Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Antisemitische Graffiti auf der Eisenbahnstraße

12.

Oktober
2017
Donnerstag

Auf Eisenbahnstraße werden an einem in Renovierung befindlichen Ladengeschäft mehrere antisemitische Graffiti gesprüht. Über mehrere Schaufenster stehen die Worte „Jude“, „Rolex“, „Schindlers Liste“ und ein angedeuteter Davidstern. Gerade die Anbringung an ein Ladengeschäft erinnern an die Attacken und Boykott-Aufforderungen der Nationalsozialisten. Am 1.

Neonazistische Schmierereien vor Berufsschule in Heiterblick

11.

Oktober
2017
Mittwoch

Unbekannte sprühen zwischen dem Nachmittag des 11.10. und Morgen des 12.10. mit weißer Farbe mehrere SS-Runen sowie den Schriftzug "Heil Hitler" an die Wand einer Berufsschule. Letzterer wird mit grüner Farbe ebenfalls auf dem Gehweg vor einem nahe gelegenen Jugendclub gesprüht.

Hakenkreuze und rassistische Graffitis

10.

Oktober
2017
Dienstag

Unbekannte Täter bringen an der Hauswand eines Einkaufsmarktes in Borna ein Hakenkreuz sowie den Spruch: „i hate N*****“ an. Derselbe Spruch wird auch in der Fabrikstraße und an der Bahnüberführung Deutzner Straße gesprüht. Einen Tag später wird derselbe Spruch an einen Einkaufsmarkt gesprüht.

* Das N-Wort schreiben wir an dieser Stelle nicht aus, um die rassistische Botschaft nicht unnötig zu wiederholen.

Hakenkreuze in Gedenkstein des Alten Irsaelitischen Friedhofs geritzt

27.

September
2017
Mittwoch

Mittwoch Nachmittag wird auf dem Alten Israelitischen Friedhof in Leipzig-Nord Denkmalschändung begangen. Mit einem spitzen Gegenstand wird dort ein Gedenkstein beschädigt. Eine Streife der Polizei entdeckt zwei fünf Zentimeter große Hakenkreuze. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet.

Rassistische Beleidigungen in Straßenbahn

26.

September
2017
Dienstag

Eine Augenzeugin berichte auf Facebook von einem rassistischen Vorfall in einer Leipziger Straßenbahn, den ihre 14-Jährige Tochter beobachtete. Eine Frau weigerte sich mit den Worten "neben so was wie Sie, setzte ich mich doch nicht" sich neben einen "dunkelhäutiger, jungen Mann" zu setzten, der ihr gerade Platz machen wollte. Der Mann macht laut auf diese Diskriminierung aufmerksam. Er erzählt, dass er beim Bäcker arbeitet, aber nicht an der Theke verkaufen dürfe, weil sonst die Verkaufszahlen zurückgehen würden. Viele Passagiere schauen genervt weg.

Erneut zahlreiche rechte Sticker und Plakate in Liebertwolkwitz

25.

September
2017
Montag

Im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz wurde um das Wochenende herum in großem Ausmaß neonazistische Propaganda verklebt. In der Bornaer Straße sowie an der Straße "Zum Wasserturm" klebten am Montag etwa 15 DIN-A5-große Sticker der JN mit der Parole "Nationaler Sozialismus jetzt". In Meusdorf wurden gleichartige Aufkleber auf dem Schwarzenbergweg verklebt. Bereits am Vorabend sind im Bereich Günzstraße sowie Papiermühlstraße jeweils etwa 40 Sticker von verschiedenen neonazistischen Organisationen, Kampagnen und Versandhandeln bemerkt worden.

Journalist wird im Leipziger Rathaus bedroht

24.

September
2017
Sonntag

Am Abend der Bundestagswahl wird der Journalist Lukas Beyer bei der Wahlparty der AfD im Leipziger Rathaus bedroht und an seiner Arbeit behindert. Der Journalist begleitete die noAfD-Spontandemonstration zum Neuen Rathaus. Im Rathaus entdeckt er die Wahlparty der AfD und begibt sich in den Raum der Party. Dabei handelte es sich wohl um den Fraktionsraum der AfD im Leipziger Stadtrat. Er wird sofort von einer Person des Raumes verwiesen, ein Grund wird Ihm nicht genannt. Die Anmerkung Journalist zu sein, wird mit "mir egal" kommentiert.

