eines Baggers das Gebäude zu zerstören.

Geplante Asylunterkunft in Gohlis mit Steinen attackiert

23.

Juli
2016
Samstag

Fünf Scheiben einer noch nicht bezugsfertigen Asylunterkunft in der Lindenthaler Straße in Leipzig-Gohlis sind am Morgen des 23. Juli mit Steinen eingeworfen wurden. Der Schaden liegt laut Polizei im unteren vierstelligen Bereich. Da eine politischen Motivation für die Tat anzunehmen ist, hat das Dezernat Staatsschutz die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. In der Unterkunft, einem ehemaligen Autohaus, sollen ab Oktober 2016 laut Stadtverwaltung 220 Geflüchtete unterkommen.

Die "Identitären" verteilen Papierschnipsel in Einkaufszentrum

9.

Juli
2016
Samstag

Im Vorfeld des LEGIDA-Aufmarsches unter dem Motto "Wir gegen Gewalt" warfen am frühen Nachmittag des 09.07. mehrere Personen der neurechten "Identitären Bewegung Leipzig" massenhaft Papierschnipsel mit dem Hashtag "Remigration" im Einkaufszentrum "Höfe am Brühl" über eine Brüstung. Weiterhin sprühten sie dieses ebenfalls mehrfach im Umfeld des Einkaufszentrums.
Der Slogan "Remigration" kann hierbei als rassistische Aufforderung an Flüchtlinge verstanden werden, Deutschland zu verlassen.

Neulich in Grimma: Polizei entwendet Asylsuchendem Fahrrad-Ventile

19.

Juni
2016
Sonntag

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle sollen sich Polizist_innen rassistisch verhalten haben. Beamt_innen des Polizeireviers Grimma kontrollierten das Fahrrad eines 17-jährigen Asylsuchenden, wobei sie festgestellt haben sollen, dass das Licht nicht funktionieren würde. Daraufhin ließen sie die Luft aus den Reifen des Radfahrers und behielten die Ventile ein, angeblich um die Weiterfahrt ohne Beleuchtung zu unterbinden. Am kommenden Tag wollte der Jugendliche die Ventile im Revier abholen, jedoch waren diese angeblich nicht auffindbar.

Neulich in Leipzig: Ordnung ist des Deutschen Lust

15.

Juni
2016
Mittwoch

Der Deutsche liebt Ordnung. Ordnung ist Teil "deutscher Tugenden" und damit Deutscher Ideologie. Ordnung gilt überall, gern im Kleingarten, im Hausflur und "vor der eigenen Tür". Die "Goldene Hausnummer" war eine Einrichtung zur Ordnungsdisziplinierung in der DDR, doch auch die DDR war ein deutscher Staat.

(Auch) zum Deutschen Ordnungssinn gibt es soetwas wie ein Gegenteil, ein Feindbild, also undeutsche unordnung. Das auf völkischer Ideologie aufbauende Ressentiment richtet sich gegen "Zigeuner"*.

Gedenktafel für Kamal K. zerstört

7.

Juni
2016
Dienstag

Die Tafel zum Gedenken an den rassistischen Mord an Kamal K. wurde von Unbekannten zerstört.

Neulich in der LVZ: Das Problem. Die Ausländer. Gut möglich.

31.

Mai
2016
Dienstag

In der Muldental-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung berichtet Redakteur Nikos Natsidis über die Arbeit des "Suchtarbeitskreises" (SAK) im Landkreis Leipzig. Das ehrenamtliche Gremium kämpft seit nunmehr 25 Jahren gegen die "Drogenwelle", die damals über die neuen Bundesländer hereinzuschwappen begann. "Die Befürchtung, dass nach dem Mauerfall die problematischen Seiten der westlichen Freiheit im Osten zu spüren sein würden, war schließlich nicht von der Hand zu weisen", schreibt Natsidis.

Rassistischer Überfall auf zwei Asylsuchende in Borna

14.

Mai
2016
Samstag

In der Nacht zum Samstag haben vier Personen an einer Bushaltestelle zwei Asylsuchende aus Pakistan überfallen. Einer der beiden wurde durch Schläge und Tritte so stark verletzt, dass er ambulant in einer Klinik behandelt werden musste.
Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, wurden zwei der mutmaßlichen Angreifer im Alter von 26 und 28 Jahren nur wenig später aufgegriffen, wobei sie die Polizeibeamten mehrfach beleidigten. Die Tatverdächtigen sind der Polizei bereits als politisch motivierte Straftäter aus der rechten Szene bekannt.