Verherrlichung des Nationalsozialismus | chronik.LE

Verherrlichung des Nationalsozialismus

Ereignisse nach Themen

Rassistische Beleidigung und »Sieg Heil«-Rufe in Leipzig

10.

April
2018
Dienstag

Ein Erwachsener beleidigt eine andere Person mit den Worten "Scheiß Kanake" und ruft anschließend "Sieg Heil". Dafür wird er unter Berücksichtigung einer weiteren Straftat ohne politischen Hintergrund zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 105 Tagessätzen verurteilt.

Geschichtsrevisionistische Sticker in Schönefeld geklebt

12.

Januar
2020
Sonntag

Im Mariannenpark werden an einem Pfahl und auf einer Sitzbank Sticker verklebt, auf denen eine Pyramide mit einem Auge an der Spitze dargestellt werden. Dieses Motiv taucht häufig im Kontext mit Verschwörungstheorien auf. Zudem ist auf den Aufklebern ein Verweis auf einen Film zu sehen. Auf der Webseite, die für einen Dokumentarfilm wirbt, befinden sich vor allem geschichtsrevisionistische Inhalte, die auf einen "letzten Kampf um Europa" verweisen.

Rechte Band "Triari" im Hellraiser

22.

Februar
2020
Samstag

Im Hellraiser in Leipzig-Engelsdorf spielen die Bands "Triarii" und "Ordo Rosarius Equlibrio". Erstere produzierte u.a. das Lied „Der Verwundete (In Memoriam Arno Breker)“ in welchem sich auf eine Skulptur des NS-Künstlers Breker von 1938 bezogen wird. Weiterhin wird im Lied „Stadt Der Jugend“ ein Teil einer Rede von Baldur von Schirach (im Nationalsozialismus „Jugendführer des Deutsches Reichs“) vertont.

Neonazistische Schmierereien im Lene-Voigt-Park

29.

Dezember
2019
Sonntag

In einer Unterführung im Lene-Voigt-Park werden an die Tunnelwände neonazistische Parolen und Symbole geschmiert. Darunter finden sich "NS Zone", "Nazi Kiez" und "Fuck AfA" sowie ein Hakenkreuz und eine SS-Rune.

Holocaust-verherrlichende Schmiererei in Schkeuditz

25.

Dezember
2019
Mittwoch

Unbekannte bringen an der Haltestelle Paetzstraße den holocaust-verherrlichenden Schriftzug "Zyklon-B ist ok" an. Daneben finden sich drei Runen.

Zyklon B ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel mit dem Wirkstoff Blausäure. Im Nationalsozialismus wurde Zyklon B zur systematischen Vernichtung von Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslagern genutzt.

Neonazistische Schmierereien in Taucha

24.

Dezember
2019
Dienstag

An eine Wand in Taucha werden um Weihnachten herum neonazistische Graffiti gesprüht. In der Badergasse steht groß "Fuck Antifa". Zudem werden in ein rotes Herz die Buchstaben "NS" (für Nationalsozialismus" gesprüht. Mit dem Herz waren vor einiger Zeit bei einer älteren "NS-Jetzt"-Sprüherei die beiden ersten Buchstaben übermalt worden.

Antiquariat verkauft NS-Literatur - und äußert sich positiv dazu

12.

Dezember
2019
Donnerstag

Im Schaufenster des Antiquariats an der Nikolaikirche wird das Buch "Der Aufgang der Menschheit. Untersuchungen zur Geschichte der Religion, Symbolik und Schrift der atlantisch-nordischen Rasse" von Herman Wirth ausgestellt. Wirth war ein niederländischer NS-Funktionär und Mitbegründer der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe der SS.

Nachdem die Verkäuferin damit konfrontiert wird, beharrt sie auf der Existenz von Menschenrasse und deren Verifizierung durch die Wissenschaft.

Neonazi-Tags in der Wurzener Straße

7.

Dezember
2019
Samstag

An mehreren Laternen auf der Wurzener Straße befinden sich kleine "Nazikiez"-Tags. Anwohner_innen ergänzten diese mit einem "No" davor. Wann genau die Aufschriften angebracht wurden, ist nicht bekannt.

Gürtelschnalle mit Hakenkreuz getragen

9.

September
2019
Montag

Eine männliche Person trägt in Schkeuditz eine Gürtelschnalle auf deren Innenseite ein Hakenkreuz-Emblem angebracht ist. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt.

Nachbarin beschimpft und "Heil Hitler" gerufen

26.

Mai
2019
Sonntag

Ein Erwachsener ruft mehrfach lautstark in Leipzig "Heil Hitler" und beschimpft zudem seine Nachbarin. Dafür wird er wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 45 Tagessätzen verurteilt.

Wo genau der Vorfall in Leipzig stattfand, ist der Beantwortung der Kleinen Anfrage nicht zu entnehmen.