Rechte Plakate in Delitzsch

22.

September
2017
Freitag

An verschiedenen Orten in Delitzsch werden 6 x 0,6 Meter große aufgehängte Plakate mit der Aufschrift "Merkel muss weg" bemerkt. Die Polizei entfernte die Plakate. Die Parole "Merkel muss weg" wird regelmäßig in rechten Kreisen verwendet, unter anderem bei LEGIDA-Demonstrationen.

Legida demonstriert vor der Bundestagswahl für die AfD

21.

September
2017
Donnerstag

Am Donnerstag Abend führt das rassistische Legida-Bündnis eine Demonstration durch das Leipziger Zentrum durch. Die 250 bis 300 TeilnehmerInnen des Aufmarschs hatten sich für ihre Route das Leipziger Rathaus, die Polizeizentrale und das Redaktionsgebäude der Leipziger Volkszeitung (LVZ) als zentrale Protestorte für ihre Botschaften auserwählt. Auf der Strecke werden sie jedoch von bis zu 3000 Gegendemonstrant_innen behindert, die den Ablauf der Demonstration zum Teil erheblich verzögern. Dabei geht die Polizei auch mit Gewalt gegen Blockadeversuche vor.

AfD-Aufkleber an Bioladen in Lindenau

21.

September
2017
Donnerstag

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag werden an einem Bioladen in Leipzig-Lindenau zwei AfD-Aufkleber angebracht. Auf diesen ist "Linksterrorismus stoppen - AfD wählen" zu lesen. Ob die Aufkleber nach der am selben Tag stattfindenden Legida-Demonstration angebracht wurden lässt sich nur vermuten.

Antisemitische und sexistische Graffiti in Connewitz

19.

August
2017
Samstag

In der Nacht von Freitag zu Samstag werden mehrere Hauswände in Connewitz mit israelfeindlichen, antisemitischen, antiamerikanischen und sexistischen Parolen beschmiert. Zu lesen ist unter anderem "FICK ISRAEL FICK DIE U.S.A." und "FREE GAZA", "Island = Faschos", "Israel did 9/11", "KILL TH U.S.A., "MERKEL DU FOTZE", "FUCK ISRAEL", "Zuwanderung stoppen" sowie "Antifa = Mainstream".

Antisemitische Graffiti auf der Eisenbahnstraße

12.

Oktober
2017
Donnerstag

Auf Eisenbahnstraße werden an einem in Renovierung befindlichen Ladengeschäft mehrere antisemitische Graffiti gesprüht. Über mehrere Schaufenster stehen die Worte „Jude“, „Rolex“, „Schindlers Liste“ und ein angedeuteter Davidstern. Gerade die Anbringung an ein Ladengeschäft erinnern an die Attacken und Boykott-Aufforderungen der Nationalsozialisten. Am 1.

Homosexuellenfeindliches Transparent bei Fußballspiel

7.

Mai
2017
Sonntag

Zum Stadtligaspiel der Herren zwischen dem KSC 1864 Leipzig und dem LSV Südwest brachten Fans des KSC ein Transparent mit homosexuellenfeindlichen Inhalt an. Das Transparent wurde an einem Wegweiser in der Albersdorfer Straße aufgehangen. Ihre künstlerische und sprachliche Finesse drückten die KSC-Fans mit der Aufschrift "Fuck Leipziger Schwulen Verein" aus, wobei sie "Fuck" sowie die Anfangsbuchstaben der folgenden drei Wörter rot hervorgehoben haben.

NS-Symbolik auf Flohmarkt verkauft

6.

November
2016
Sonntag

Ein Händler verkauft auf einem Flohmarkt Objekte mit eindeutiger NS-Symbolik. Dafür wird er im August 2017 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt.

Betrunkener zeigt Hitlergruß und randaliert in Polizeiauto

4.

August
2017
Freitag

Ein 24-jähriger Betrunkener liegt in Leipzig-Eutritzsch regungslos auf der Straße. Als ein Polizist ihn anspricht und einen Rettungswagen ruft wird er ausfallend, ruft Nazi-Parolen und randalierte in einem Polizeiwagen. Der Betrunkene wird mit auf die Wache genommen und nach weiteren polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.Der Betrunkene muss sich nun wegen Widerstands gegen Polizeibeamte, der Verwendung verfassungsfeindlicher Organisationen, Beleidigung sowie Sachbeschädigung verantworten.

