Sabotage öffentlicher Einrichtung

06.

Dezember
2007
Donnerstag
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Donnerstag, 6. Dezember 2007

In der Nacht vom 05. zum 06.12. führten Nazis in mehreren sächsischen Orten- darunter Sebnitz, Königstein, Bad Schandau, Meißen, Triebischtal, Pirna, Görlitz, Zittau, Löbau, Ebersbach, Geithain und Leipzig - eine koordinierte Aktion durch, gedacht offenbar als Reaktion auf das Verbot ihres Aufmarsches am 8. Dezember in Bautzen. Dabei wurden die Zugänge zu Ämtergebäuden (Rathäuser, Stadtverwaltungen und Bürgerämter, Arbeitsagenturen, Polizeiwachen) und Lokalredaktionen blockiert, verklebt oder mit Ketten verschlossen. In Leipzig waren das Rathaus Schönefeld, das Ordnungsamt auf der Prager Straße sowie die Bürgerämter in Lützschehna-Stahmeln und Böhlitz-Ehrenberg betroffen, wo die Schlosszylinder mit Silikon und eingeschlagenen Nägeln unbrauchbar gemacht wurden. In Schönefeld wurde zudem ein Transparent mit der Aufschrift “Das System in Ketten legen” angebracht, teils wurden Zufahrtstore “symbolisch” mit Ketten und Vorhängeschlössern versehen. Die Aktion ging offenbar vom südbrandenburgischen “Lausitzer Aktionsbündnis” (LAB) um den JN-Bundesvorstand Sebastian Richter aus.

Quelle: 

Gamma - Antifa Newsflyer, Nr. 181