Julfest vom III.Weg

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2.

Dezember
2017
Samstag

Die neonazistische Partei "Der III. Weg" führte nach eigenen Angaben in Leipzig ein "Julfest" durch. Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest. Im Nationalsozialismus sollte Weihnachten durch ein vermeintlich "altgermanisches" Julfest ersetzt werden und so das Christentum zurückgedrängt werden. Christliche Symbolik wie Kreuz und Weihnachtsstern sollten durch das Hakenkreuz bzw. Sonnenrad ersetzt werden. 1935 wurde das Julfest erstmals im großen Rahmen mit für den NS typischen Feuer- und Lichtsymbolik gefeiert.
Wenn der III. Weg ein Julfest feiert ist davon auszugehen, dass dies genau in dieser Tradition geschieht. Nach Angaben vom III. Weg waren neben einem "98-jährigen Vertreter der Kriegs- und Erlebnisgeneration" u.a. der "stellvertretende Gebietsleiter „Mitte“ Tony Gentsch" anwesend. Nach einem "einleitenden Fahnenappell" besuchten die Neonazis das Völkerschlachtdenkmal sowie den Südfriedhof. Weiterhin soll es Vorträge sowie eine "Totenleite" gegeben haben.

Quelle: 

chronik.LE, Der Dritte Weg