Identitären-Sticker am Westplatz

10.

Mai
2017
Mittwoch

Rings um den Westplatz in Leipzig sind Aufkleber der Identitären Bewegung aufgetaucht. Sie zeigen das von den Identitären verwendete Lambda.

Unterkunft für Asylsuchende in Wiedemar beworfen

30.

April
2016
Samstag

In Wiedemar wird die Unterkunft für Asylsuchende mit Altsanitärteilen beworfen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wird im September 2016 eingestellt, obwohl der/die Täter bekannt sind.

Aufkleber der Identitären Bewegung an Bioladen

24.

August
2017
Donnerstag

An einem Bioladen in Leipzig-Lindenau wird ein Aufkleber der Identitären Bewegung angebracht auf welchem "Stopp! loading please wait... willst du wirklich warten? www.identitaere-bewegung.de" zu lesen ist.

Neonazis stören Antifa-Demo in Wurzen

2.

September
2017
Samstag

Am Rande einer antifaschistischen Demonstration in Wurzen kommt es zu Störaktionen und Übergriffen. Etwa 100 Neonazis versuchen immer wieder, an die rund 400 Demonstrant*innen heranzukommen, was durch die Polizei verhindert wird. Ansonsten lässt die mit über 700 Beamt*innen auftretende Polizei die teilweise vermummt auftretenden StörerInnen weitgehend gewähren.

Legida-Teilnehmer wirft Feuerwerkskörper auf Polizei und Gegendemonstranten

1.

Februar
2016
Montag

Ein Teilnehmer der Legida-Demonstration wirft aus dem Aufzug heraus Feuerwerkskörper in Richtung von Polizeibeamt*innen und Gegendemonstrant*innen. Er wird im August 2017 wegen vorsätzlicher Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und mit vorsätzlichem unerlaubtem Umgang mit explosionsgefährdeten Stoffen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Vollstreckung ist auf Bewährung ausgesetzt. Außerdem trug er einen Feuerwerkskörper ohne CE-Kennzeichnung mit sich.

Neueste Aktualisierungen

19.08.2017: Antisemitische und sexistische Graffiti in Connewitz
12.10.2017: Antisemitische Graffiti auf der Eisenbahnstraße
07.05.2017: Homosexuellenfeindliches Transparent bei Fußballspiel
06.11.2016: NS-Symbolik auf Flohmarkt verkauft
04.08.2017: Betrunkener zeigt Hitlergruß und randaliert in Polizeiauto
10.05.2017: Identitären-Sticker am Westplatz
30.04.2016: Unterkunft für Asylsuchende in Wiedemar beworfen
24.08.2017: Aufkleber der Identitären Bewegung an Bioladen
02.09.2017: Neonazis stören Antifa-Demo in Wurzen
01.02.2016: Legida-Teilnehmer wirft Feuerwerkskörper auf Polizei und Gegendemonstranten
01.05.2015: Gefährliche Körperverletzung in Regis-Breitingen
03.08.2017: Böllerwurf auf Menschen vor Ladenprojekt
27.05.2015: Hakenkreuz in Eilenburger Treppenhaus angebracht
11.10.2017: Neonazistische Schmierereien vor Berufsschule in Heiterblick
25.11.2013: Leipziger will Asylsuchende ins KZ schicken
03.06.2017: Identitären-Banner an Autobahnbrücken
22.07.2017: Erneut NPD-Sticker in Dürrweitzschen
24.09.2017: Journalist wird im Leipziger Rathaus bedroht
21.09.2017: Legida demonstriert vor der Bundestagswahl für die AfD
20.04.2016: Adolf Hitler an Kellerwand geschmiert
30.04.2016: Neonazis grölen Parolen in Leipzig-Plagwitz
27.08.2017: Wahlpalakt in Dommitzsch beschmiert
27.09.2017: Hakenkreuze in Gedenkstein des Alten Irsaelitischen Friedhofs geritzt
21.09.2017: AfD-Aufkleber an Bioladen in Lindenau
26.09.2017: Rassistische Beleidigungen in Straßenbahn
02.09.2017: Grimma: Neonazistische Schmierereien
14.08.2017: Belgern-Schildau: Hakenkreuz-Schmierereien auf Wahlplakaten
19.05.2016: Neulich in Leipzig: Neonazistische Parole durch Betreiber des UT Connewitz
17.06.2017: Parteitag "Der III. Weg" in Leipzig
10.09.2017: Eilenburg: Mehrfamilienhaus mit Hakenkreuzen beschmiert

Pressemitteilung "Was tun gegen Rassismus im Landkreis Leipzig?"

