Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Rechte Flyer mit Stadtlogo werben für AfD

31.

Januar
2020
Freitag

Kurz vor der am 02. Februar anstehenden Oberbürgermeisterwahl in Leipzig verteilen Unbekannte Flyer in Leipzig. Auf den ersten Blick wirkt der Flyer wie ein offizielles Dokument der Stadt Leipzig, ist doch auf der Vorderseite der Titel "Information zur Wahl" mit einem Logo der Stadt Leipzig zu sehen. Allerdings ist auf dem Flyer niemand als verantwortlich im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.) angegeben.

Mehrere Hakenkreuze in Grimma angebracht

25.

Januar
2020
Samstag

Unbekannte bringen in der Grimmaer Karl-Marx-Straße diverse spiegelverkehrte Hakenkreuze mit gelbgrüner und roter Kreide an. Weiterhin werden vulgäre Ausdrücke auf die Straße geschrieben.

Fridays gegen Altersarmut Demonstration in Leipzig

24.

Januar
2020
Freitag

Zwischen 14:00 und 16:00 Uhr findet auf dem Augustusplatz eine Kundgebung von "Fridays gegen Altersarmut" mit knapp 50 Teilnehmenden statt. Unter ihnen befinden sich einige wenige junge Neonazis mit entsprechender Kleidung, hauptsächlich aber ältere Menschen. Bei der Kundgebung wird lediglich ein Banner der Gruppierung gezeigt sowie Flyer mit deren Forderungen verteilt.

Rassistische Polizeikontrolle im ICE

24.

Januar
2020
Freitag

Während eines ICE-Stopps in Leipzig wird ein Reisender gegen 12:45 Uhr von zwei Polizisten ohne Anrede verhörartig und respektlos mit den Worten "Kein Ticket und wahrscheinlich auch kein Geld he?" angesprochen. Der Fahrgast spricht kein Deutsch, kann sich aber in fließendem Englisch verständigen. Er trägt kein gültiges Ticket, scheinbar aber einen Ersatz bei sich, wird aber gar nicht angehört. Die beiden Beamten schicken den Reisenden in harschem Ton aus dem Abteil. Einer der beiden Polizisten behält seine Hand die ganze Zeit über nervös in der Nähe seiner Dienstwaffe.

»Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer

23.

Januar
2020
Donnerstag

Im Leipziger Kabarett Akademixer treten immer wieder Gastkünstler_innen auf, so am Donnerstag der Dresdener Uwe Steimle. Steimle ist durch seine Rollen als Jens Hinrichs in Polizeiruf 110 sowie als Güther Zieschong im Kabarett bekannt geworden.

Nachdem er noch 2009 von der Partei DIE.LINKE in die Bundesversammlung entsandt wurde um an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen bewegt er sich seitdem immer weiter nach rechts. So diffamierte er Geflüchtete und trug mehrfach T-Shirts welche an rechte Propaganda angelehnt waren.

Neonazistischer Aufkleber in der Georg-Schwarz-Straße angebracht

22.

Januar
2020
Mittwoch

An der Ecke Merseburger-/Apostelstraße ist ein Aufkleber mit der Aufschrift "Kein Zaun ist illegal" von "Rock Nord", einem neonazistischen Online-Shop und Internetforum, befestigt. Der Sticker ist im "Kein Mensch ist illegal"-Stil gehalten und kehrt mit dem Slogan die antirassistische Intention der KMII-Kampagne um.

"Reichseinigungskneipe" der Burschenschaft Arminia zu Leipzig

18.

Januar
2020
Samstag

Die extrem rechte Burschenschaft Arminia zu Leipzig (Wahlspruch "Freiheit - Ehre - Vaterland" veranstaltet eine "Reichseinigungskneipe". Bei dieser wird augenscheinlich der Deutschen Reichseinigung im Jahr 1871 gedacht. Vorausgegangen war dieser Einigung ein deutscher Angriffskrieg gegen Frankreich.
Die Armina ist im extrem rechten Dachverband der "Deutschen Burschenschaften" organisiert. Eines der bekanntesten Mitglieder ist Martin Kohlmann (Pro Chemnitz).

