Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Neonazistische Sticker in Großlehna angebracht

8.

September
2020
Dienstag

In Bahnhof Großlehna sowie dessen Umfeld werden verschiedene neonazistische Sticker verklebt. Zu finden ist unter anderem der Slogan "Nazis. Sex. Leipzig" sowie weitere Motive der Medienplattform "Junge Revolution" und der NPD-Jugend "Junge Nationalisten". Einige der Sticker sind bereits abgekratzt, weswegen zu vermuten ist, dass diese bereits vor einiger Zeit angebracht wurden.

Sigrunen in Grünau geschmiert

8.

September
2020
Dienstag

In der Stuttgarter Alle wird ein Haus mit zwei Sigrunen in schwarzer Farbe beschmiert. Im Nationalsozialismus war die Doppel-Sigrune Erkennungszeichen und Symbol der "Schutzstaffel".

Neonazistische Schmierereien am Elsterflutbecken

7.

September
2020
Montag

An zwei Abgrenzungssteinen am Elsterflutbecken werden jeweils ein Hakenkreuz sowie der neonazistische Zahlencode 1488 angebracht. Dabei steht 88 für die Parole "Heil Hitler" und 14 für die sogenannten 14 words des US-amerikanischen Neonazis David Eden Lane („We must secure the existence of our people and a future for White children.“, bzw „Wir müssen die Existenz unseres Volkes und die Zukunft für die weißen Kinder sichern.“).
Die Schmierereien werden zwischen 01.09. (17:00 Uhr) und 07.09. (09:00 Uhr) angebracht.

Neonazistische Sticker in Brandis und Beucha verklebt

7.

September
2020
Montag

In Brandis und Beucha werden verschiedene neonazistische Sticker des neonazistischen Medienportals FSN-TV angebracht. Zu lesen ist u.a. "HKNKRZ" (für Hakenkreuz") und "Antifa heißt Opfer sein". Letzterer Sticker ist mit einer erschossenen Person bebildert.

Polizei Sachsen retweetet rechten Account

6.

September
2020
Sonntag

Die Polizei Sachsen retweetet auf Twitter einen Beitrag von "Jeky", in welchem auf die verschiedenen Besetzungen der letzten Tage und Wochen in Leipzig eingegangen wird. Konkret lautet der Tweet: "Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung." Der_die User_in Jeky verortet sich auf twitter selbst "Politisch rechts von Links, also 'Nazi'" und unterstützt Trump.

Verschwörungsideologische Schmierereien am S-Bahnhof Connewitz

31.

August
2020
Montag

Auf und an der Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Connewitz werden anlässlich der Corona-Demonstration in Berlin am 29.08.2020 rechte und verschwörungsideologische Slogans angebracht. Zu lesen ist unter anderem "Weg mit Merkel und System", "Freiheit für Deutschland" und "Friedensvertrag jetzt". Die Slogans beziehen sich damit unter anderem auf die verschwörungsideologische These, dass Deutschland nicht souverän sei, sondern unter Fremdherrschaft stehe und seit dem zweiten Weltkrieg kein Friedensvertrag habe.

"Sieg-Heil"-Rufe im Mariannenpark

30.

August
2020
Sonntag

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 02:30 Uhr hält sich eine Gruppe junger Menschen im Mariannenpark auf. Am Eingang des Parks an der Rohrteichstraße rufen sie einer mit dem Fahrrad vorbeifahrenden Person "Sieg Heil" zu.

AfD-Veranstaltung mit Thor Kunkel in Leipzig

28.

August
2020
Freitag

Der AfD-Kreisverband Leipzig lädt zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Meinungsmache statt Information. Medien als Täuschungsanstalten" ein. Als Redner werden der Autor Thor Kunkel, der Landtagsabgeordnete Alexander Wiesner und der sächsische Partei- und Fraktionsvorsitzende Jörg Urban angekündigt.

»Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Haus Leipzig

27.

August
2020
Donnerstag

Im Haus Leipzig tritt der Kabarettist Uwe Steimle mit seinem Programm "Fludschen muss es". Die Veranstaltung war zuerst für den Academixer Keller angekündigt. Steimle ist durch seine Rollen als Jens Hinrichs in Polizeiruf 110 sowie als Güther Zieschong im Kabarett bekannt geworden.

Neonazistische Parolen am Südplatz

25.

August
2020
Dienstag

In der Nacht von Montag zu Dienstag ruft eine Person am Südplatz neonazistische Parolen. Zu verstehen sind "Nazis für Deutschland" und "Scheiß Antifa". Die Person entfernt sich daraufhin schnell.

Aidshilfe Leipzig mit Plakaten neonazistischer Partei beklebt

16.

