Torhüter des Wurzner Fußballvereins ATSV Frischauf zieht für NPD in Stadtrat ein

10.

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2009
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Mittwoch, 10. Juni 2009

TSV Wurzen: Der Torwart als Rechtsaußen

(Text übernommen von NPD-blog.info vom 10.6.09) & ergänzt

Die Leipziger Volkszeitung berichtet am 10. Juni 2009 über den NPD-Kandidaten Matthias Möbius. Dieser steht beim ATSV Wurzen im Tor. Möbius sei NPD-Mandatsträger im neuen Stadtrat, gewählt mit 188 Stimmen, schreibt das Blatt. Vereinspräsident Ralf Neustadt sei „betroffen“. „Wir wussten zwar, dass Möbius mit der NPD sympathisiert, dass er für die Partei auch kandidiert, haben wir erst am Sonntag erfahren. Dass er nun zu einer öffentlichen, politisch handelnden Person wird, schadet unserem Verein erheblich.“ Es konterkariere die Bemühungen des ATSV, sich klar gegen Neonazis zu positionieren. Gerade darum habe man sich seit den Vorkommnissen, als es Himmelfahrt 2007 zwischen Jugendteams des ATSV und eines Chemnitzer Klubs zu verbalen rassistischen Entgleisungen kam, verstärkt gekümmert.

Neustadt wolle „schnellstmöglich“ Gespräche mit Möbius führen und ihm nahelegen, sein Mandat nicht anzutreten.“ Möbius schade der Außenwirkung des Vereins erheblich. Auch wolle man nicht, dass er möglicherweise Vereinsinteressen über die Plattform NPD/Stadtrat vertritt.

In einem Bericht der LVZ Muldental vom 20.6. spricht sich der Verein erneut für Matthias Möbius aus. Er wird weiter Stammtorhüter der ersten Mannschaft bleiben. So hätte sich laut Vereinspräsident Ralf Neustadt der Vorstand geeinigt. Ein Ausschluß von Möbius aus dem Verein komme nicht in Frage, da die NPD nicht verboten sei. Außerdem fürchte der Verein eine rechtliche Auseinandersetzung mit der NPD. Das Dilemma des Vereins führt Präsident Neustadt auf eigene Unwissenheit zurück. Er habe bis zum Wahlabend nicht gewußt, dass Möbius für die NPD kandidiert - auch wenn bekannt gewesen sei, dass er mit der neonazistischen Partei sympathisiere. Auch sei Neustadt nicht bekannt gewesen, dass Möbius vor vier Jahren schon einmal ein Stadtratsmandat auf der Liste der NPD erreicht hatte.

Ob derlei Unwissenheit eine gute Grundlage für die "Auseinandersetzung" mit dem neonazistischen Gedankengut der NPD darstellt? Genau das möchte Präsident Neustadt nämlich: sich vereinsintern mit Möbius auseinandersetzen. "Wir haben den Spieler genau im Auge", äußert er gegenüber der LVZ.

Quelle: 

Text übernommen von NPD-blog.info vom 10.6.09
LVZ Lokalausgabe Muldentalkreis vom 10.6.09