Geithain: "Freie Netz"-Kundgebung gegen Zivilgesellschaft

16.

Mai
2011
Montag
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Montag, 16. Mai 2011

Am Abend fand im Bürgerhaus Geithain eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Titel "Rechtsextremismus in der Kommune - Analysen und Gegenstrategien" statt, gegen die ungefähr 20 Neonazis eine Kundgebung durchführten.

Die Kundgebung fand direkt vor dem Bürgerhaus statt und trug das zynische Motto "Für Tolerie und Demokranz". Damit richteten sich die Neonazis unmittelbar gegen die demokratische Zivilgesellschaft, die sich gegen Rassismus und Neonazismus positioniert. Anmelder war der NPD-Stadtrat Manuel Tripp. Die ca. 20 Neonazis waren relativ bunt gekleidet, zudem hatten sie Schilder und T-Shirts mit Sprüchen wie "Für gegen gegen gegen gegen Nazis", "Masse statt Elite" und "Deutsche nehmen Ausländern die Arbeitsplätze weg" sowie "Gegen Unterfremdung".

In einem "Aktionsvideo" der Kundgebung aus dem Umfeld des neonazistischen "FN Geithain" wird auf die Internetseite des "Netzwerk für Tolerie & Demokranz" verwiesen, hinter dem führende Nazi-Kader aus Mecklenburg-Vorpommern stehen, so David Petereit (stellvertretender Vorsitzende der NPD sowie NPD-Landtagsmitarbeiter), Enrico Hamisch (Mitarbeiter im Wahlkreisbüro des NPD-Landtagsabgeordneten Tino Müller) und Alexander Wendt (Vorstandsmitglied der NPD).

Quelle: 

Netzwerk Naunhof, Twittermeldungen des neonazistischen "FN Geithain"