»Ein Prozent« verteilt Papierschnipsel in Leipziger Südvostadt

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1.

März
2017
Mittwoch

Die neurechte Gruppierung »Ein Prozent« verteilt in der Leipziger Südvorstadt selbstgedruckte Zettel auf den Straßen. Auf einem ist eine fiktive Geschichte einer Frau zu lesen, welche sich wehmütig über ihre frühere angebliche naive "Willkommenskultur" äußert. Auf einem weiteren Zettel mit dem Titel "LVZ Lügenpresse" wurden diverse Stichworte wie "kaum Muslime in Sachsen" und "bedauerlicher Einzelfall" aufgelistet, welche auf die angeblich falsche und tendenziöse Berichterstattung der Leipziger Volkszeitung hinweisen soll.

Das neurechte Projekt "Ein-Prozent" ist eine Art zivilgesellschaftliche Organisation der Neuen Rechten, dessen Ziel die Vernetzung und Unterstützung rechter Projekte und Aktionen ist. Dies wird vor allem über Crowdfounding und Öffentlichkeitsarbeit realisiert. Die Mitglieder des Vereins sind meist auch bei der Identitären Bewegung aktiv. Gegründet wurde "Ein-Prozent" 2015 vom neurechten Verleger Götz Kubitschek und dem Herausgeber der verschwörungsideologischen Zeitschrift "Compact" Jürgen Elsässer. Der Name "Ein-Prozent" leitet sich aus der These ab, das ein Prozent der "Deutschen" ausreiche, um die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Mit "Deutsche" ist jedoch nicht, die in Deutschland lebende Bevölkerung gemeint, sondern ein völkisch hergeleitetes "Volk" , dass über Herkunft und Kultur definiert wird. Ziel ist die Erschaffung einer ethnisch und kulturellen homogenen Bevölkerung.

Quelle: 

chronik.LE