Rassismus

Ereignisse nach Themen

Rechte Sticker in Kleinzschocher angebracht

22.

Oktober
2020
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag werden in der Kulkwitzer Straße in Kleinzschocher Sticker der "Identitären Bewegung" verklebt. Auf diesen ist "Offene Grenzen töten" zu lesen. Auf dem Sticker ist ein überbelegtes Schlauchboot auf dem Mittelmeer zu sehen. Anstatt anzuerkennen, dass regelmäßig Menschen im Mittelmeer ertrinken, werden Geflüchtete als Gefahr inszeniert.

Zahlreiche neonazistische Sticker und Graffiti in Brandis angebracht

19.

Oktober
2020
Montag

In Brandis werden vor allem entlang der Wurzener Straße, Braustraße und Grimmaische Straße zahlreiche rechte und neonazistische Sticker und Graffiti angebracht. Auf den Stickern ist unter anderem "Fck Antifa" und "White Lives Matter" zu lesen. Letzterer kehrt die antirassistische Bedeutung der Black Lives Matter-Bewegung um und setzt sich implizit für eine weiße Vorherrschaft ein. Auch weitere angebrachte Sticker der Identitären Bewegung stehen für diese Perspektive. Als Graffiti werden der Slogan "NS Zone" und "FCK AFA" angebracht.

Rassistische Anfeindung in Torgau

7.

April
2020
Dienstag

Ein Erwachsener äußert sich in Torgau rassistisch gegenüber einer anderen Person. Dafür wird er wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen verurteilt.

Rassistische Bedrohung in Markranstädt

30.

April
2020
Donnerstag

Ein Erwachsener beschimpft eine Person in Markranstädt rassistisch. Für den Fall verbaler Gegenwehr droht er mit körperlicher Gewalt. Dafür wird er wegen Tatmehrheit mit Nötigung zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen verurteilt.

Rassistische Botschaften in Mölkau

3.

Juli
2020
Freitag

Immer wieder werden in Mölkau rassistische Sticker verklebt und neonazistische Graffiti angebracht. Regelmäßig werden diese jedoch auch durch engagierte Anwohner_innen entfernt. Dies stört die anbringende Person offensichtlich. In einer handgeschriebenen Botschaft beschwert sie sich darüber, dass "immer wieder diese kleinen Botschaften ans Volk" abgerissen werden. Weiterhin werden der Islam und Muslime als "Verbrecher Religion" bezeichnet in welcher eine Ziege noch mehr Wert sei als eine Frau. Den Sachsen komme im Kampf gegen diese Entwicklungen eine besondere Rolle zu.

Radmuttern am Auto gelöst

2.

Juli
2020
Donnerstag

Unbekannte lockern die Radmuttern einer Schwarzen Person in Mölkau. Diese hatte die Muttern erst zwei Wochen zuvor nachziehen lassen und geht daher von einer gezielten Aktion aus. Aufgrund vorheriger Erfahrungen im Stadtviertel ordnet sie den Vorfall als rassistisch motiviert ein.

NPD-Kundgebung in Trebsen

4.

Oktober
2020
Sonntag

Die NPD Sachsen führt eine Kundgebungstour "gegen Ausländerkriminalität und Masseneinwanderung" in Sachsen durch. Nach Döbeln und Freiberg macht die Tour auf dem Trebsener Marktplatz Halt. Motto ist diesmal "Migration tötet! Kriminelle Ausländer raus." Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hatte den Slogan "Migration tötet" im April 2020 als Volksverhetzung eingestuft. Die Polizei weigert sich eine diesbezügliche Anzeige aufzunehmen.

Neonazistische Parolen und Angriff auf Fockeberg

25.

September
2020
Freitag

Auf dem Fockeberg hält sich eine große Gruppe Jugendlicher auf. Aus der Gruppe werden verschiedenste rassistische, sexistische und antisemitische Äußerungen gerufen. Als eine kleinere Gruppe sie daraufhin anspricht und dies problematisiert, reagieren viele der Jugendlichen mit Drohungen und Pöbeleien.
Daraufhin entschließt sich die kleinere Gruppe zu gehen. Dabei werden sie von ca. 15 Personen mit Flaschen und weiteren Gegenständen beworfen.

Rechte Parolen in Volkmarsdorf

25.

September
2020
Freitag

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag ruft eine Person gegen 2 Uhr auf der Benningsenstraße mindestens 5-6 mal lautstark die neonazistische Parole "Deutschland den Deutschen - Ausländer raus". Daraufhin wird die Person von einem_r Anwohner_in freundlich aufgefordert "die Fresse zu halten". Etwas später ruft die Person aus größerer Entfernung nochmals die Parole.

Radiomoderator verunglipmft Geflüchtete

16.

September
2020
Mittwoch

Der Moderator von Radio Leipzig, André Hardt, verunglimpft in einer Radiosendung Geflüchtete auf Moria. Er vergleicht diese mit einem Fremden, der bei einer hilfsbereiten Familie im Gästezimmer wohnen könne und dann aber auch das Schlaf- und Wohnzimmer fordere. Als die Gastfamilie ihm dies nicht zugesteht, zündet er - der Erzählung folgend - das Zimmer einfach an. Die Analogie, die der Moderator zieht, geht davon aus, dass Geflüchtete das Camp in Moria selbst angezündet hätten und überträgt das auf alle Geflüchteten vor Ort.