Morddrohung gegen LINKEN-Abgeordnete

18.

Januar
2020
Samstag

Die LINKEN-Politikerin Juliane Nagel bekommt einen mit rechten Stickern beklebten Brief mit der Drohung "An den Galgen mit dir oder standrechtlich erschiessen" geschickt. Auf einem der Stickern ist u.a. "Dumm, Dümmer, Antifa" zu lesen.
Nagel war aufgrund ihrer Äußerungen zum Polizeieinsatz zum Jahreswechsel 2019/2020 massiv angefeindet wurden.

Frau als "antifaschistische Schlampe" angefeindet

17.

Januar
2020
Freitag

Gegen 9:30 Uhr wird eine Frau an der Ecke Koehlerstraße/Kapellenstraße von mehreren Männern mit den Worten "antifaschistische Schlampe" beleidigt. Die Täter sind ihr nicht bekannt.
Mit dem Ausdruck soll die betroffene Frau sowohl aufgrund ihrer zugeschriebenen politischen Haltung, als auch aufgrund ihres Frau-Seins diffamiert werden.

Rechte Sticker am Weißeplatz

13.

Januar
2020
Montag

Auf einer Bank am Weißeplatz werden mehrere rechte Sticker angebracht. Einer von ihnen ist im Stil von »Fridays for Future« gehalten, allerdings wirbt der abgewandelte Text für »Fridays for Schule«. Auf einem anderen Sticker werden politisch Andersdenkende als "Gutmenschen" bezeichnet und ihnen symbolisch der Mittelfinger gezeigt. Ein drittes Motiv wirbt schließlich für Heimat - und behauptet diese sei auch Frauensache.

Neonazistische Parolen auf Stadionsitzen in Regis-Breitingen

13.

September
2019
Freitag

Unbekannte zerkratzen im Zeitraum zwischen 06.09. und 13.09.2019 Stühle im Stadion in Regis-Breitingen mit einem Hakenkreuz und dem Slogan "Heil Hitler". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Autoreifen bei LINKEN-Wahlstand zerstochen

26.

August
2019
Montag

Im Zuge des Landtagswahlkampfs macht DIE.LINKE im Leipziger Stadtteil Lößnig halt. Dabei zerstechen Unbekannte den Reifen des Fahrzeugs, mit dem die Wahlkämpfer_innen unterwegs sind.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neonazi-Konzert in Staupitz

28.

Dezember
2019
Samstag

In Staupitz findet ein neonazistisches Konzert mit ca. 240 Teilnehmenden statt. Die angekündigten Bands sind "Die Lunikoff Verschwörung" (Berlin), "Radikahl" und "Uwocaust" (Brandenburg).
In Staupitz wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazi-Konzerte veranstaltet. Weitere Informationen zu Konzerten in Staupitz.

Jugendliche zeigen Hitlergrüße vor Leipziger Oper

8.

Juni
2019
Samstag

Eine Gruppe Jugendlicher posiert am Samstagabend auf den Treppen der Oper mit einem Hitlergruß. Eine Passantin ruft die Polizei. Die Personalien der Jugendlichen werden von der Polizei festgestellt und sie erhalten einen Platzverweis.

Neonazi-Konzert in Staupitz

28.

September
2019
Samstag

In Staupitz findet ein neonazistisches Konzert mit ca. 230 Teilnehmenden statt. Die angekündigten Bands sind "Noie Werte", "Warlord" (Großbritannien), "Gesta Bellica" (Italien) und "Neubeginn".
In Staupitz wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazi-Konzerte veranstaltet. Weitere Informationen zu Konzerten in Staupitz.

Neonazi-Konzert in Staupitz

7.

Dezember
2019
Samstag

In Staupitz findet unter dem Label "Nikolaus Aftershow Party" ein neonazistisches Konzert mit ca. 230 Teilnehmenden statt. Die angekündigten Bands sind "Endstufe" (Bremen), "Brutal Attack" (Großbritannien) und "Devils Right Hand". Es sollen Hitlergrüßen gezeigt und entsprechende Parolen gerufen worden sein.
In Staupitz wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazi-Konzerte veranstaltet. Weitere Informationen zu Konzerten in Staupitz.

