Rassismus

Ereignisse nach Themen

Wir für Oschatz hetzt gegen E-Werk

16.

Dezember
2020
Mittwoch

Auf der rechten Facebookseite "Wir für Oschatz" erscheint ein diffamierender und verzerrender Artikel über das soziokulturelle E-Werk in Oschatz. Die Verfasser_innen brüsten sich damit von "einem Vögelchen aus dem sächsichen Landtag" Erkenntnise über die Finanzierung des E-Werks erlangt zu haben und versuchen diese zu skandalisieren. Vor allem die Angebote mit Geflüchteten scheinen dabei den rassistischen Nerv von "Wir für Oschatz" zu treffen. Dabei stellt die Förderung und auch die Höhe dieser keine Besonderheit dar, zumal sie durch demokratische Institutionen bewilligt werden.

Rassistischer Angriff in Wurzen

31.

Mai
2019
Freitag

Eine Gruppe Vermummter versucht in Wurzen in ein Mehrfamilienhaus einzudringen um eine_n Geflüchteten anzugreifen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Rassistisch motivierter Eierwurf in Wurzen

4.

Mai
2020
Montag

In Wurzen wird ein "syrischer Staatsangehöriger" mit einem Ei beworfen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung gegen drei Tatverdächtige wird eingestellt.

Delitzscher AfD-Abgeordneter verbreitet Rassismus

7.

November
2020
Samstag

Der Delitzscher Bürgermeister Manfred Wilde teilt in einer Delitzscher Facebook-Gruppe einen Link mit einer Übersicht über verlegte Stolpersteine in Delitzsch auf der offiziellen Stadtseite. Stolpersteine werden am letzten frei gewählte Wohnort von Menschen angebracht, die im Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Grabmal von Kamal Kilade beschmiert

8.

Dezember
2020
Dienstag

Der Grabstein von Kamal Kilade wird mit einem Davidstern und einem Hakenkreuz beschmiert. Kamal Kilade wurde 2010 von zwei Neonazis am Leipziger Hauptbahnhof ermordet. Er ist damit eines von 10 Todesopfern rechter und rassistischer Gewalt in und um Leipzig.

Rassistische Sticker zwischen Grimma und Großbothen angebracht

9.

Dezember
2020
Mittwoch

An den Ampeln auf der Straße zwischen Grimma und Großbothen werden immer wieder neonazistische und rassistische Sticker angebracht. Aktuell sind mehrere rassistische Motive aus dem Sortiment des neonazistischen Versandhandels Politaufkleber zu finden. Auf diesen werden Geflüchtete wahlweise als "Wirtschaftsflüchtlinge" und Kriminelle dargestellt. Die Bebilderung folgt dabei rassistischen Stereotypen. Einer der Sticker stellt anstelle eines Geflüchteten einen Affen dar, welcher als Verbrecher stilisiert wird.

Rassistische Beleidigung im Leipziger Osten

1.

Dezember
2020
Dienstag

Eine Person of Color überquert an der Ecke Hermann-Liebmann-Straße/Eisenbahnstraße die Kreuzung. Ein Radfahrer muss deswegen leicht abbremsen. Als er an der Person vorbeifährt, pöbelt er sie deshalb mit den Worten "Verzieht euch alle von hier, ihr Dreckschweine" an.

Neonazistische Sticker in Gerichshain angebracht

22.

November
2020
Sonntag

An der S-Bahnstation Gerichshain werden mindestens vier neonazistische Sticker verklebt. Auf diesen ist "Make Germany white Again" zu lesen. Darunter befinden sich drei eiserne Kreuze.

Rassistische Anfeindungen in Grimma

16.

November
2020
Montag

Drei Geflüchtete unterhalten sich auf dem Bahnhofsvorplatz in Grimma in ihrer Muttersprache als ein ca. 40-jähriger Mann in Armeekleidung kommt und anfängt sie zu beleidigen. Dabei fallen Parolen wie "Wir sind hier in Deutschland", "Deutschland ist für die Deutschen" und "In Deutschland wird Deutsch gesprochen". Als die angesprochenen auf Deutsch antworten reagiert er aggressiv. Die Begegnung reiht sich in alltägliche rassistische Erfahrungen der Betroffenen ein.

Rechte Sticker in Borna verklebt

22.

November
2020
Sonntag

Am Bahnhof in Borna werden mehrere Aufkleber der rechten Kampagne "Schülersprecher.info" verklebt. Auf diesen ist eine stilisierte Schulklasse zu sehen, in welcher Weiße eine Minderheit darstellen. Der rassistischen Ideologie der Jungen Nationalisten nach stellt dies einen unhaltbaren Zustand dar. Deshalb werden die Leser_innen aufgefordert, sich dagegen zu wehren. Die Kampagne Schülersprecher wird durch die Jugendorganisation der NPD, den Jungen Nationalisten (JN), getragen.