Verherrlichung des Nationalsozialismus

Ereignisse nach Themen

Zahlreiche SS-Runen am Lindenauer Hafen

13.

Juli
2021
Dienstag

Rings um den Lindenauer Hafen werden zahlreiche kleine SS-Runen an Geländern und Bänken angebracht. Weiterhin findet sich vereinzelt das Lambda-Symbol der »Identitären Bewegung«

Neonazistische Propaganda in Borna zur Schau gestellt

2.

November
2020
Montag

Ein Erwachsener trägt in Borna ein T-Shirt mit Hakenkreuz, Doppelsigrune und SS-Totenkopf. Weiterhin zeigt er den Hitlergruß. Die Sigrune entstammt der völkischen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde im Nationalsozialismus unter anderem als doppeltes Symbol von der Schutzstaffel (SS) verwendet.
Dafür wird er wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in zwei Fällen zu einer Geldstrafe in Höhe von 75 Tagessätzen verurteilt. Das politische Motiv wird strafverschärfend berücksichtigt.

Hitlergruß gegenüber linker Demonstration

1.

Juni
2021
Dienstag

Am 1. Juni findet in Leipzig anlässlich des Kindertages eine Demonstration unter dem Motto »Heraus zum revolutionären 1. Juni – Bis die Scheiße aufhört« statt. Diese führt - unter großem Polizeiaufgebot vom Zentrum Ost bis nach Connewitz. In der Südvorstadt zeigt ein Anwohner von seinem Balkon aus den Hitlergruß. Eine ebenfalls auf dem Balkon anwesende Person reißt den Arm schnell herunter.

»Sieg Heil«-Ruf in Taucha

21.

Mai
2021
Freitag

Zwei etwa 18-Jährige gehen durch den Tauchaer Stadtpark und sagen für andere Passant_innen deutlich hörbar, aber nicht allzu laut, "Sieg Heil" und gehen dann lachend weiter.

"Sieg Heil" bei Polizeikontrolle in Torgau

30.

November
2020
Montag

Ein Erwachsener ruft während einer Polizeikontrolle in Torgau "Sieg Heil". Dafür wird er wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verurteilt. Bei der Strafzumessung wird das politische Motiv strafverschärfend berücksichtigt.

Hitlergruß am Grimmaer Bahnhof

13.

Mai
2021
Donnerstag

Gegen 15:30 Uhr befindet sich ein ca. 18-jähriger Mann in Begleitung von zwei Frauen am Grimmaer Bahnhof. Als der Zug nach Leipzig abfährt, zeigt er lachend den Hitlergruß. Alle drei haben Alkohohlflaschen in der Hand. Es ist zu vermuten, dass sie anlässlich des »Männertages« unterwegs waren.

AfD Grimma will Grimmaer Straße nach NSDAP-Mitglied benennen

27.

Mai
2021
Donnerstag

Die Grimmaer AfD bringt in den Stadtrat einen Antrag ein wonach eine Straße im Neubaugebiet Rappenberg nach dem Fabrikanten Ferdinand Walther (1872–1948) benannt werden soll. Walther machte sich 1897 mit einer Kunstschlosserei in Grimma selbstständig und beschäftigte später in den Walter-Werken rund 1.300 Angestellte. Bereits am 1. Mai 1933 trat Walter der NSDAP bei und bezeichnete Hitler 1934 als "größtes Gnandengeschenk des Höchsten“.

SS-Runen an Döner-Bistro und Baustelle

4.

Mai
2021
Dienstag

Um den Lindenauer Markt werden mit Kreide SS-Runen angebracht. Diese werden zum einen an den äußeren Teil einer Baustelle angemalt. Zum anderen sind sie auf die äußere Seite eines Döner-Bistros angebracht. Dies kann als Bedrohung gegenüber den Betreiber_innen des Bistros gewertet werden. Neben rassistischen Anfeindungen und Angriffen sind häufig auch die Ladengeschäfte von BIPOC und migrantisch gelesenen Personen Ziel von Zerstörung und Sachbeschädigungen.

Hakenkreuzfahne auf Balkon in Borna gehisst

11.

Februar
2021
Donnerstag

Gegen 16:40 Uhr hisst ein 30-Jähriger auf seinem Balkon eine ca. 1 x 2 Meter große Hakenkreuzfahne. Die gerufene Polizei verweigert er das Betreten der Wohnung sowie die Herausgabe der Flagge. Während des Einholens einer richterlichen Anordnung zur Hausdurchsuchung durch die Polizei nimmt der 30-jährige die Flagge doch ab und wirft sie auf die Straße. Die Polizei stellt diese daraufhin sicher und leitet ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Eine Durchsuchung der Wohnung findet daraufhin nicht statt.

Verwüstung nach Gedenkfeier für Opfer des Nationalsozialismus

27.

Januar
2021
Mittwoch

Anlässlich des Gedenktags der Opfer des Nationalsozialismus legen Menschen Blumenkränze und Kerzen am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Taucha nieder. Am späten Abend werden die 20 Kerzengläser vor dem Gedenkstein umgestoßen und gegen den Gedenkstein geworfen. Der Gedenkstein trägt die Inschrift: "Dem Gedenken an 20 sowjetische und polnische Kinder, die in faschistischer Gefangenschaft geboren und in Taucha gestorben sind, ohne je ihre Heimat gesehen zu haben".