Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

»Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer

23.

Januar
2020
Donnerstag

Im Leipziger Kabarett Akademixer treten immer wieder Gastkünstler_innen auf, so am Donnerstag der Dresdener Uwe Steimle. Steimle ist durch seine Rollen als Jens Hinrichs in Polizeiruf 110 sowie als Güther Zieschong im Kabarett bekannt geworden.

Nachdem er noch 2009 von der Partei DIE.LINKE in die Bundesversammlung entsandt wurde um an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen bewegt er sich seitdem immer weiter nach rechts. So diffamierte er Geflüchtete und trug mehrfach T-Shirts welche an rechte Propaganda angelehnt waren.

Rassistische Pöbelei vor Universität

13.

Januar
2020
Montag

Eine Frau wird durch einen unbekannten Mann vor dem Konsum in der Universitätsstraße angepöbelt, da sie ein Hijab trägt. Der Unbekannte verhält sich dabei sehr aggressiv. Als ein Passant die Frau fragt, ob sie Unterstützung benötigt, geht der Unbekannte auf diesen zu und bedroht ihn. Der Passant solle schnell abhauen, da er ihn sonst schlagen würde.

Antisemitisches Graffiti in Taucha angebracht

12.

Januar
2020
Sonntag

An einer Grundstücksmauer Badergasse Ecke An der Parthe in Taucha wird der Slogan "Feuer und Flamme der NWO" angebracht. NWO ist eine Abkürzung für »New World Order«, eine Verschwörungsideologie, die von einer Verschwörung internationaler Eliten und Geheimgesellschaften ausgeht, die heimlich an einer autoritären Weltregierung arbeiten würden.

John-Reed-Fitnessclub würdigt Frauen herab

12.

Januar
2020
Sonntag

Im John-Reed-Fitnessclub am Augustusplatz installierten die Betreiber Pissoirs, deren Form und Farbgebung an den Mund einer Frau erinnern soll.

Erneute Beleidigung in Taucha

9.

Januar
2020
Donnerstag

Eine Person begegnet beim Überqueren der Kreuzung Leipziger Straße/Sommerfelder Straße in Taucha drei Neonazis. Diese pöbeln ihn mit den Worten "Scheiß Zecke raus!" an.
Immer wieder kommt es in Taucha zu neonazistischen Schmierereien und Einschüchterungsversuchen, die sich vor allem gegen als links wahrgenommene Menschen richtet.

Rassistische Beleidigung in Kleinzschocher

8.

Januar
2020
Mittwoch

Gegen 14 Uhr bewegt sich ein Unbekannter mit schwarz-gelber »Frei.Wild«-Jacke entlang der Kreuzung Antonienstraße/Klingenstraße. Dabei schreit und grölt er rassistische Parolen und Beleidigungen, die sich gegen mindestens eine Person richten. Passant*innen äußern ihren Unmut und machen dem Unbekannten deutlich, dass er die rassistischen Äußerungen zu unterlassen habe. Er wird still und läuft weiter.

Rassistische Sprüche bei Silvesterfeier auf Bornaer Markt

1.

Januar
2020
Mittwoch

Auf dem Bornaer Marktplatz sammeln sich mehrere junge Männer, welche Böller und Raketen offenbar gezielt gegen Passant_innen und den Weihnachtsbaum richten. Dabei skandieren sie rassistische Parolen.

Bereits im Vorjahr wurde unter neonazistischen Parolen in Borna randaliert.

JN "besetzt" Völkerschlachtdenkmal

31.

Dezember
2019
Dienstag

Die Jungen Nationalisten (JN), die Jugendorganisation der NPD, "besetzt" in Leipzig kurzfristig das Völkerschlachtdenkmal. Dazu wird ein Banner mit der Aufschrift "Deutschland einig Vaterland" und dem JN-Logo von oben herunter gelassen. Daneben stehen insgesamt vier Personen mit acht Leuchtfackeln in den Händen. Der braune Spuk war bereits nach kurzer Zeit wieder vorbei.