Neonazistische Parolen in Leipzig gerufen

21.

September
2017
Donnerstag

Mehrere Personen rufen in Leipzig die neonazistischen Parolen "Ausländer raus" und "Sieg Heil". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen drei Tatverdächtige wegen Volksverhetzung wird im Juni 2018 eingestellt. Nach Wiederaufnahme des Verfahrens wird einer der Täter zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen verurteilt.

Rassistische Schriftzüge an Betonsperren in Leipziger Innenstadt

17.

Dezember
2019
Dienstag

Gegen 22:30 Uhr bringen fünf bis sieben junge Männer an Betonsperren am Augustusplatz rings um den Leipziger Weihnachtsmarkt mit Schablonen und Graffitidosen die Slogans "Danke, Merkel!“ und "Nafri go home!“ an. Danach werfen sie ihre Vorlagen in den Müll und entfernen sich schnell vom Ort des Geschehens. Lediglich eine Person bleibt zurück und macht Fotos der Aktion. Passant*innen sprechen ihn auf die rassistischen Slogans an, woraufhin der Mann erwidert, ob die Personen etwa ein Problem mit den Parolen hätten.

Neonazistischer Zeitzeugenvortrag im Landkreis Leipzig

27.

Oktober
2019
Sonntag

Im Landkreis Leipzig findet ein neonazistischer Zeitzeugenvortrag mit ca. 150 Teilnehmenden statt. Angekündigt werden "zwei spannende Vorträge": Der erste Sprecher sei Jahrgang 1926 und Mitglied der Waffen-SS gewesen. Er soll über seine Zeit bei verschiedenen militärischen Einheiten im Nationalsozialismus berichten. Als zweiter Vortragender wird ein Autor Rainer Schulz angekündigt, der zwei seiner Bücher vorstellt. Schulz ist Verfasser mehrerer völkischer und pseudowissenschaftlicher Bücher, die sich vor allem mit deutscher/germanischer Geschichte beschäftigen.

Neonazi-Konzert in Staupitz

2.

November
2019
Samstag

In Staupitz findet ein neonazistisches Konzert mit ca. 230 BesucherInnen statt. Die angekündigten Bands sind "Hausmannskost", "Uwocaust", "Exzess" und "Bronsons".
In Staupitz wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazi-Konzerte veranstaltet. Weitere Informationen zu Konzerten in Staupitz.

Neueste Aktualisierungen

13.09.2019: Neonazistische Parolen auf Stadionsitzen in Regis-Breitingen
26.08.2019: Autoreifen bei LINKEN-Wahlstand zerstochen
28.12.2019: Neonazi-Konzert in Staupitz
08.06.2019: Jugendliche zeigen Hitlergrüße vor Leipziger Oper
28.09.2019: Neonazi-Konzert in Staupitz
07.12.2019: Neonazi-Konzert in Staupitz
21.09.2017: Neonazistische Parolen in Leipzig gerufen
17.12.2019: Rassistische Schriftzüge an Betonsperren in Leipziger Innenstadt
27.10.2019: Neonazistischer Zeitzeugenvortrag im Landkreis Leipzig
02.11.2019: Neonazi-Konzert in Staupitz
03.01.2020: Rechte Propagandaäußerungen im IKK-Wartebereich
02.01.2020: LINKEN-Wahlkämpfer in Großzschocher bedroht
13.01.2020: Rechte Sticker am Weißeplatz
03.01.2020: LINKEN-Mitglieder in Großzschocher beschimpft
17.01.2020: Frau als "antifaschistische Schlampe" angefeindet
18.01.2020: "Reichseinigungskneipe" der Burschenschaft Arminia zu Leipzig
18.01.2020: Morddrohung gegen LINKEN-Abgeordnete
22.01.2020: Neonazistischer Aufkleber in der Georg-Schwarz-Straße angebracht
24.01.2020: Fridays gegen Altersarmut Demonstration in Leipzig
24.01.2020: Rassistische Polizeikontrolle im ICE
25.01.2020: Mehrere Hakenkreuze in Grimma angebracht
06.12.2018: Brutale Kontrolle in der TRAM
28.08.2018: Rassistischer Angriff am Hauptbahnhof
14.07.2019: Homosexuellenfeindliche Beleidigung an der Supermarktkasse
30.11.2019: Selbstverteidigung nach misogynem Angriff
11.04.2018: Antisemitische Äußerungen und Bedrohung beim "Marsch des Lebens"
28.08.2019: Bedrohung in der Leipziger Innenstadt
31.01.2020: Rechte Flyer mit Stadtlogo werben für AfD
06.12.2019: LOK-Fans und Spieler beleidigen Gegenspieler rassistisch
02.03.2019: Rassistischer Angriff in der Straßenbahn

