Neulich in Leipzig: Befördert Polizei-Pressemitteilung Vorurteile gegenüber Migrant_innen?

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10.

Januar
2011
Montag

In der Pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig wird unter der Überschrift "Buntmetalldiebe gestellt" berichtet, dass „sieben rumänische Staatsbürger" während des vermeintlichen Diebstahls von Buntmetall von der Polizei gestellt wurden.

Die in der PM aufgeführte Tat steht jedoch in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen, sodass der Hinweis nicht zum Verständnis beiträgt. Das Problematische daran: Die nicht-sachgerechte Verknüpfung von Kriminalität mit nicht-deutscher Herkunft fördert und festigt bestehende rassistische Vorurteile in der Bevölkerung über "Ausländer". Der Pressekodex des Deutschen Presserates verlangt daher: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte." (Richtlinie 12.1 des Pressekodex)