Erneute Corona-Proteste an der B107 zwischen Bennewitz und Grimma

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18.

April
2021
Sonntag

Zum fünften Mal finden Proteste entlang der Bundesstraße 107 statt. Stationen sind dabei wie in den Vorwochen der Bennewitzer Orstteil Schmölen, Trebsen als Hauptort, an dem die Proteste ihren Ursprung haben, Grimma sowie in Colditz an der B176.
Die Aktionsform ist an die Proteste in der Oberlausitz entlang der B96 angelehnt.
Dabei verleihen die Teilnehmer_innen ihren Forderungen mittels Fahnen und Schildern Ausdruck.
Wie in den vergangenen Wochen liegt der Schwerpunkt hierbei in Trebsen. In Grimma und Schmölen finden sich jeweils Teilnehmer_innen im unteren zweistelligen Bereich ein. Ein kostümierter Sensenmann, dessen Werkzeug in den Reichsfarben angemalt ist, hat ein Holzkreuz mit Aufschrift "Deutschland" aufgestellt. Eine weitere Person dort hält ein Schild, auf dem "Impffaschismus "Nein"" steht.
In Trebsen, wo die Anzahl der Teilnehmer_innen einige Dutzend, jedoch nicht mehr als 100 beträgt, dominieren wiederum eindeutig neonazistische Flaggen und Schilder. Unter anderem findet sich zum wiederholten Male die Flagge der neonazistischen Aktion Widerstand sowie die auf Naziaufmärschen beliebte Wirmer-Flagge. Auf Schildern werden Politiker_innen als "Volksverräter" bezeichnet. Gegenüber einem Reporter der LVZ, die vom ehemaligen Trebsener Feuerwehrchef "Lügenpresse" bezeichnet wird, hofft eine Teilnehmerin auf die baldige Einrichtung des Königreichs Sachsen und wähnt sich im "dritten Weltkrieg". Eine weitere Frau lobt den ihrer Ansicht nach unrechtmäßigen aus dem Amt gewählten US-Präsidenten Trump, weil dieser sein Volk liebe. Als der Reporter das Geschehen verlässt, wird er bedroht, indem Umstehende dazu aufgefordert werden, sich sein Gesicht zu merken.

Quelle: 

LVZ vom 18.04.2021 ("Trebsen: Hunderte versammeln sich zum Corona-Protest an der B 107")