Grimma: Asylbewerber_innen rassistisch beleidigt

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24.

Juni
2009
Mittwoch

Zwischen dem 24. Juni und dem 8. Juli besetzten vier Asylberwerber_innen-Familien die Grimmaer Frauenkirche. In unmittelbarer Nähe der Kirche nahmen Unterstützer_innen der Familien wiederholt Personen wahr, welche mit rassistischen Parolen provozierten. Ein Grimmaer Bürger skandierte beispielsweise, dass "eine Handgranate in die Kirche" eine "gute Idee" wäre und dass die Familien "dorthin zurück kehren sollen, wo sie hergekommen sind!"

"Mit dem Umzug in die Kirche sahen die Familien den letzten Ausweg, um gegen die zum Teil menschenunwürdigen Heimunterbringungen zu protestieren", berichten die "kritisch intervenierenden Antirasst_innen", eine Gruppe, welche die Asylbewerber_innen unterstützte. Neben den Zuständen im Bahrener Asylbewerber_innen-Heim kritisiert die Gruppe auch den Umgang der Behörden mit den Asylbewerber_innen-Familien. Näheres zum Verlauf des Protestes und zu den kritisierten Umständen sind in einem Dossier dokumentiert.