Grimma: Lok-Hools "feiern" Abschied für verurteilten Schläger beim FC Sachsen

26.

März
2010
Freitag
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Freitag, 26. März 2010

Beim Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft des FC Sachsen Leipzig in Grimma tauchten fünfzig Leipziger Neonazis auf. Die Gruppe rief und sang antisemitische, rassistische und neonazistische Parolen. Norman Lee Gandha, Spieler des FC Sachsen wurde mit Affenlauten begrüßt und immer wieder bei Ballkontakt rassistisch beschimpft. Weiterhin bezogen sich die Personen positiv auf den Überfall von Lok-Hooligans und Neonazis auf das Vereinsheim des FC Sachsen 2007.

Augenzeug_innen beobachteten die bekannte "Leipziger Mischung": Neonazis der "Freien Kräfte Leipzig" und jüngere Hooligans aus dem Umfeld des 1. FC Lok Leipzig. Darunter einer der Täter des erwähnten Überfalls auf die "Sachsenstube", der am 28. März seine zweieinhalbjährige Haft antreten mußte. Die Polizei vermutet, dass die Gruppierung ursprünglich zum Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft des 1. FC Lok wollte. Da das Spiel in Bad Lausick ausfiel, seien sie dann nach Grimma gefahren. Laut LVZ hatten die Neonazis bereits vor dem 15 Uhr beginnenden Spiel in der Grimmaer Innenstadt mit Blitzknallern und Flaschen um sich geworfen.

Gegen Ende des Spiels stürmte die Gruppierung den Platz. Die Anwesenden wurden durch die Polizei kontrolliert und zum Bahnhof begleitet.

Quelle: 

chronik.LE, LVZ MTL vom 29. & 30.3.2010