Tripp trauert: Jugendclub in Syhra endgültig geschlossen

15.

November
2011
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Dienstag, 15. November 2011

Nachdem Ende Dezember 2010 der Betrieb eines von Neonazis genutzten Jugendclubs in Syhra eingestellt wurde, beschloss der Geithainer Stadtrat am Dienstag die endgültige Schließung des Jugendclubs. Die Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) begründete diesen Schritt mit dem Fehlen einer Konzeption zur weiteren Nutzung der Einrichtung.

Als Wahrer der Interessen der neonazistischen Geithainer Jugend inszenierte sich erneut NPD-Stadtrat Manuel Tripp. Bereits am 7. November rief er per Twitter "alle aufrechten Bürger (Geithains auf,) der Sitzung am 15.11. beizuwohnen und sich für den Erhalt des Jugendklub Syhra zu engagieren!" Während der Einwohner_innenfragestunde zu Beginn der Sitzung versuchten anwesende Neonazis einen letztes Mal, die Einrichtung zu retten: Sie baten die Stadträt_innen, den Club nicht zu schließen.

Die Kampagne "Jugend braucht Freiraum" forderte einen "freien Jugendclub" für die lokalen Neonazis, wo sie vor allem ungestört ihre Ideologie hätten verbreiten können. Das Eintreten für solche "Freiräume" wurde als Strategie bereits von Manuel Tripp in einem internen Naziforum propagiert, wie jüngst durch den antifaschistischen Newsflyer gamma bekannt wurde. Dort regte Tripp u.a. an, "leere und ungenutzte Häuser zu 'besetzen'". Im Nachhinein hetzte Tripp auf seiner Webseite gegen die "Volksverräter in Stadt und Stadtrat", die die Träume eines "Freiraums" der nationalen Jugend beerdigt hätten.

Quelle: 

LVZ Borna-Geithain vom 17.11.2011 (S. 22); Twittermeldungen des NPD-Stadtrates Manuel Tripp