Am Sonntag morgen wurden gegen drei Uhr auf dem Weg von Plagwitz in die Südvorstadt mehrere Personen Opfer eines gewalttätigen Übergriffs. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Einer der Geschädigten trug zwei Platzwunden am Kopf davon und musste kurzzeitig ins Krankenhaus. Die Betroffenen erstatteten Anzeige bei der Polizei. Bei deren Eintreffen am Tatort waren die beiden Angreifer bereits verschwunden.
Nach Angaben der Opfer des Überfalls befanden sie sich auf dem Heimweg vom "Gieszerfest", das an diesem Wochenende im links-alternativen Plagwitzer Kulturzentrum "Gieszer 16" stattfand. An der Ecke Gießerstraße / Antonienstraße wurden sie ohne Vorwarnung attackiert, ein Täter schlug dem Vorbeifahrenden einen Stein ins Gesicht und verursachte so mehrere Platzwunden. Der Geschädigte war auf dem Fahrrad unterwegs und konnte mit seiner Begleitung fliehen. Laut Bericht der Augenzeug_innen verfolgten die Angreifer die beiden, warfen einen weiteren Stein und riefen dabei nazistische Parolen.
Eine zweite Gruppe wurde kurz danach ebenfalls angegriffen. Da diese äußerlich nicht eindeutig zuzuordnen waren, verwickelten die Schläger sie zunächst in ein Gespräch. Erst als im Laufe des Gesprächs klar wurde, dass auch diese beiden Personen vom Gieszerfest kamen, griffen die beiden Männer unvermittelt an.
Die Polizei bestätigte gegenüber chronik.LE zwar den Übergriff, kann oder will aber bisher keine Hinweise auf einen politischen Tathintergrund erkennen. In den Pressemitteilungen der Polizeidirektion Leipzig tauchte der Überfall bislang nicht auf.
chronik.LE, Polizeidirektion Leipzig