Juli
2020
Donnerstag

An der Eingangstür zum Büro der Aidshilfe Leipzig werden Plakate der neonazistischen Partei Der III. Weg angebracht. Sie werden direkt über das Programm für den diesjährigen Christopher Street Day (CSD) geklebt. Auf den Plakaten ist der Slogan "Gesunde Familien statt Homo-Propaganda" zu lesen. Auf ihrer Website bekennt sich die Partei zur Propagandaaktion und bezeichnet den CSD als "Entartetenparade" welcher "Propaganda für unnatürliche Sexual- und Partnerschaftsmodelle ohne Reproduktionspotenzial" schüre.

Identitäre verklären Rassismuserfahrungen

14.

Juli
2020
Dienstag

Mitglieder der Identitären Bewegung bringen in der Innenstadt und im Zentrum-Süd an verschiedenen Stellen Metallschilder mit der Aufschrift "Erbaut von weißen Männern" an. Diese fotografieren sie anschließend, um sie für ihre social-media-Kanäle zu nutzen. Die Aufschrift nimmt Bezug auf die stärkere öffentliche Diskussion über Rassismus und weiße Privilegien. Im Gegensatz zu rassismuskritischen Inverventionen geht es der Identitären Bewegung allerdings um die Bewahrung von Privilegien und Ungleichheiten sowie eine Glorifizierung einer weißen Vorherrschaft.

Neonazistische Schülersprecher-Kampagne unterwegs in Leipzig

7.

Juli
2020
Dienstag

Die neonazistische Kampagne "Schülersprecher" posiert an mehreren Orten in Leipzig mit einem Banner mit der Aufschrift "Linker Mainstream raus aus den Schulen". Laut ihrer Eigendarstellung in sozialen Netzwerken machen sie Halt vor der Unesco Projektschule, der Moritzbastei, dem Rathaus sowie der Thomasschule. Dabei verharren sie jeweils vor der Schule und setzen sich für Fotos mit ihrem Banner in Szene. Die Gelände betreten sie offenbar nicht.
Die Kampagne "Schülersprecher" wird durch die Jugendorganisation der NPD, die Jungen Nationalisten (JN), getragen.

Hakenkreuztattoo vor Jüdin zur Schau gestellt

6.

August
2020
Donnerstag

Eine jüdische Leipzigerin steigt mit ihrer Tochter am Lindenauer Markt in die Straßenbahn. Als sie sich setzen bemerken sie sich gegenüber einen tätowierten Mann, welcher sein in ein Eisernes Kreuz eingefasstes Hakenkreuz offen zur Schau stellt. Die Frau erstattet daraufhin Anzeige.

Hakenkreuz in Schkeuditz gesprüht

14.

Januar
2020
Dienstag

Unbekannte beschmieren eine Mauer in Schkeuditz mit einem Hakenkreuz. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können. Bereits im November und Dezember wurden in Schkeuditz neonazistische Schmierereien angebracht.

Hakenkreuz in Krostitz angebracht

5.

September
2019
Donnerstag

Zwei Personen bringen in Krostitz ein aus Holzleisten bestehendes Hakenkreuz an eine Sichtschutzwand an. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt.

Hitlergruß am Hauptbahnhof

2.

Dezember
2019
Montag

Ein Erwachsener zeigt am Leipziger Hauptbahnhof den Hitlergruß und ruft "Sieg Heil". Dafür wird er wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 180 Tagessätzen verurteilt.

Neonazistische Schmierereien in Schkeuditz

12.

Dezember
2019
Donnerstag

Unbekannte beschmieren eine Straße in Schkeuditz mit dem neonazistischen Zahlencode 88 (für "Heil Hitler") und einem Hakenkreuz. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.
Bereits einen Monat vorher wurde eine Parkbank in Schkeuditz mit einem Hakenkreuz und einem antisemitischen Slogan beschmiert.

Hakenkreuze auf Schulhof gemalt

15.

Januar
2020
Mittwoch

Auf das Pflaster eines Schulhofes in Torgau wird ein Hakenkreuz gemalt. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt.

"Sieg Heil" in Bahnhofsunterführung

31.