Neonazistische Schmierereien im Lene-Voigt-Park

29.

Dezember
2019
Sonntag

In einer Unterführung im Lene-Voigt-Park werden an die Tunnelwände neonazistische Parolen und Symbole geschmiert. Darunter finden sich "NS Zone", "Nazi Kiez" und "Fuck AfA" sowie ein Hakenkreuz und eine SS-Rune.

Neonazistische Schmierereien im Rabet

28.

Dezember
2019
Samstag

Im Stadtteilpark Rabet werden eine Turnhalle sowie oberirdisch verlaufende Röhren mit dem Slogan "Nazi Kiez" beschmiert. Weiterhin wird an die Fenster der christlichen Begegnungsstätte "Die Brücke" der Slogan "NS Zone" angebracht.

»Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer

23.

Januar
2020
Donnerstag

Im Leipziger Kabarett Akademixer treten immer wieder Gastkünstler_innen auf, so am Donnerstag der Dresdener Uwe Steimle. Steimle ist durch seine Rollen als Jens Hinrichs in Polizeiruf 110 sowie als Güther Zieschong im Kabarett bekannt geworden.

Nachdem er noch 2009 von der Partei DIE.LINKE in die Bundesversammlung entsandt wurde um an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen bewegt er sich seitdem immer weiter nach rechts. So diffamierte er Geflüchtete und trug mehrfach T-Shirts welche an rechte Propaganda angelehnt waren.

Selbstverteidigung nach misogynem Angriff

30.

November
2019
Samstag

Am späten Abend laufen drei Männer mit einem Hund in Leipzig eine Straße entlang und unterhalten sich auf sexistische, herablassende Weise über Frauen.

Als eine Frau, die zum Ziel der verbalen Attacken der Gruppe wird, die Männergruppe bittet, die Bemerkungen zu unterlassen und weiterzugehen, leugnen die Männer zuerst, sich sexistisch geäußert zu haben. Im Anschluss daran beleidigen sie die Frau homosexuellenfeindlich und würdigen sie weiter herab. Als Form ihrer Herabwürdigung beziehen sie sich auf ihr "Frau sein".

»Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer

28.

August
2019
Mittwoch

Im Leipziger Kabarett Akademixer treten immer wieder Gastkünstler_innen auf, so am Sonntag der Dresdener Uwe Steimle. Steimle ist durch seine Rollen als Jens Hinrichs in Polizeiruf 110 sowie als Güther Zieschong im Kabarett bekannt geworden.

Sexistische Beleidigungen durch Punker am Willy-Brandt-Platz

18.

Juni
2018
Montag

Am Kleinen Willy-Brandt-Platz findet wie jeden Montag die Montagskundgebung statt, dabei kommt es zu beleidigenden sexistischen Pöbeleien durch alkoholisierte Punker. Nachdem es schon lautstarke Beleidigungen unbekannten Auslösers gab, wird eine Rednerin der Kundgebung schließlich als "rote Fotze" und "Rotfaschistin" beschimpft. Sie hatte zuvor darüber gesprochen, dass kürzlich in Themar wieder ungestört mehrere Tausend Neonazis feiern konnten, ohne dass Polizei und Landesregierung dies unterbinden würden.

Antizionistisches Graffiti am Augustusplatz

14.

Juli
2018
Samstag

An einen Fahrplan der LVB wird der Schriftzug "Anti Zion Area" angebracht. Damit wird suggeriert, dass es sich um einen Raum, welcher frei von Zionismus sei, handelt.

Rassistischer Angriff im Bahnhof

18.

