Nazi-Anwältin Sylvia Stolz referiert bei der NPD Leipzig über ihre "Gesinnungshaft"

22.

Juli
2011
Freitag
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Freitag, 22. Juli 2011

Die u.a. wegen Volksverhetzung verturteilte Rechtsanwältin Sylvia Stolz hat am Freitagabend im sogenannten "Nationalen Zentrum" der NPD in der Odermannstraße über die Themen "Mein Weg in der nationalen Bewegung" und "Meine Zeit in der Gesinnungshaft" referiert. Die 48-jährige Stolz ist die Lebensgefährtin des bekannten Holocaustleugners Horst Mahler. Sie war 2009 wegen der Verbreitung revisionistischer Thesen im Rahmen ihrer Tätigkeit als Strafverteidigerin des Holocaustleugners Ernst Zündel zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden, außerdem erhielt sie ein fünfjähriges Betätigungsverbot als Anwältin. Im April 2011 wurde Stolz aus der Haft entlassen.

An der Veranstaltung nahmen etwa 40 Personen teil, darunter der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Helmut Herrmann. Vor der Odermannstraße 8 demonstrierten am frühen Abend rund 100 Personen. Zu dem Protest war zuvor bei Facebook unter dem Motto "Nie wieder Geschichtsrevisionismus - ein Nazizentrum wird es in Lindenau nie gegeben haben!" aufgerufen worden.

Quelle: 

Webseite der NPD Leipzig, LVZ-Online vom 22.07.2011, L-IZ vom 21.07.2011, L-IZ vom 22.07.2011, chronik.LE