Januar
2020
Freitag

Eine Wand der Bahnhofsunterführung in Rackwitz wird mit dem neonazistischen Slogan "Sieg Heil" beschmiert. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neueste Aktualisierungen

16.07.2020: Aidshilfe Leipzig mit Plakaten neonazistischer Partei beklebt
14.07.2020: Identitäre verklären Rassismuserfahrungen
07.07.2020: Neonazistische Schülersprecher-Kampagne unterwegs in Leipzig
06.08.2020: Hakenkreuztattoo vor Jüdin zur Schau gestellt
14.01.2020: Hakenkreuz in Schkeuditz gesprüht
05.09.2019: Hakenkreuz in Krostitz angebracht
02.12.2019: Hitlergruß am Hauptbahnhof
12.12.2019: Neonazistische Schmierereien in Schkeuditz
15.01.2020: Hakenkreuze auf Schulhof gemalt
31.01.2020: "Sieg Heil" in Bahnhofsunterführung
19.02.2020: Hakenkreuze auf Kinderwagen geschmiert
06.03.2020: Erneut antisemitische Schmiererei in Schkeuditz angebracht
15.01.2020: Antisemitische Schmiererei in Schkeuditz angebracht
17.11.2019: Antisemitische Schmiererei in Schkeuditz angebracht
08.03.2020: Hakenkreuz-Schmiererei in Delitzsch
14.03.2020: Hakenkreuzfahne in Grimma angebracht
17.04.2020: Hakenkreuz bei Facebook eingestellt
21.05.2020: Antiziganistische Beleidigung in Borna
31.08.2020: Verschwörungsideologische Schmierereien am S-Bahnhof Connewitz
07.09.2020: Neonazistische Schmierereien am Elsterflutbecken
07.09.2020: Neonazistische Sticker in Brandis und Beucha verklebt
08.09.2020: Neonazistische Sticker in Großlehna angebracht
04.07.2020: Nazi-Party in Liebertwolkwitz
06.09.2020: Polizei Sachsen retweetet rechten Account
08.09.2020: Sigrunen in Grünau geschmiert
10.09.2010: Liederabend der NPD in Mutzschen
11.06.2011: Sommerfest der NPD-Landtagsfraktion in Steinbruch bei Mutzschen - Apfel kündigt Aufmarsch in Leipzig an
14.07.2012: Besucherflaute beim Sommerfest der NPD-Landtagsfraktion in Mutzschen
11.05.2013: NPD-Vortragsveranstaltung in Mutzschen/OT Roda
29.06.2013: Sommerfest der NPD-Landtagsfraktion in Mutzschen

Pressemitteilung 11.09.2020: Eröffnung eines Neonazi-Kampfsportgyms in Taucha angekündigt

Pressemitteilung

Am Dienstag (08.09.) kündigte der Neonazi Benjamin Brinsa, ein bekannter MMA-Kämpfer und Trainer des „Imperium Fight Teams“, an innerhalb der nächsten Woche eine neue Trainingsstätte in Taucha eröffnen zu wollen. Brinsa kann auf eine lange Karriere in der Hooligan- und Neonaziszene zurückblicken. Bei Lok Leipzig gehörte er zu den zentralen Akteur_innen der teilweise neonazistischen Anhänger_innenschaft. 2013 platze ein Profivertrag mit dem weltweit größten MMA-Veranstalter „Ultimate Fighting Championship“ aufgrund seiner neonazistischen Verstrickungen.

Solidarität mit dem Jugendkongress im AJZ Chemnitz! Für eine antifaschistische und antirassistische politische Bildung!

Solierklärung

Wir gehören neben vielen Anderen zu den Unterzeichner_innen einer Solierklärung mit dem antifaschistischen Jugendkongress in Chemnitz. Eine aktuelle Unterstützer_innen-Liste findet sich unter https://antifaschistischer-jugendkongress.org/solierklaerung/

Grußwort zum 20. Geburtstag des Linxxnet am 05.09.2020

Grußwort

Anlässe wie diesen, an denen wir uns versammeln, um ein langjähriges, erfolgreiches und wünschenswertes politisches Projekt wie das Linxxnet zu feiern, gibt es leider viel zu selten. In aller Regel versammeln wir uns aus der Not heraus. Oft aus der akuten Not dem Schlechten in dieser Gesellschaft etwas entgegen zu setzen: den faschistischen Banden und ihren geistigen bzw. intellektuellen Gewährsmännern, den Verschwörungsideologen und ihrem Fußvolk, den vermeintlichen Herrenmenschen und den Männern, die stets Herr im eigenen Haus und darüber hinaus sein wollen.

"Sachsen braucht die Antifa - und die Antifa braucht Geld"

Ausstellung

Wenn es in Deutschland um „die Antifa“ geht, wird zumeist ein undifferenziertes und einseitiges Bild gezeichnet. Selten gibt es Platz für die Vielfältigkeit antifaschistischen Engagements. Prinzipiell bekommt antifaschistische Arbeit, die von vielen Engagierten ohne Bezahlung und kontinuierlich geleistet wird, um rechten, neonazistischen und rassistischen Strukturen etwas entgegenzusetzen, nur wenig Aufmerksamkeit. So sehen sich Antifaschist_innen neben den Bemühungen um finanzielle Ressourcen, auch mit dem Problem konfrontiert als „kriminell“ oder „linksextrem“ gebrandmarkt zu werden.

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