CDU-Politiker will NPD-Anträgen zustimmen

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27.

August
2008
Mittwoch

Vor der konstituierenden Sitzung des Kreistages des Landkreises Nordsachsen äußerte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU und Bürgermeister von Doberschütz, Roland Märtz, dass er „Anträge der NPD [...] nicht einfach ablehnen [werde], nur weil sie die NPD stellt“, denn sofern „die NPD Vorschläge hat, die für den Kreis gut sind, gibt es keinen Grund, sie abzulehnen“.

Begründet wird die Haltung mit der Anmerkung, dass er jeden Antrag unterstützen wolle, der dem Gemeinwohl diene, dabei spielt es keine Rolle, ob sie „von der rechten oder linken Seite“ kommen, er „mache [...] da keine Unterschiede“.

Die NPD zog mit vier Vertretern in den Kreistag ein, den Fraktionsstatus erhielt sie nicht. Im Vorfeld der Wahl ist es zu umfangreichen Kooperationen zwischen der NPD Nordsachsen und den Freien Kräften gekommen, dies in Form einer gemeinsamen "offenen nationalen Liste (zur Kreistagswahl in Nordsachsen)." Ein Vertreter der Freien Kräfte zog allerdings nicht ein.