Homophobie und Neonazis bei Leipziger Stadtderby

25.

April
2011
Montag
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Montag, 25. April 2011

Am 25. April 2011 fand im Leipziger Zentralstadion das Lokal-Derby zwischen dem FC Lok und FC Sachsen statt. Bei vergangenen Veranstaltungen dieser Art war es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans der beiden Vereine gekommen. Wie bereits am 06. Februar 2011 fanden sich auch diesmal wieder stadtbekannte Neonazis, darunter Istvan Repaczki im Fanbereich von Lok Leipzig ein.

Mitgeführt wurde eine Fahne des für die Affinität seiner Fans und einiger Spieler zum Faschismus bekannten Lazio Rom und des Berliner FC.

Auf der Seite des FC Sachsen führten Neonazis ein Transparent mit der Aufschrift "Leutzscher Kammeraden" mit. Fans des FC Sachsen fielen besonders durch homophobe Sprüche und üble Beleidigungen auf, welche sich vor allem gegen den Torwart des FC Lok richteten.

Mit Homophobie wurde vor den Toren des Stadions auch Geld gemacht. Am FC-Sachsen-Fan-Accessoire-Stand des Sporthauses Möckern wurden T-Shirts mit der Aufschrift „Fussball bleibt homofrei“ verkauft. Das Sporthaus Möckern betreibt auf seiner Internetseite einen offiziellen
FC-Sachsen-Fan-Shop. Besagtes T-Shirt ist dort nicht zu finden, dafür aber Schals mit der vagen nationalistischen, vor allem aber sinnfreien Aufschrift „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher".

Quelle: 

chronik.LE, Augenzeugen