Beim Ausladen von Einkäufen wurde eine Familie am Abend des 14.7. gegen 21.00 Uhr Opfer eines rassistischen Übergriffes. Zwei Angetrunkene (26/ 19 Jahre) mit Hund folgten dem Vater in das Wohnhaus in der Georg-Schumann-Straße. Sie verlangten nach Bier und beschimpften die vier Familienmitglieder als "Fidschis". Der 50-jährige Familienvater wurde beim Versuch des Wegdrängens der beiden Männer von dem mitgeführten Hund in die Hüfte gebissen. Er musste anschließend ambulant behandelt werden. Parallel schlug der 26-Jährige Täter der Mutter auf Kopf und Rücken.
Ein weiterer Sohn der Familie, der sich zuvor in der Wohnung aufgehalten hatte, kam seinen Verwandten zuhilfe. Einer der beiden Angreifer forderte daraufhin den Hund explizit zum Beißen auf, dem Sohn wurden Bisswunden am Bauch und am rechten Oberschenkel zugefügt. Auch er bedurfte ambulanter Versorgung. Die beiden Kinder (9/14) wurden nicht angegriffen.
Der Polizei gelang es die beiden Täter zu fassen. Beide waren stark alkoholisiert (jeweils über 2,00 Promille Atemalkohol).
Während der Verbringung zum Streifenwagen rief der 26-Jährige "Sieg Heil" und bezeichnete die Beamten als "Arschlöcher" und "Nazis". Bis zur Vernehmung am heutigen Vormittag verblieben beide Täter im Zentralen Polizeigewahrsam. Die geringe Tatbeteiligung des 19-Jährigen – bis auf einen Stoß gegen die 47-jährige Mutter hielt er sich aus dem körperlichen Angriff heraus – bedingte, dass er nach der Beschuldigtenvernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Gegen den 26-jährigen beantragte die Staatsanwaltschaft hingegen Haftbefehl.
Pressemitteilung der Leipziger Polizei vom 15.07.2008




