Razzien bei "Volkstod"-Nazis in Leipzig und Umgebung

12.

Januar
2012
Donnerstag
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Donnerstag, 12. Januar 2012

Am Donnerstag kam es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen zu mehreren Hausdurchsuchungen. Die polizeilichen Maßnahmen konzentrierten sich dabei auf Sachsen. Insgesamt wurden 44 Wohnungen und sonstige Räumlichkeiten in 31 Orten durchsucht. 28 Verdächtige kommen nach Medienangaben aus Sachsen, 11 aus Brandenburg und jeweils eine Person aus Magdeburg und dem Raum Erfurt. Betroffen waren in Sachsen auch Objekte in Leipzig, Borna, Eilenburg, Geithain und Wurzen, weitere Schwerpunkte waren die Regionen um Dresden und Chemnitz.

Den 41 Beschuldigten wird vorgeworfen, sich Ende September vergangenen Jahres in Stolpen (Sächsische Schweiz) an einer unangemeldeten Demonstration im Rahmen der Kampagne "Werde unsterblich" beteiligt zu haben. Insgesamt nahmen daran bis zu 300 Neonazis teil. Im Rahmen der Kampagne marschieren die schwarzgekleideten Neonazis mit weißen Gesichtsmasken und Fackeln auf, um auf einen angeblichen "Volkstod" hinzuweisen. Mit dramatischer Musik unterlegte Aufnahmen dieser nur wenige Minuten dauernden Aufzüge werden anschließend im Internet weiterverbreitet.