Kreide gefressen: Neonazi-Beleidigungen vor Wallraff-Veranstaltung in Geithain

20.

April
2012
Freitag
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Freitag, 20. April 2012

Rund um das Bürgerhaus in Geithain wurden in der Nacht zu Freitag Sprüche auf den Fußweg gemalt, die sich gegen Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) und einen weiteren Lokalpolitiker sowie den Journalisten Günter Wallraff richteten. Der Schriftsteller war am Freitag im Bürgerhaus bei zwei u.a. von der örtlichen "Initiative für ein weltoffenes Geithain" organisierte Veranstaltungen zu Gast, die von 160 Schüler_ innen und am Abend von 250 weiteren Personen besucht wurden. Der 69-jährige Journalist berichtete dabei u.a. von seinen Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus in Deutschland während der Recherchen zu seinem Film "Schwarz auf Weiß".

Dem hatten die örtlichen Neonazis nur Beleidigungen wie "WallrAFFE nach Afrika" entgegen zusetzen. Unter den Kreide-Sprüchen war auch ein Verweis auf die Internetseite des neonazistischen "Freien Netz Borna-Geithain". Deren Betreiber wiesen auf ihrem Twitter-Account ("FN Geithain") auf die pubertären Sprüche hin. Die Polizei tappt scheinbar trotzdem noch im Dunklen. Laut einer Presseinformation der Polizeidirektion Westsachsen dauern die Ermittlungen an.

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