Interview mit Jana, beteiligt am Gedenken an Nuno Lourenço

Interview

Am 04. Juli 2019 fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg-Gaschwitz eine Gedenkveranstaltung für Nuno Lourenço statt. Dieser wurde 1998 von acht Neonazis nach einem verlorenen Deutschlandspiel so schwer verprügelt, dass er an den Spätfolgen des Angriffs verstarb. Am Lernwelten-Gymnasium Großdeuben beschäftigte sich eine Gruppe Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche mit dem Mord und organisierte die Gedenkveranstaltung. Interview mit einer der beteiligten Schüler_innen.

Nationale Zone Taucha?

Veranstaltung 30.01.2020

Schmierereien, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche. Rechte Hetze begegnet uns auch in Taucha und beschäftigt uns als Bürger_innen, Fachkräfte und ehrenamtlichen Akteure. Vor einem Jahr hat sich anlässlich der besorgniserregenden Situation der Runde Tisch Taucha zusammengeschlossen und eine Zustandsbeschreibung durch Bewohner_innen und Sozialarbeiter_innen der Stadt vorgenommen.

Netzwerk voller Einzeltäter – Vier Jahre nach dem Neo-Nazi-Angriff auf Connewitz

Veranstaltung 11.01.2020

Am 11. Januar vor vier Jahren verwüsteten über 300 Neonazis Connewitz, verletzten min. 3 Personen und verursachten einen Sachschaden von über 110.000 €. Über zweieinhalb Jahre nach ihrer Tat beginnt die juristische Abarbeitung, die immer noch äußerst schleppend voran kommt und de facto keine Aufklärung über die Hintergründe verspricht. Falschaussagen und Widersprüche werden ignoriert, vorbestrafte Neonazis erhalten „günstige Kriminalprognosen“ und Bewährungsstrafen. Weniger als ein Drittel der Täter ist bisher rechtskräftig verurteilt.

Der „Sturm auf Connewitz“ im Gerichtssaal – Die juristische Aufarbeitung fast 4 Jahre nach einem der größten Naziangriffe in Ostdeutschland seit 1990

Workshop 30.11.2019

Seit August 2018 läuft am Leipziger Amtsgericht ein „Justizmarathon“: Verhandelt wird teilweise im Expressverfahren gegen 217 TäterInnen, die den linksgeprägten Stadtteil Connewitz am Abend des 11. Januar 2016 angriffen und dabei mindestens drei Menschen verletzten. Sie verbreiteten Terror und Angst im Stadtteil, doch in den Sälen von Amtsgericht und Landgericht Leipzig ist davon wenig zu spüren. Fast alle bisherigen Angeklagten erhielten faule Deals und Bewährungsstrafen, selbst mehrfach einschlägig vorbestrafte Neonazis.

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Auf der vom 15. bis. 18. März stattfindenden Leipziger Buchmesse werden auch wie in den vergangenen Jahren rechte Aussteller ihre ausgrenzende Ideologie verbreiten. Nach dem Eklat auf der Frankfurter Buchmesse und den darauf folgenden Diskussionen...
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