"Bürgerbewegung Leipzig" demonstriert in Innenstadt

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26.

April
2021
Montag

Zum dritten Mal hält die „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ am Richard-Wagner-Platz eine Kundgebung ab. An dieser nehmen etwa 150 Personen teil. Diese Gruppierung ist ein Teil der Protestbewegungen gegen die Corona-Politik und die Infektionsschutzmaßnahmen. In Reden wird die Pandemie geleugnet und vor negativen Impffolgen gewarnt. Die etwa 250 Teilnehmer_innen der Gegendemonstration werden als "Faschisten" bezeichnet. Nach Angaben der Leipziger Internetzeitung werden zudem anwesende Journalist_innen bedrängt.

In den Veranstaltungsankündigungen der Gruppierung wird mit der Forderung nach "Souveränität" das insbesondere in Reichsbürgerstrukturen beliebte Narrativ verbreitet, dass die Bundesrepublik Deutschland kein souveräner Staat sei. In dem zugehörigen Telegramkanal (gegründet am 20.4., dem Geburtstag von Adolf Hitler) wird man noch deutlicher und fordert "zur Befreiung unserer geliebten Heimat" u.a. die "Abwicklung der BRD Verwaltungs GmbH", die "Rückabwicklung der Migration seit 2015" sowie "die Abschaffung des Parteiensystems". Der Aufruf endet mit den Worten "Für Deutschland voran" und drei geballten Fäusten. So verwundert es auch nicht, dass schon bei den ersten beiden Veranstaltungen mehrere vermummte Hooligans, teilweise mit Hunden erscheinen.