Juli
2018
Mittwoch

Am Mittwoch gegen 17 Uhr wollen zwei Personen aus Syrien (15 und 20) mit dem Zug von Leipzig in Richtung Cottbus fahren. Ein 40-jähriger alkoholisierter Mann zeigt zuerst den Hitlergruß in Richtung der beiden, beleidigt sie und schlägt dem einen mit der flachen Hand ins Gesicht. Infolgedessen kommt es zu einer Rangelei. Als ein Geschädigter versucht, mit seinem Handy die Polizei zu rufen, tritt ihm der Angreifer dies aus der Hand, sodass es auf den Boden fällt und beschädigt wird. Daraufhin zückt der Angreifer ein Cuttermesser und bedroht die beiden.

Erneut rassistischer Angriff am Hauptbahnhof

20.

September
2018
Donnerstag

Als ein Mann zum Telefonieren mit seinem Fahhrad vor dem Leipziger Hauptbahnhof anhält, kommt eine ca. 20 Jahre alte Frau auf ihn zu und sagt zu ihm: "Du darfst hier nicht so laut sprechen, weil du schwarz bist" und "Du darfst nicht in unserer Heimat bleiben." Der Mann antwortet darauf, dass er hier bleiben werde und an dem Ort lebe, an dem er möchte. Daraufhin bewegen sich vier ca. 30 Jahre alte Männer in dessen Richtung und werfen mit Bierflaschen nach ihm. Der Geschädigte versucht mit seinem Fahrrad zu fliehen, wird jedoch an seiner Umhängetasche festgehalten.

Rechte Schmierereien an der Uni-Mensa

13.

Oktober
2018
Samstag

In der Nacht vom 13. Oktober auf den 14. Oktober bemalen zwei circa 20 Jahre alte Männer mit gelben Wachsmalstiften die Litfaßsäule auf dem Platz vor der "Mensa am Park" der Universität Leipzig mit dem Logo der sogenannten "Identitären Bewegung". Die Männer bringen auch entsprechende Aufkleber an.

Neonazistische Schmierereien an der Leipziger Universität

29.

Januar
2018
Montag

An einer Mauer am Hauptcampus der Universität Leipzig in der Innenstadt werden zwei Graffiti angebracht. Diese sind ein SS-Symbol sowie ein Hakenkreuz. Innerhalb weniger Stunden werden die Graffiti übermalt und somit unkenntlich gemacht.

Rassistische Thesen im Museum Runde Ecke vorgestellt

17.

März
2018
Samstag

Im Rahmen der Buchmesse findet die Vorstellung des Buchs "10 Thesen für ein weltoffenes Deutschland" im Museum in der Runden Ecke statt. Autor_innen sind die als Bürgerrechtler_innen bekannt gewordenen Gunter Weißgerber, Richard Schröder und Eva Quistorp. Das Buch und auch seine Vorstellung strotzen dabei - entgegen seines Titels - vor rassistischen und pauschalisierenden Aussagen.

Neueste Aktualisierungen

23.01.2020: »Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer
30.11.2019: Selbstverteidigung nach misogynem Angriff
28.08.2019: »Völkisch-antisemitischer Jammerossi« zu Gast im Leipziger Kabarett Akademixer
18.06.2018: Sexistische Beleidigungen durch Punker am Willy-Brandt-Platz
14.07.2018: Antizionistisches Graffiti am Augustusplatz
18.07.2018: Rassistischer Angriff im Bahnhof
20.09.2018: Erneut rassistischer Angriff am Hauptbahnhof
13.10.2018: Rechte Schmierereien an der Uni-Mensa
29.01.2018: Neonazistische Schmierereien an der Leipziger Universität
17.03.2018: Rassistische Thesen im Museum Runde Ecke vorgestellt
15.11.2019: Homosexuellenfeindliche Gewalt in der Straßenbahn
20.12.2019: Neulich auf dem Weihnachtsmarkt: Vergewaltigungsphantasien in der Beziehung
16.02.2019: Sexistischer Brief in Park abgelegt
29.06.2019: Rechte demonstrieren erneut für "Frauenrechte"
28.11.2019: Neonazistische Schmierereien in Grünau angebracht
23.12.2019: "Verfassungsfeindliche Symbole" an Kindertagestätte in Volkmarsdorf
28.12.2019: Neonazistische Schmierereien im Rabet
31.12.2019: JN "besetzt" Völkerschlachtdenkmal
18.10.2019: Marktverkäuferin und "die Ausländer"
31.08.2019: Hitlergruß bei CrossOver-Festival in Grimma
17.04.2019: Erneut neonazistische Schmierereien in Taucha angebracht
28.07.2019: LINKEN-Wahlkämpfer_innen in Colditz bedroht
08.11.2019: Rassistische Aktion auf Thomaskirchhof
01.11.2014: Neonazi-Konzert in Staupitz
12.01.2020: Antisemitisches Graffiti in Taucha angebracht
09.01.2020: Erneute Beleidigung in Taucha
12.01.2020: John-Reed-Fitnessclub würdigt Frauen herab
09.10.2019: Rassistische Pöbeleien am Hauptbahnhof
13.01.2020: Rassistische Pöbelei vor Universität
16.11.2019: Veranstaltung der Desiderius-Erasmus-Stiftung in Leipzig fällt aus

