Sexismus

Sexismus muss sichtbar gemacht werden. (Selbst-)Kritik des Unsichtbarlassens sexistischer Diskriminierungen.

chronik.LE hat im Mai 2009 die Broschüre Leipziger Zustände, in der sich verschiedene Autor_innen und Projekte mit dem Thema Diskriminierung beschäftigen, veröffentlicht. Die Redaktion der Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik - outside the box schrieb in der Broschüre einen Text zur Schwierigkeit, sexistische Normalzustände zu dokumentieren. Mit folgendem Text, erschienen in der ersten Ausgabe der outside the box Dezember 2009, greift die chronik.LE-Redaktion diese Diskussion wieder auf.

Über sexistische Normalzustände - People would like you more if you grew a beard

Artikel von "outside the box - Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik" in der chronik.LE-Broschüre "Leipziger Zustände"

Dieser Artikel soll darlegen, was Sexismus ist und was die Schwierigkeiten der Dokumentation sexistischer Vorfälle sind. Sexismus basiert auf der bipolaren Geschlechterkategorisierung in Mann und Frau. Unsere Kritik jedoch hat zur Grundlage, dass Geschlechter gesellschaftlich konstruiert sind.

Sexismus ist die Unterdrückung und Diskriminierung von Menschen aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung. Das klingt eindeutig – dennoch ist Sexismus nicht so leicht zu dokumentieren, wie diese Definition es nahelegt. Sexismus geht tiefer: Er ist als Bestandteil der Gesellschaft und mit ihrem Funktionieren verwoben und damit gesellschaftliche Normalität.