Pressemitteilung 12.09.2017

Podiumsdiskussion von chronik.LE am 27.09. mit der Journalistin Heike Kleffner und Unterstützer*innen von Geflüchteten in Wurzen

Das Dokumentationsprojekt chronik.LE lädt in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) und der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig am Mittwoch, den 27. September, um 18 Uhr zu einem Podiumsgespräch mit dem Titel „Rassistische Gewalt und schweigende Mehrheit im Landkreis Leipzig“ ins Kultur- und Bürger*innenzentrum D5 in Wurzen.

Podium "Rassistische Gewalt und die schweigende Mehrheit" in Wurzen

Veranstaltung Wurzen 27.09.

Seit einiger Zeit steigen Angriffe auf Menschen stark an, die als fremd wahrgenommen werden. Diese reichen von Parolen an Häuserwänden über verbale Attacken bis zu körperlicher Gewalt und Brandanschlägen auf Gemeinschaftsunterkünfte von Asylbewerber*innen. Das Ausmaß solcher Taten (nicht nur) in Sachsen ist erschreckend. Der Landkreis Leipzig macht hier keine Ausnahme.

Die AfD-KandidatInnen zur Bundestagswahl in der Region Leipzig

Bundestagswahl

Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir wollen aus diesem Anlass einen genaueren Blick auf ausgewählte KandidatInnen der Alternative für Deutschland (AfD) in der Leipziger Region lenken.[1] Aktuellen Prognosen zufolge überspringt die AfD bei der Wahl die Fünf-Prozent-Hürde und wäre somit zum ersten Mal im Bundestag vertreten.

Die Landesliste der Partei umfasst 20 Personen (darunter immerhin zwei Frauen):

Filmreihe "stark ! behindert" vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.

Film- und Diskussionsreihe zu Behinderung und Selbstbestimmung

Medien mögen Geschichten über Menschen mit Behinderung, die „trotz“ ihrer Behinderung das Leben „meistern“: studieren, arbeiten gehen, sich verlieben, begehren, eine Familie gründen, Musik machen, Kunst schaffen. Dass alles das mit, nicht „trotz“, Behinderung möglich ist, darauf möchte die Film- und Diskussionsreihe „stark ! behindert“ des Antidiskriminierungsbüros Sachsen e. V. aufmerksam machen. Sie wird an regelmäßigen Terminen im August und September in der naTo / Cinémathèque Leipzig e. V. statt finden und wir möchten Sie schon heute herzlich dazu einladen.

Neue Dossiers

Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir wollen aus diesem Anlass einen genaueren Blick auf ausgewählte KandidatInnen der Alternative für Deutschland (AfD) in der Leipziger Region lenken.[1] Aktuellen Prognosen...
Eine Chronik gruppenbezogen-menschenfeindlicher Ereignisse und Gewalttaten, die in Zusammenhang mit asylfeindlichen Protesten stehen. Die Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einsendungen sind über das Feld "Ereignis melden" möglich....
Vom raschen Aufstieg und dem anhaltenden Schrumpfungsprozess einer montäglichen Prozession „für Deutschland“ und ihren Folgen Im Gegensatz zur Dresdner PEGIDA-Bewegung („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“), die im Oktober...
Neonazis in der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig Kaum ein Begriff wird von Fußballfans so überladen wie der der Tradition. Traditon ist da per se etwas gutes, Tradition wird von den Fans hochgehalten. Am 31. Oktober 2012 gab es ein "Derby der...
Ein Gasthof am Rande von Torgau bietet Nazi-Bands regelmäßig eine Bühne Ein Gasthof im südlich von Torgau gelegenen Örtchen Staupitz – bis Ende 2008 noch Teil der Gemeinde Pflückuff, die dann nach Torgau eingemeindet wurde – hat sich in den letzten...
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