Interview mit Jana, beteiligt am Gedenken an Nuno Lourenço

Interview

Am 04. Juli 2019 fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg-Gaschwitz eine Gedenkveranstaltung für Nuno Lourenço statt. Dieser wurde 1998 von acht Neonazis nach einem verlorenen Deutschlandspiel so schwer verprügelt, dass er an den Spätfolgen des Angriffs verstarb. Am Lernwelten-Gymnasium Großdeuben beschäftigte sich eine Gruppe Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche mit dem Mord und organisierte die Gedenkveranstaltung. Interview mit einer der beteiligten Schüler_innen.

Nationale Zone Taucha?

Veranstaltung 30.01.2020

Schmierereien, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche. Rechte Hetze begegnet uns auch in Taucha und beschäftigt uns als Bürger_innen, Fachkräfte und ehrenamtlichen Akteure. Vor einem Jahr hat sich anlässlich der besorgniserregenden Situation der Runde Tisch Taucha zusammengeschlossen und eine Zustandsbeschreibung durch Bewohner_innen und Sozialarbeiter_innen der Stadt vorgenommen.

Netzwerk voller Einzeltäter – Vier Jahre nach dem Neo-Nazi-Angriff auf Connewitz

Veranstaltung 11.01.2020

Am 11. Januar vor vier Jahren verwüsteten über 300 Neonazis Connewitz, verletzten min. 3 Personen und verursachten einen Sachschaden von über 110.000 €. Über zweieinhalb Jahre nach ihrer Tat beginnt die juristische Abarbeitung, die immer noch äußerst schleppend voran kommt und de facto keine Aufklärung über die Hintergründe verspricht. Falschaussagen und Widersprüche werden ignoriert, vorbestrafte Neonazis erhalten „günstige Kriminalprognosen“ und Bewährungsstrafen. Weniger als ein Drittel der Täter ist bisher rechtskräftig verurteilt.

Der „Sturm auf Connewitz“ im Gerichtssaal – Die juristische Aufarbeitung fast 4 Jahre nach einem der größten Naziangriffe in Ostdeutschland seit 1990

Workshop 30.11.2019

Seit August 2018 läuft am Leipziger Amtsgericht ein „Justizmarathon“: Verhandelt wird teilweise im Expressverfahren gegen 217 TäterInnen, die den linksgeprägten Stadtteil Connewitz am Abend des 11. Januar 2016 angriffen und dabei mindestens drei Menschen verletzten. Sie verbreiteten Terror und Angst im Stadtteil, doch in den Sälen von Amtsgericht und Landgericht Leipzig ist davon wenig zu spüren. Fast alle bisherigen Angeklagten erhielten faule Deals und Bewährungsstrafen, selbst mehrfach einschlägig vorbestrafte Neonazis.

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