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Neonazismus

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Analyse und Kritik" (ak 568) findet sich auf Seite eins ein (gekürzter) Beitrag von chronik.LE zur mangelhaften gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Terror des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). Ungekürzt kann der Beitrag an dieser Stelle nachgelesen werden.

Weiterhin möchten wir auf eine neue Broschüre zum Mythos Dresden hinweisen, die ak gemeinsam mit "Der Rechte Rand" herausgebracht hat. Das 24-seitige Heft kann online auf der Webseite von ak abgerufen werden [2,6 MB].

Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Januar 2012

31.

Januar
2012
Dienstag

In vier Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Januar die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet.

Die in den Pressemitteilungen aufgeführten Taten stehen in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen. Erst recht gilt dies für den rechtlichen Aufenthaltsstatus mutmaßlicher Täter.

Neonazis als Nachbarn: Organisierte Szene nutzt Wohnungen in Zentrum-Ost als Anlaufpunkt

31.

Dezember
2011
Samstag

Um die 30 Personen besuchten eine Silvesterveranstaltung in einer von Nazis genutzten Wohnung in der Langen Straße 15. Das meldete am 10. Januar das Bündnis Ladenschluss unter Bezugnahme auf Anwohner_innen. Gegen 0.00 Uhr sollen sich die Personen, die zum großen Teil dem rechten Hooliganmilieu zuzuordnen seien, vor das Haus begeben haben. Nachbarn beobachteten, dass sie auf der Straße vor dem Haus mit ungewöhnlich kräftigen Böllern zwei Autos bewarfen und schwer beschädigten. Außerdem beleidigten die feiernden Nazis unbeteiligte Personen und griffen auch diese mit Böllern an.

Neonazi-Fahne in der Langen Straße

9.

November
2011
Mittwoch

Seit November 2011 nutzen Personen, die der Leipziger Neonaziszene angehören, eine Wohnung in der Langen Straße 15 als semi-öffentlichen Party- und Veranstaltungsraum.

Schikaniert Amazon arabische Angestellte?

20.

Dezember
2011
Dienstag

Berichte von Betroffenen in der Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch legen nahe, dass der Versandhändler Amazon Saisonarbeiter_innen aufgrund ihrer zugeschriebenen nicht-deutschen Herkunft diskriminiert hat.

Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Dezember 2011

31.

Dezember
2011
Samstag

In sechs Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Dezember die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet. So beschreibt die Polizei in einem Fall den Versuch eines Autodiebstahls in Gohlis, bei dem der Beschuldigte beobachtet und festgenommen wurde. Die Staatsangehörigkeit des vermeintlichen Täters wird dabei in Zusammenhang mit seiner wiederholten Straffälligkeit genannt.

Zeugen eines sexistischen Übergriffs am Bahnhof von Täter und Polizei beleidigt

19.

November
2011
Samstag

Am Samstagmorgen wurden zwei Personen in der Leipziger Innenstadt, unweit des Hauptbahnhofes, Zeugen eines Übergriffs auf eine Frau. Diese wurde von einem Mann gegen eine Wand gedrückt und schrie um Hilfe. Die Zeugen verständigten die Polizei und versuchten, die Situation zu beruhigen. Nachdem sich die Frau befreien konnte, wurden die Zeugen selbst von dem Mann rassistisch und antisemitisch beleidigt, bedroht und einer von ihnen geschlagen.

Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat November 2011

30.

November
2011
Mittwoch

In zwei Fällen hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat November die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet.

Die in den Pressemitteilungen aufgeführten Taten stehen in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen. Erst recht gilt dies für den rechtlichen Aufenthaltsstatus mutmaßlicher Täter.

Nicht-weiße Puppe "erhängt"

30.

Juni
2011
Donnerstag

In der Antwort des Sächsischen Innenministeriums auf die monatlichen Kleinen Anfragen zu den "Juristischen Folgen von Straftaten im Phänomenbereich 'Politisch motivierte Kriminalität - rechts'" führte die Behörde für den Monat September 2011 folgendes Ereignis, das sich in Leipzig zu trug, auf:

BILD bietet Forum für Rassist_innen

7.

November
2011
Montag

Die Leipziger Ausgabe der BILD-Zeitung berichtet am Montag von einer Veranstaltung des Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB). Der Workshop zum Thema 'Rassismus in Kinderbüchern' hatte am Wochenende an der Uni Leipzig stattgefunden. In ihrer Berichterstattung behauptet BILD, die Referentin habe mit dem Kinderbuchklassiker Pippi Langstrumpf "abgerechnet" und legt nahe, sie hätte ein Verbot der Bücher gefordert. Den Begründungen der Thesen zur Verbreitung rassistischer Stereotype und Denkmuster in Kinderbüchern wird dagegen kein Platz eingeräumt.