Corona-Demonstration in Leipzig-Engelsdorf

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

22.

Juni
2020
Montag

Zum wiederholten Male findet in Leipzig-Engelsdorf eine Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen statt. An dieser beteiligen sich insgesamt 28 Personen. Anmeldet ist die Versammlung durch Volker Zocher. Dieser war Bürgermeister und dann Ortsvorsteher von Engelsdorf und später Bürgermeister von Naunhof. Lediglich einige wenige Teilnehmende tragen Mundschutz, auf Abstand wird verzichtet.
Vor Beginn der Versammlung fährt ein älterer Teilnehmer demonstrativ mit seinem Auto auf die Gegenkundgebung des Bündnis Leipzig nimmt Platz zu. Ein Durchfahren wird durch die Polizei unterbunden.
Im einzigen Redebeitrag zu Beginn der Kundgebung wird Corona bagatellisiert. Weiterhin gehe mit den Einschränkungen die Abschaffung der Demokratie einher.
Als die Demonstration beginnt, wird ein anwesender Journalist durch den Anmelder Zocher bedroht. Dieser nähert sich bis auf wenige Zentimeter und sagt sinngemäß, dass es irgendwann keinen Abstand mehr gäbe und es dann richtig zur Sache gehe.
Der Gegenprotest von Leipzig nimmt Platz und der lokalen Initiative Open Engelsdorf führt zu einer kurzzeitigen Verzögerung der Demonstration. Diese führt schlussendlich einmal durch das Wohngebiet. Anwohner_innen werden mit Parolen aufgefordert sich anzuschließen, reagieren aber nicht. Zur Untermalung ihres Anliegens führen die Demonstrierenden zwei Deutschlandfahnen sowie ein Schild mit der Aufschrift "Corona App - Corona Nepp" mit.
Am Start- und Endpunkt der Demonstration angekommen wird eine weitere Demonstration für nächsten Montag angekündigt und zum Abschluss die Nationalhymne gesungen. Nach Vorbild von PEGIDA wird dazu afgefordert, dass jede_r Teilnehmer_in zum nächsten mal "einen mit bringt".