Nazischläger von Geithain erhält Haftstrafe

31.

März
2011
Donnerstag
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Donnerstag, 31. März 2011

Das Landgericht Chemnitz verurteilte den Neonazi-Schläger Albert R. zu anderthalb Jahren Haft. Damit kippte das Landgericht ein Urteil des Amtsgerichts Chemnitz von Oktober 2010. Damals wollte das Gericht R. "noch eine Chance" geben, der 21-Jährige wurde lediglich zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, ausgesetzt auf Bewährung, verurteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte damals gegen das milde Urteil des Amtsgerichts Berufung eingelegt. Gegen das neuerliche Urteil des Landgerichts hat wiederum R. Rechtsmittel eingelegt. Die Revision wurde Ende Juni 2011 abgewiesen. Der Verteidiger R.s hatte keine Begründung bei Gericht eingereicht.

R. griff am 7. Mai 2010 einen 15-jährigen Jugendlichen an und verletzte ihn lebensgefährlich.

Wenige Tage nach seiner Verurteilung soll R. erneut an einem Übergriff auf alternative Jugendliche in Geithain beteiligt gewesen sein. Mehrere Betroffene wollen ihn in der Neonazi-Gruppe erkannt haben.

Quelle: 

LVZ vom 31.03.2011